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Tennisspieler © Mikael Damkier

Reizung des Sehnenansatzes am Knochen

Durch hohe und vor allem dauerhafte Belastungen kann es zu schmerzhaften Entzündungsreaktionen und Veränderungen im Ursprungs- oder Ansatzbereich von Sehnen am Knochen bzw. an der Knochenhaut (Periost) kommen. Für derartige Probleme gibt es verschiedene medizinische Fachausdrücke, die meistens mehr oder weniger dasselbe bedeuten, z.B. Insertionstendopathie, Insertionstendinose, Tendoperiostitis, Sehnenansatzentzündung oder -reizung. Prinzipiell kann eine Insertionstendopathie an jedem knöchernen Muskelansatz entstehen. Besonders bekannte Beispiele sind der Tennisarm und der Golferellenbogen.

Ursachen & Vorbeugung

Folgende Ursachen kommen in Frage: Mechanisch bedingte Reizungen des Überganges zwischen Sehne und Knochen, meist als Folge von Fehlbelastungen, v.a. Spitzenbelastungen bei Untrainierten, hoher Trainingsumfang bei Sportlerinnen/Sportlern ohne adäquate Erholungsphasen und wiederkehrende Bewegungen bei Fehlstellungen von Gelenken und Knochenachsen.

Die Vermeiden von Fehl- und Überbelastungen sowie ausreichende Regenerationszeiten zwischen den sportlichen Aktivitäten können einer Reizung des Sehnenansatzes am Knochen vorbeugen.

Symptome & Diagnose

Der betroffene Muskelansatz schmerzt bei Druck und Bewegung. Kraftvolle Bewegungen, an denen der ansetzende Muskel beteiligt ist, führen zu einer Schmerzverstärkung. 

Bei der körperlichen Untersuchung durch eine Ärztin/einen Arzt zeigen sich Druckschmerzhaftigkeit im Sehnenverlauf und am Sehnenansatz, Kraftlosigkeit des zugehörigen Muskels, Verhärtung der umgebenden Muskulatur. Ultraschall- und Röntgenuntersuchung sichern die Diagnose.

Therapie

Schonung oder kurzfristige Ruhigstellung, akute Schmerzlinderung durch kalte Umschläge, entzündungshemmende Medikamente (z.B. entzündungshemmende Salben oder Tabletten, bei therapieresistenten Beschwerden auch Injektionen von Kortikoiden), physikalische Therapie, Krankengymnastik, Änderung bzw. Optimierung der Technik bzw. des Bewegungsablaufes und des Trainings, nötigenfalls Operation.
 

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