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Mädchen beim Nudelessen © Africa Studio
Mädchen beim Nudelessen © Africa Studio

Mund und Speiseröhre

Die Verdauung beginnt bereits im Mund. Beim Kauen wird die Nahrung mithilfe der Zähne zerkleinert und durch die Zunge mit dem ersten Verdauungssaft vermischt. Der Speichel macht den Nahrungsbrei nicht nur weicher, breiiger und somit leichter zu schlucken. Er mengt der Nahrung Enzyme bei. Diese hochaktiven Substanzen leiten die ersten Schritte der Verdauung ein, indem sie z.B. Kohlenhydrate in Zucker spalten (Amylase).

Speicheldrüsen im Mund

In der Mundhöhle befinden sich verschiedene Speicheldrüsen, die den Speichel produzieren, u.a. Ohr-, Unterkiefer- und Unterzungenspeicheldrüse, bzw. deren Gänge. Um die Vorverdauung im Mund optimal zu nutzen und Speichel zu produzieren, sollte man daher möglichst lange und gut kauen. Beim komplexen Schluckvorgang gelangt der Speisebrei über die Mundhöhle und den Rachen in die Speiseröhre. Das Schlucken ist ein komplexer Prozess, an dem viele Strukturen beteiligt sind.

Weitere Infos zu Mund, Zähnen und Schlucken finden Sie unter:

Die Speiseröhre

Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein etwa 25 cm langer elastischer, muskulöser Schlauch und mündet in den oberen Teil des Magens.

Die Speiseröhre verläuft hinter der Luftröhre (Trachea) und dem linken Vorhof des Herzens und durchbricht das Zwerchfell. Man unterteilt die Speiseröhre in drei Bereiche, den Hals-, den Brust- und den Bauchteil.

Engstellen beim Schlucken

Charakteristisch für die Speiseröhre sind besonders enge Passagen. Eine Engstelle beim Schlucken ist der obere Ösophagusmund. Die Kardia, die unterste Enge der Speiseröhre, ist ebenfalls eine Engstelle. Auch die mittlere Aortenenge und die untere Zwerchfellenge, wo die Speiseröhre durch das Zwerchfell tritt, sind Engstellen.

Die Speiseröhre besteht aus mehreren Schichten, der Mukosa, der Submukosa, der Muskularis und der Adventitia. Diese Schichten erfüllen verschiedene Aufgaben und haben eine unterschiedliche Zusammensetzung. Wesentliche Strukturen sind u.a. Schleimhaut-, Binde- und Drüsen- sowie Muskelgewebe.

Die Speiseröhre hat eine besondere muskuläre Architektur – sie besteht oben aus quergestreiften, unten aus außen längs und innen ringförmig verlaufenden glatten Muskelfasern. Sie bewirkt, dass der Speisebrei aktiv zum Magen transportiert wird. Abhängig von der Konsistenz passiert der Speisebrei die Speiseröhre innerhalb von ca. sieben bis zehn Sekunden.

Verschlussmechanismus zum Magen

Besonders an der Speiseröhre ist der kontrollierte Verschluss zum Magen mithilfe des unteren Ösophagussphinkters (muskulärer Verschlussmechanismus). Funktioniert dieser Vorgang nicht einwandfrei, kommt es zum Zurückfließen von Mageninhalt (Reflux) mit Symptomen wie z.B. Sodbrennen. Weitere Infos finden Sie unter Reflux und Sodbrennen.

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