Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Gastroskopische Untersuchung © Kot63

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen: Diagnose

Die Diagnosestellung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen ist sehr komplex und erfolgt in Kombination verschiedener Methoden. Zu Beginn steht ein ausführliches Gespräch mit der Ärztin/dem Arzt. Sie/er erörtert dabei, welche Probleme vorliegen, wie lange diese bereits bestehen und wann diese auftreten können. Im Anschluss folgt eine körperliche Untersuchung. In der Folge kommt es zunächst zur labor-chemischen Untersuchung von Blut und Stuhl. Das Blut und der Stuhl geben Hinweise, ob Infektionen im Körper stattgefunden haben . . .

Das Gespräch mit der Ärztin/dem Arzt

Bereiten Sie sich auf folgende Fragen vor, sie/er wird fragen, ob Sie . . .

  • Medikamente einnehmen und welche,
  • vor Kurzem auf Reisen waren,
  • ein Familienmitglied mit einer Darmerkrankung haben,
  • eine Blinddarmoperation hatten,
  • bestimmte Nahrungsmittel schlecht vertragen und
  • (Ex-)Raucherin/(Ex-)Raucher sind.

Die Ärztin/der Arzt wird im Anschluss eine körperliche Untersuchung vornehmen in der u.a. der Bauch abgetastet wird sowie Mund und Afterbereich betrachtet werden. Mitunter untersucht die Ärztin/der Arzt auch Haut, Augen oder Gelenke auf Auffälligkeiten, da diese einen Hinweis auf eine chronische Darmerkrankung liefern können.

Die Untersuchungen

In der Regel kommt es zunächst zur labor-chemischen Untersuchung von Blut und Stuhl. Das Blut und der Stuhl geben Hinweise, ob Infektionen stattgefunden haben und Entzündungen im Körper bestehen (CRP-Wert). Aussagekräftig ist auch der Calprotectin-Wert im Stuhl. Weitere Informationen erhalten Sie im Labor unter C-reaktives Protein (CRP) und Calprotectin.

Liegt der Verdacht einer Mangelernährung vor, kann die Ärztin/der Arzt gegebenenfalls eine umfassende Blutuntersuchung anordnen. Erhoben werden können dabei z.B. Eisen- (Anämie), Vitamin-B-12-, Folsäure-, Vitamin-D- sowie Zink-Status. Dies gibt indirekt auch einen Hinweis, ob die Dünndarmresorption (Aufnahme von Stoffen aus dem Darm in Blut- und Lymphbahn) betroffen ist.

Die Ärztin/der Arzt wird entscheiden, welche weiteren Untersuchungen für die Abklärung Ihres Beschwerdebilds am zielführendsten sind.

Mögliche weiterführende Untersuchungsmethoden zur Diagnosestellung sind:

Noch genauere Untersuchungen finden statt, insbesondere wenn bestimmte Darmabschnitte anderweitig nicht/schlecht erreicht werden und vorherige Untersuchungen unzureichende Ergebnisse geliefert haben. Möglich sind:

  • Magnetresonanztomographie (MRT) mit Enterographie.
  • Kapselendoskopie, bei der eine Kapsel den gesamten Darm durchläuft und Bilder aufnimmt. Vorsicht bei Stenosen, die das Passieren der Kapsel verhindern können.
  • (Computertomographie mit Enterographie).

Wohin kann ich mich wenden?

Haben Sie den Verdacht, an einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung zu leiden, können Sie sich bezüglich Abklärung an folgende Stellen wenden:

  • Ärztin/Arzt für Allgemeinmedizin
  • Fachärztin/Facharzt für Innere Medizin (Spezialgebiet Gastroenterologie und Hepatologie)
  • Ambulanzen für Gastroenterologie (CED-Ambulanzen)

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten, die im Rahmen der Diagnosestellung entstehen, werden von den Sozialversicherungsträgern übernommen. Über die jeweiligen Bestimmungen informieren Sie sich bei Ihrem Krankenversicherungsträger, den Sie über die Website der Sozialversicherung finden.

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse