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Schuhe mit hohen Absätzen liegen neben Füssen einer Frau © Кирилл Рыжов

Fersensporn

Ein Fersensporn ist eine kleine, dornartige Kalkablagerung oder Verknöcherung der Sehne. Er kann sich an der oberen oder unteren Ferse bilden. Die Knochenausziehungen entstehen meist durch eine Reizung am Knochen, die durch Zug oder Druck verursacht wurde. Viele Menschen mit einem diagnostizierbaren Fersensporn haben keine Beschwerden. Bei einer Überlastung des Fußes kann ein Fersensporn jedoch Schmerzen auslösen, die oft von einer chronischen Entzündung begleitet werden.

Der untere (plantare) Fersensporn bildet sich am Unterrand des Fersenbeins in Richtung der Zehen. Ursache ist meist eine längere Überlastung des Fußgewölbes. Der untere Fersensporn wird auch Kalkaneus-Sporn bezeichnet und tritt häufiger als der obere Fersensporn auf.

Der obere Fersensporn bildet sich am Fersenbein am Ansatz der Achillessehne. Er entsteht ebenso durch Überlastung des Sehnenansatzes und durch Druckstellen an der Ferse.

Anzeichen

Beim unteren Fersensporn sind Druckschmerzen am unteren Fersenbein typisch. Die Schmerzen treten typischerweise bei den ersten Schritten morgens auf, lassen dann nach und werden mit der Zeit stärker. In Ruhe können die Schmerzen vorübergehend nachlassen. Bei Belastung, z.B. beim Stehen oder Gehen, können auch heftige, stechende Schmerzen an der Fußsohle auftreten.

Beim oberen Fersensporn können im oberen Fersenbereich Druckschmerzen bzw. stechende Schmerzen auftreten. Diese werden durch Zug an der Achillessehne ausgelöst. Ein Fersensporn kann mit Reizungen der Sehnen und chronischen Entzündungen mit Schwellungen und Rötungen verbunden sein.

Fersensporn vorbeugen

Verschiedene Maßnahmen helfen, Fersenschmerzen bzw. einem Fersensporn vorzubeugen. Dazu zählen:

  • Bequeme Schuhe mit stützendem Fußbett tragen – zu enge Schuhe können Druckstellen an der Ferse verursachen
  • Überlastungen der Füße vermeiden, z.B. durch ungewohnt intensiven Sport
  • Fußfehlstellungen behandeln lassen
  • Übergewicht reduzieren

Was kann man selbst tun?

Bei ersten leichten Beschwerden an der Ferse können Sie wie beim Fersenschmerz folgende einfachen Maßnahmen selbst durchführen:

  • Schonung, Sportpause, 
  • Kühlen der schmerzenden Stelle, 
  • Einnahme von schmerzstillenden, entzündungshemmenden Medikamenten, 
  • Tragen bequemer Schuhe mit stützendem Fußbett, 
  • Fußgymnastik zur Stärkung der Fußmuskulatur, Dehnungsübungen.

Bei starken, länger als zwei Wochen anhaltenden Schmerzen oder anderen akuten Beschwerden ist eine Ärztin/ein Arzt aufzusuchen.

Diagnose & Therapie 

Zur Abklärung der Symptome erhebt die Ärztin/der Arzt die Krankengeschichte und führt eine körperliche Untersuchung durch – wie bei der Diagnose von Fersenschmerzen. Beim Verdacht auf einen Fersensporn kann die Ärztin/der Arzt eine Röntgenuntersuchung verordnen. Im Röntgen ist ein Fersensporn gut nachweisbar.

Weitere Informationen zur Therapie eines Fersensporns finden Sie unter: Fersenschmerz: Diagnose & Therapie.

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