Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Frau mit Knieschmerzen © travnikovstudio

Arthrose: Was ist das?

Der Knorpel ist jene schützende und elastische Schicht, die sich auf den beiden Knochenenden befindet, die ein Gelenk bilden. Eine gesunde Knorpelschicht fungiert als Stoßdämpfer bei plötzlichen und harten Bewegungen und ermöglicht einen reibungslosen Bewegungsablauf. Die Arthrose ist eine vorwiegend degenerative, verschleißbedingte Gelenkerkrankung, die meist erst mit zunehmendem Alter auftritt. Die Entstehungsursache ist oft unbekannt . . .

Begünstigende Faktoren

Der Knorpelverschleiß wird u.a. durch folgende Faktoren begünstigt:

  • dauerhafte Überbeanspruchung der Gelenke bei einseitiger Belastung, monotonen oder falsch eingelernten Bewegungsabläufen (z.B. Schwerarbeit, Spitzensport),
  • Übergewicht,
  • angeborene Fehlstellungen der Gelenke (z.B. O-Beine oder X-Beine) führen zu einer ungleichen einseitigen Belastung der Knorpel,
  • Entzündungen und Verletzungen (z.B. Knochenbrüche, Bänderrisse) der Gelenke,
  • Bewegungsmangel (z.B. durch tägliches stundenlanges Sitzen vor dem Computer) und Ruhigstellung der Gelenke führen zu einer unzureichenden Ausbildung der stabilisierenden Muskulatur, zu Haltungsschäden und zur Rückbildung des Knorpels,
  • erbliche Veranlagung,
  • Stoffwechselstörungen.

Die Knorpeldicke wird geringer, die Oberfläche aufgeraut und die Gleitfähigkeit nimmt ab. Zusätzlich kommt es zu Entzündungsreaktionen, wodurch Enzyme freigesetzt werden, die den noch intakten Knorpel angreifen. Ist die Zerstörung so weit fortgeschritten, dass der Knochen freigelegt ist, reiben die Gelenkanteile aneinander. Da die Gelenkknorpel keine Nerven besitzen, bleiben die Verschleißerscheinungen allerdings oft lange Zeit unbemerkt. Schmerzen und Funktionseinschränkungen des betroffenen Gelenkes treten häufig erst in fortgeschrittenen Erkrankungsstadien auf.

Vorbeugemaßnahmen

Jeder Mensch kann selbst dazu beitragen, die Entstehung bzw. das Fortschreiten von Arthrosen zu bremsen. Folgende Maßnahmen tragen dazu bei, eine dauerhafte Überbelastung von Gelenken zu vermeiden:

  • auf Extremsport verzichten,
  • einseitige Bewegungsabläufe vermeiden bzw. korrigieren,
  • Übergewicht meiden,
  • angeborene Fehlstellungen rechtzeitig korrigieren, z.B. durch orthopädische Einlagen,
  • regelmäßige Bewegung einplanen, v.a. Haltungs- und Ausgleichsturnen: über eine gestärkte Muskulatur können Gelenkschäden deutlich hinausgezögert werden,
  • auf gesundheitsfördernde Ernährung achten.
Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse