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Schmerzen am Handgelenk © Von Schonertagen

Arthrose: Symptome & Diagnose

Die Arthrose ist die häufigste Ursache für Gelenkschmerzen. Sie kann grundsätzlich an jedem Gelenk auftreten. Betroffen sind vor allem jene Gelenke, die wir am meisten beanspruchen: Hand-, Finger-, Zehen-, Knie- und Hüftgelenke. Je früher der gelenkzerstörende Krankheitsprozess gestoppt bzw. verlangsamt wird, desto größer ist der Behandlungserfolg . . .

Symptome

Zu den Frühzeichen einer Arthrose gehören u.a.:

  • Gelenksteifigkeit: Diese ist bei den ersten Bewegungen nach einer Ruhelage besonders ausgeprägt, v.a. morgens.
  • „Anlaufschmerz“: Nach längerem Sitzen schmerzen oft Knie und Hüfte bei den ersten Schritten und sind steif. Bei Bewegung lässt der Schmerz aber schnell nach.
  • Kraftlosigkeit: Häufig kommt es zu einem plötzlichen „Einknicken“ der Beine – die Hüfte, das Knie oder das Sprunggelenk gibt plötzlich nach. Sind die Hände betroffen, macht sich dies besonders bei der Hausarbeit bemerkbar. Zum Beispiel können beim Greifen Gegenstände aus der Hand fallen oder Dosen oder andere Verschlüsse nur mehr unter Mühe und Schmerzen geöffnet werden.
  • Gelenkgeräusche bei Belastung: Knacksen oder Reibegeräusche können erste Hinweise für eine beginnende Arthrose sein.
  • Bewegungseinschränkungen: z.B. Schwierigkeiten beim An- und Ausziehen von Kleidungsstücken (v.a. Mäntel, Pullover) oder beim In-die-Hocke-Gehen, oft, aber nicht zwingend verbunden mit Schmerzen.

Anzeichen einer fortgeschrittenen Arthrose sind:

  • Nächtliche und witterungsabhängige Schmerzen: alle Gelenke sind gleichmäßig betroffen.
  • Ermüdungs- und Belastungsschmerzen: Die fortgeschrittene Zerstörung des Gelenkknorpels führt zu Schmerzen und beeinträchtigt die Beweglichkeit betroffener Gelenke.
  • Gelenkschwellung und Druckschmerz: Das ständige Reiben der Gelenkflächen führt zu einer entzündlichen Reaktion im Gelenk mit Bildung eines Gelenkergusses. Das Gelenk ist geschwollen, oft überwärmt, druck- und berührungsempfindlich.
  • Gelenkdeformierungen: meist mit Dauerschmerzen. Oft bereits von außen sichtbare und tastbare Veränderungen treten im Spätstadium der Erkrankung auf. Ausgeprägte Bewegungseinschränkungen und Schmerzen können Alltagstätigkeiten massiv behindern.

Diagnose

Das typische Beschwerdebild weist auf das Vorliegen einer Arthrose hin. Die Diagnosesicherung erfolgt mittels Röntgenuntersuchung, Ultraschall oder zunehmend auch Kernspintomografie. Diese Methode erlaubt neben dem Erkennen von Frühzeichen der Abnützung auch die Abstufung des Knorpelschadens in vier Schweregrade je nach Tiefe der Schädigung:

  • Grad I: Verfärbung und Erweichung des Knorpels
  • Grad II: Aufrauung der Oberfläche mit kleinen Rissen
  • Grad III: kraterförmiger Defekt, der fast bis zum Knochen reicht
  • Grad IV: kompletter Knorpelverlust mit freiliegendem Knochen

Hinweis Die Ausprägung der in den bildgebenden Verfahren sichtbaren Veränderungen entspricht nicht unbedingt dem Ausmaß der Beschwerden.

Wohin kann ich mich wenden?

Haben Sie den Verdacht, an einer Arthrose zu leiden, können Sie sich bezüglich Abklärung an folgende Stellen wenden:

  • Ärztin/Arzt für Allgemeinmedizin
  • Fachärztin/Facharzt für Innere Medizin (Spezialgebiet Rheumatologie)

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnosemaßnahmen werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt bzw. das Ambulatorium direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB, VAEB).

Sie können allerdings auch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) oder ein Privatambulatorium in Anspruch nehmen. Nähere Informationen finden Sie unter Kosten und Selbstbehalte.  

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