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Frau hat Halsschmerzen © goodluz
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Kehlkopfentzündung

Bei einer Kehlkopfentzündung (Laryngitis) ist die Schleimhaut des Kehlkopfes entzündet. Die Laryngitis kann akut oder chronisch auftreten. Bemerkbar macht sie sich unter anderem durch Heiserkeit bis hin zur Stimmlosigkeit. Eine Entzündung des Kehlkopfes kann in jedem Alter vorkommen. Von einer bestimmten Form – dem  Pseudokrupp – sind vor allem Kinder betroffen, genauso wie von der akuten Entzündung des Kehldeckels (Epiglottitis).

Welche Ursachen hat eine Kehlkopfentzündung?

Zu einer akuten Entzündung des Kehlkopfes kommt es z.B. durch

  • absteigende Entzündungen, die sich von den oberen Atemwegen ausbreiten (z.B. grippaler Infekt/Atemwegsinfekt, Rachenentzündung),
  • übermäßige Belastung der Stimme sowie Aufenthalt in trockenen und verrauchten Räumen.

Zu einer chronischen Entzündung des Kehlkopfes kommt es u.a. durch 

  • Rauchen, oft gemeinsam mit starker Stimmbelastung,
  • berufliche Bedingungen (z.B. Arbeiten bei starker Staubentwicklung, Inhalation von Noxen im Beruf),
  • Substanzmissbrauch (z.B. Alkohol),
  • eingeschränkte bzw. erschwerte Atmung (z.B. durch die Nase, chronischer Schnupfen), chronische  Nasennebenhöhlenentzündung,
  • falsche Stimmtechnik, Stimmstörungen,
  • oberen Reflux, also das Austreten von feinen Magensäure-Nebeln aus der Speiseröhre in den Rachen,
  • andauernde Infektionen der Atemwege, Infektionen des Kehlkopfes mit Pilzen oder Bakterien,
  • Kortikosteroide (Inhalationssprays). 

Bestimmte Entzündungen des Kehlkopfes bzw. Kehlkopfbereiches betreffen vor allem Kleinkinder bzw. Kinder. Zu einer akuten Entzündung im Bereich des Kehlkopfs kommt es beispielsweise bei  Pseudokrupp. Bei einer Epiglottitis kann durch eine bakterielle Infektion mit Haemophilus influenzae – und aufgrund des dadurch entzündeten und verdickten Kehlkopfdeckels – der obere Atemweg verlegt werden. Dadurch kann ein schwerer Notfall eintreten.

Informationen dazu finden Sie unter

Welche Symptome können auftreten?

Der Kehlkopf befindet sich am oberen Ende der Luftröhre. Er verschließt die Atemwege beim Schlucken. Auch an der Stimmbildung ist er beteiligt (Stimmlippen und Stimmbänder). Beschwerden einer Kehlkopfentzündung machen sich daher u.a. an der Stimme bemerkbar.

Die akute Laryngitis zeigt sich u.a. durch:

  • Heiserkeit bis zur Stimmlosigkeit (Aphonie),
  • Trockenheitsgefühl,
  • Reizhusten und Räusperzwang,
  • Schmerzen.

Symptome einer chronischen Laryngitis sind u.a.:

  • Starke Heiserkeit, die über Wochen besteht, wechselnde Heiserkeit,
  • Reizhusten,
  • Trockenheitsgefühl,
  • Räusperzwang,
  • Gefühl, als würde ein Fremdkörper im Hals sein.

Eine immer wiederkehrende chronische Laryngitis kann ein Verdachtsmoment für Kehlkopfkrebs sein.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Ärztin/der Arzt macht sich ein Bild vom gesundheitlichen Zustand der Patientin/des Patienten. Sie/er führt ein Anamnese-Gespräch und verschiedene Untersuchungen durch. Symptome bzw. Beschwerden geben Hinweise. Um den Kehlkopf genau zu untersuchen, wird eine Laryngoskopie durchgeführt. Mittels dieser Untersuchung können die Schleimhaut, Veränderungen, Auflagerungen sowie die Beweglichkeit der Stimmlippen beurteilt werden. Es werden zwei Formen unterschieden:

  • Indirekte Laryngoskopie
  • Direkte Laryngoskopie

Bei der indirekten Laryngoskopie wird die Zunge vorsichtig nach vorne gezogen. Mittels Spiegel (Kehlkopfspiegel) oder Endoskop kann die Ärztin/der Arzt vom Gaumenzäpfchen bzw. der hinteren Rachenwand aus auf den Kehlkopf blicken.

Bei der direkten Laryngoskopie wird ein spezielles Instrument (Laryngoskop, Endoskop) zum Kehlkopf oder in den Kehlkopf eingeführt. Diese Untersuchung wird unter Narkose vorgenommen. Eine direkte Laryngoskopie kann außerdem dazu genutzt werden, mittels Mikroskop und Endoskop mikrochirurgische Eingriffe vorzunehmen. 

Unter Umständen werden weitere Untersuchungen veranlasst, z.B. Röntgen, CT, Ultraschall, Entnahme und Untersuchung von Gewebeproben, weitere Laboruntersuchungen etc.

Wie erfolgt die Behandlung?

Generell wird die zugrunde liegende Ursache therapiert bzw. müssen Auslöser vermieden werden. 

Die Therapie bei akuter Kehlkopfentzündung erfolgt u.a. durch:

  • Schonung der Stimme,
  • Rauchverbot.

Zudem können Dampfinhalationen (z.B. mit Wasserdampf und Kochsalz, Zusatz von Salbei oder Kamille) und ev. warme Halswickel hilfreich sein. Außerdem sollte auf ausreichendes Trinken sowie Trinken warmer Getränke geachtet werden – sowohl bei akuter als auch chronischer Laryngitis.

Je nach Ausprägung können Kortison-Sprays, Antibiotika (bei bakterieller Entzündung), weitere schmerz- und entzündungshemmende sowie schleimlösende Präparate verordnet werden. Zudem werden bestehende andere Erkrankungen berücksichtigt und behandelt (z.B. Nebenhöhlenentzündung, oberer Reflux).

Die Therapie bei chronischer Kehlkopfentzündung erfolgt u.a. durch:

  • Schonung der Stimme,
  • Rauch-, Alkoholverbot,
  • Meiden des Auslösers (z.B. Stäube, Allergene),
  • Meiden scharfer Gewürze.

Dampfinhalation mit heißem Wasser und Emser Salz oder Sole können vorgenommen werden. Zudem müssen zugrunde liegende Erkrankungen behandelt werden. Weitere Informationen dazu finden Sie z.B. unter Reflux oder Nasennebenhöhlenentzündung.

Bei falscher Stimmtechnik werden logopädische Maßnahmen gesetzt (logopädische Übungen). Trockene, staubige sowie verrauchte Luft sollte generell (auch vorbeugend) gemieden werden. Vorbeugende Maßnahmen können helfen, Infekte zu vermeiden. Weitere Informationen zu vorbeugenden Maßnahmen hinsichtlich einer Erkältung finden Sie unter   Grippaler Infekt: Diagnose & Therapie.

Informationen zur Raucherentwöhnung finden Sie unter Mit dem Rauchen aufhören: Angebote und Methoden.

Wohin kann ich mich wenden?

Ansprechpartner sind

  • Hausärztin/Hausarzt, 
  • bei Kindern zudem Fachärztin/Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde,
  • Fachärztin/Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO). 
  • Außerdem können Logopädinnen/Logopäden involviert sein.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die e-card ist Ihr persönlicher Schlüssel zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von Ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger übernommen. Bei bestimmten Leistungen kann ein Selbstbehalt oder Kostenbeitrag anfallen. Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrem Sozialversicherungsträger. Weitere Informationen finden Sie außerdem unter:

Beratung & Hilfe

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