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Richtiger Sonnenschutz in Beruf und Freizeit

Zimmermann arbeitet in der Sonne © sculpies
11.06.2018

Strahlend sonniges Wetter macht den Urlaub für viele erst richtig schön. Anders ist das bei Arbeiten im Freien: Hier kann Sonne und Hitze oft zur Belastung werden. Egal ob Freizeit oder Beruf: Wichtig ist in jedem Fall ein guter Sonnenschutz. Denn: Zu viel UV-Strahlung kann Schäden an Haut und Augen verursachen und zu Hautkrebs führen.

Die UV-Strahlung ist von April bis Anfang September um die Mittagszeit – also zwischen 11:00 Uhr und 15:00 Uhr – am höchsten. 

In dieser Zeit ist Sonnenschutz besonders wichtig. Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, steigt durch jeden Sonnenbrand – vor allem in jungen Jahren. Auch für die Augen stellt die Sonne ein Gesundheitsrisiko dar: Zu den möglichen Erkrankungen zählen Hornhaut- und Bindehautentzündung sowie Grauer Star.

Sonnenschutz bei Arbeiten im Freien

Besonders bei Arbeiten im Freien bedeutet Sonnenschutz mehr als nur Eincremen. Hier sind umfassende Schutzmaßnahmen notwendig, betont die AUVA in einer Presseaussendung. Die wirksamste Maßnahme ist das Vermeiden direkter Sonneneinstrahlung. Nach Möglichkeit sollten Arbeiten in Innenräume verlegt oder Arbeitsplätze mit Sonnensegeln und Sonnendächern beschattet werden. Auch die Rotation von Arbeitskräften kann helfen, um die UV-Belastung des Einzelnen zu reduzieren.

Kein nackter Oberkörper! 

Persönliche Schutzausrüstung kommt zum Einsatz, wenn technische und organisatorische Maßnahmen ausgeschöpft sind. An erster Stelle steht hier Kleidung mit dem Sonnenschutzfaktor UPF 50+, das heißt die Belastung durch UV-Strahlung wird mindestens auf ein Fünfzigstel (zwei Prozent) reduziert.

Moderne Funktionskleidung leitet den Schweiß nach außen ab und kann sogar einen kühlenden Effekt haben. Kappen oder Arbeitshelme sollten mit einem zusätzlichen Nackenschutz ausgestattet sein, um den besonders betroffenen Nacken zu schützen. Unbedeckte Körperstellen sollten unbedingt mit Sonnenschutzmittel eingecremt werden, so die AUVA. 

 Augen besonders gefährdet

Eine Sonnenbrille mit passendem UV-Filter schützt die Augen wirkungsvoll. Speziell bei Arbeiten in der Nähre reflektierender Oberflächen, z.B. bei der  Blechbearbeitung oder bei Höhenbaustellen sind Sonnenbrillen, am besten mit Seitenschutz, notwendig, wobei hier auf den Seitenschutz sowie den Tragekomfort geachtet werden sollte. Eine Schutzbrille mit Polarisationsfilter vermeidet störende Reflexionen.

Die Brille muss darüber hinaus für die Eignung als persönliche Schutzausrüstung bei der Arbeit ein CE-Kennzeichen haben sowie eine Schutzstufe (häufig 5-2 oder 5-2,5) nach „EN 172“ aufweisen. Für den Freizeitbereich sind Sonnenschutzbrillen der Kategorie 2 oder 3 ausreichend. In einem Optik-Fachgeschäft kann man bei Unklarheiten den UV-Schutz eines Brillenglases rasch und einfach feststellen lassen. 

 Tipps zum Sonnenschutz bei Arbeiten im Freien

  • Direkte Sonne und Mittagssonne meiden.
  • Flexible Arbeitszeiten nützen.
  • Nie länger als unbedingt notwendig in der Sonne bleiben.
  • Arbeitsbereich beschatten.
  • Kleidung und Sonnenschutzbrille tragen.
  • Möglichst viel Haut bedecken (Kopf, Nacken).
  • Unbedeckte Körperstellen eincremen (insbesondere Ohren, Nase, Lippen, Unterarme).

 Weitere Informationen:

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