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Impfstoff und Injektionsnadel © ursule

Meningokokken-Meningitis

Die Meningokokken-Meningitis ist eine Form der Hirnhautentzündung (Meningitis), die durch Meningokokken hervorgerufen wird. Meningokokken-Erkrankungen werden von Bakterien namens Neisseria meningitidis hervorgerufen. Sie betreffen in erster Linie die weichen Häute von Gehirn und Rückenmark, an denen sie gefährliche Entzündungen hervorrufen können.

Erreger: Meningokokken 

Übertragung: Tröpfcheninfektion (d.h. Husten, Niesen etc.) von gesunden Bakterienträgern und Erkrankten

Verbreitung: weltweit. Epidemische Bedeutung haben die Serotypen A, B, C, W und Y. In Europa spielt der Serotyp B die wichtigste Rolle. Klassische Hochrisikogebiete sind tropisches Ost- und Westafrika, Naher Osten (v.a. Saudi-Arabien) und Mittlerer Osten (v.a. Kaschmir und Nepal), seltener Nordafrika und südliches Afrika. Informationen der WHO zu den Risikoländern.

Inkubationszeit: zwei bis zehn Tage

Beschwerdebild: anfänglich uncharakteristische Allgemeinbeschwerden, danach zunehmende, schwer behandelbare Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, hohes Fieber, Nackensteife und Bewusstseinsstörungen bis zu Bewusstlosigkeit (manchmal binnen weniger Stunden), eventuell auch Hautausschlag. In schwersten Fällen kann es innerhalb weniger Stunden zum Tod durch Herz-Kreislauf-Versagen bei massivsten Blutgerinnungsstörungen kommen.

Diagnose: durch Lumbalpunktion (Kreuzstich)

Therapie: rascher Einsatz von Antibiotika (Penicilline, Cephalosporine). Zusätzlich sind meist intensivmedizinische Maßnahmen erforderlich. Tödliche Ausgänge liegen im Rahmen von fünf bis zehn Prozent, selbst bei raschem und richtigem Therapieeinsatz. Unbehandelt steigt dieser Prozentsatz auf 60 bis 80 Prozent.

Vorbeugung: Schutzimpfung (vierfach Impfung)
  

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