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Ärztin untersucht Mädchen © © goodluz

Diphtherie

Diphtherie ist eine durch ein Bakterium (Corynebacterium diphtheriae) ausgelöste, schwere Infektionskrankheit mit fest haftenden Belägen auf den Mandeln (Tonsillen), der Rachen-, Kehlkopf- und Halsschleimhaut. Die Infektion tritt vorwiegend in den Wintermonaten auf. In Westeuropa ist die Krankheit selten geworden, da Kinder im ersten Lebensjahr geimpft werden.  

Erreger: Corynebacterium diphtheriae

Verbreitung: Osteuropa, tropische und subtropische Entwicklungsländer.
Die Erkrankung kommt so gut wie nie bei Touristen vor. Im Jahr 2014 sind laut Statistik Austria zwei Fälle von Diphtherie in Österreich gemeldet worden.

Übertragung: Kontakt mit infizierten Personen oder verseuchten Gegenständen. Infektiös sind Sekrete von Nase, Rachen, Haut, Augen und Wunden. Die Übertragung erfolgt durch eine Tröpfcheninfektion beispielsweise beim Niesen oder Husten.

Inkubationszeit: zwei bis fünf Tage.

Beschwerdebild: Die Bakterien befallen die Schleimhäute von Mund, Rachen und Kehlkopf und produzieren ein Gift, das Diphtherietoxin. Es wird über die Blutbahn im ganzen Körper verteilt und schädigt auch andere Organe. Unterschieden werden drei verschiedene Formen bzw. Schweregrade.

  • Die lokal beschränkte Form bleibt auf Nase, Rachen, Kehlkopf oder – selten – Wunden begrenzt. Sie kann sich durch Schnupfen, Fieber, Erbrechen, Schluckbeschwerden, grau-weiße Beläge in der Mandelregion sowie Lymphdrüsenschwellung äußern.
  • Bei der fortschreitenden Diphtherie kommt es gleichzeitig zu einer Entzündung der oberen Atemwege und der Bronchien.
  • Die toxische Diphtherie als schwerste Form verursacht zusätzlich Kreislaufprobleme, Blutungsneigung sowie Schädigung von Leber, Nieren, Herzmuskel und Nerven. Im schlimmsten Fall führt sie durch Herzversagen oder Atemlähmung zum Tod. Ein bis zwei von zehn Diphtherie-Erkrankungen enden tödlich. Schwere Verlaufsformen können bleibende Organschäden nach sich ziehen.

Diagnose: Nachweis der Bakterien aus dem Abstrich. Die Erkrankung ist meldepflichtig!

Therapie: Antibiotika, Diphtherie-Antiserum.

Vorbeugung: Schutzimpfung.

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