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Frau im Solarium © djile

Wie UV-Strahlen auf den Körper wirken

Die wichtigste Quelle natürlicher UV-Strahlung ist die Sonne. Ihre Strahlen spenden Wärme, aktivieren Körperprozesse und lassen unsere Stimmung steigen. Die energiereichen UV-Strahlen können aber auch den Körper schädigen, vor allem Haut und Augen. Die Haut schützt sich vor starker Strahlung durch Bräunung. In Solarien wird diese Schutzreaktion durch künstliche UV-Strahlen hervorgerufen, um eine kosmetische Hautbräunung zu erzielen.

So bräunt die Haut

Die langwelligen UVA-Strahlen dringen tief in das Bindegewebe der Haut ein und regen dort die pigmentbildenden Zellen zur Produktion von Melanin an. Melanin ist ein Pigment (Farbstoff) und für die Färbung der Haut, der Haare und der Augen verantwortlich.

Die kurzwelligen, sehr energiereichen UVB-Strahlen führen zu einer schnellen Produktion von Melanin in der Oberhaut an. Diese Vorgänge bewirken eine Bräunung der Haut und bilden einen gewissen Schutz. Je mehr Melanin in der Haut eines Menschen vorhanden ist, desto länger ist die Eigenschutzzeit der Haut.

Die „natürliche Pufferzeit“, um eine Phase mit intensiverer UV-Bestrahlung ohne Sonnenbrand und Hautschäden überstehen zu können, hängt vom Hauttyp ab. Je nach Typ reagiert die Haut unterschiedlich sensibel auf die UV-Strahlung. Bei Personen mit sehr heller Haut und vielen Sommersprossen (Hauttyp I) ist der Eigenschutz sehr gering – die Haut bräunt nie und bekommt sehr schnell einen Sonnenbrand. Menschen mit hellbrauner oder dunkler Haut (Hauttyp IV) hingegen haben kaum eine Sonnenbrandneigung und bräunen sehr gut.

Achtung! Bei Kindern und Jugendlichen ist der Eigenschutz der Haut geringer als bei Erwachsenen. Ihre Haut ist noch dünn und kann nicht ausreichend bräunen. Sie sind daher für Sonnenbrand besonders anfällig.

Bildung von Vitamin D

Die UVB-Strahlen haben eine wichtige Funktion für den Stoffwechsel: Sie helfen dem Körper, Vitamin D3 zu bilden. Dieses Vitamin sorgt gemeinsam mit den Mineralstoffen Phosphor und Kalzium für den Knochenaufbau.

In Verbindung mit einer normalen, ausgewogenen Ernährung benötigt der Mensch nur geringe Mengen an UVB-Strahlen, um den Körper mit Vitamin D3 zu versorgen. Die Mengen liegen deutlich unter jener Strahlendosis, bei der die Haut erkennbar mit einer klar abgegrenzten Hautrötung (Erythem) auf die Strahlung reagiert, also unter der sogenannten erythemwirksamen Bestrahlungsstärke.

Hinweis Als grober Richtwert für ausreichende UVB-Strahlung zur Bildung von Vitamin D3 gilt: Ca. fünf bis 30 Minuten Sonnenlicht auf Hände, Beine und Gesicht zwei- bis dreimal pro Woche. Dies gilt auch bei bewölktem Himmel.

Je nach Hauttyp bzw. Stärke der Sonneneinstrahlung können sich die Werte etwas verändern. Bei Personen mit Hauttyp I ist eine etwas kürzere Dauer notwendig als beim Hauttyp IV. Wichtig ist ein Aufenthalt im Freien, denn durch Fensterscheiben können keine UVB-Strahlen dringen und daher kann auch kein Vitamin D3 gebildet werden.

Auf die Menge kommt es an

Die natürliche UV-Strahlung ist nicht immer gleich stark. Jahreszeit, Tageszeit, geografische Breite, Bewölkung und große Wasser- oder Schneeflächen beeinflussen die Strahlungsintensität. In Solarien wird die künstliche UV-Strahlung durch unterschiedlich starke Lampen erzeugt und eventuell durch Filter gedämpft.

Entscheidend, ob eine bräunende Wirkung oder ein schädlicher Sonnenbrand auftritt, ist die Menge: Je stärker die UV-Strahlung, je länger die Bestrahlungsdauer und je kürzer der Bestrahlungsabstand, desto größer ist die Strahlungsmenge, die den Körper trifft. Deshalb Vorsicht: Überdosierungen schaden der Gesundheit!

Gesundheitsrisiken durch UV-Strahlung

Zu viel UV-Strahlung verursacht akute oder chronische Schäden. Davon sind überwiegend die Haut (z.B. Sonnenbrand, Lichtallergien, Hautkrebs) oder die Augen (z.B. Hornhaut-, Bindehautentzündung, grauer Star) betroffen. Aber auch das Immunsystem wird durch Überdosierungen belastet. Dies kann zu viralen (z.B. Herpes – „Fieberblasen“) oder bakteriellen Infektionen und Pilzerkrankungen führen. Je mehr natürlicher und künstlicher UV-Strahlung der Körper im Laufe der Jahre ausgesetzt war, desto höher ist das Risiko für chronische Schäden wie z.B. bösartiger Hautkrebs oder Augenerkrankungen. Darüber hinaus trägt die UV-Strahlung und hier besonders die UVA-Strahlen zur vorzeitigen Alterung der Haut bei und können Langzeitschäden verursachen, die nicht gleich ersichtlich sind.

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