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Sonnenschutz-Packung und Badeschuhe © thomasklee

So wirken Sonnenschutzmittel

Sonnenschutzmittel sind Mittel, die ausschließlich oder überwiegend einem Zweck dienen: vor UV-Strahlen zu schützen. Sie enthalten verschiedene Filter – UVA-/UVB-Breitbandfilter –, die die UV-Strahlung absorbieren, streuen oder reflektieren. Sonnenschutzmittel bieten nicht nur Schutz, sondern können pflegende Substanzen enthalten sowie die Haut mit Feuchtigkeit versorgen. Wesentlich ist neben Vorsichtsmaßnahmen bezüglich Sonne die richtige Anwendung der Sonnneschutzmittel . . .

UVB-Filter & Lichtschutzfaktor

Das Maß für die Wirksamkeit eines UVB-Filters wird durch den LSF (Lichtschutzfaktor, SPF, Sunburn Protection Factor) bestimmt. Egal ob Sonnenmilch, -spray, -creme oder -öl – Produkte mit einem LSF von 6 bieten das niedrigste Schutzniveau. Prinzipiell ist es ratsam den höchsten LSF zu wählen. Ein sehr hohes Schutzniveau hat die Kategorie 50+. Sonnenschutzmittel liefern jedoch KEINEN 100-prozentigen UV-Schutz. Auch Sunblocker lassen Sonnenstrahlen durch. Auf zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen sollte daher nie verzichtet werden. Beachten Sie, dass jeder Mensch unterschiedlich auf die Sonne reagiert und verschiedene Faktoren beim Sonnenbad mitspielen, z.B. die Tageszeit.

Näheres zur Wirkung der Sonne finden Sie im Artikel Die Sonne und ihre Wirkung.

Übersicht Schutzniveau und Lichtschutzfaktor:

Sonnenschutzkategorie Auf dem Sonnenschutzmittel angegebener Lichtschutzfaktor (SPF oder LSF)
niedrigstes Schutzniveau 6, 10
mittleres Schutzniveau 20–30
sehr hohes Schutzniveau – (empfohlen!) 50+


UVA-Filter

Der LSF bezieht sich nur auf die UVB-Strahlen, nicht jedoch auf die Wirkung von UVA-Strahlen. UVA-Filter schützen vor langfristigen Schäden und können beispielsweise bei durch UVA-Licht ausgelöster polymorpher Lichtdermatose (häufigste Form der „Sonnenallergie“) helfen. Der UVA-Schutz muss mindestens ein Drittel des angegebenen LSF betragen, erst dann weisen Produkte das genormte UVA-Zeichen auf.

Wasserfester Sonnenschutz

Wasserfeste Sonnenschutzmittel lassen sich zwar nicht so leicht durch Wasser entfernen, verlieren aber durch Abtrocknen, langes Baden oder Schweiß an Wirkung. Deshalb gilt auch für wasserfeste Produkte: Nachcremen!

Haltbarkeit & Lagerung

Sonnenschutzprodukte sind begrenzt haltbar. Bei Mitteln, die länger als 30 Monate haltbar sind, muss die Haltbarkeit durch das Symbol eines geöffneten Cremetopfes gekennzeichnet werden. In diesem ist angegeben, wie viele Monate nach dem Öffnen das Produkt ohne Qualitätseinbußen verwendet werden kann. Produkte, die weniger lange als 30 Monate haltbar sind, weisen ein Haltbarkeitsdatum auf.

Sonnenschutzmittel können allerdings – beispielsweise durch Sand – verunreinigt werden. Außerdem sollten die Mittel weder in der Sonne noch in der Hitze gelagert werden. Im Zweifelsfall gilt: Die bereits geöffnete Sonnencreme aus der Vorsaison lieber durch eine neue ersetzen.

Anwendung von Sonnenschutzmitteln

Grob gesagt, ist die Eigenschutzzeit (Zeitraum, in dem die Haut vor Schädigungen der UV-Strahlung von selbst schützt) bei Menschen mit dunkler Haut- und Haarfarbe länger als jene von Menschen mit hellem Teint und hellem Haar. Je heller die Haut, desto lichtempfindlicher reagiert sie auf Sonnenstrahlen und desto höher sollte der Lichtschutzfaktor ausgewählt werden. Dies ist allerdings kein zuverlässiger Parameter. Jeder Mensch reagiert individuell auf Sonnenlicht – Kinder reagieren besonders sensibel. Daher lautet die Devise: Vorsicht walten lassen! Auch Menschen mit dunkler Haut- und Haarfarbe können einen Sonnenbrand bekommen. Oftmals ist es daher sinnvoll, zum Sonnenschutzmittel mit höherem Lichtschutzfaktor zu greifen bzw. im Schatten zu bleiben, wo die Sonne eine geringere Wirkung hat.

Wer sich gut vor den Sonnenstrahlen und ihren negativen Folgen schützen möchte, muss Sonnenschutzmittel richtig anwenden. Darauf sollten Sie achten:

  • Verwenden Sie Mittel, die vor UVA- und UVB-Strahlung schützen sowie möglichst wasserfest bzw. schweißresistent sind.
  • Wählen Sie einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor bzw. zumindest ein dem Hauttyp entsprechendes Mittel.
  • Tragen Sie das Sonnenschutzmittel rechtzeitig vor dem Aufenthalt in der Sonne auf, um die volle Wirkung des Mittels zu erhalten.
  • Cremen Sie sich großzügig ein.
  • Vergessen Sie nicht, Nacken, Ohren, Zehen, Fußsohlen, Finger etc. einzucremen.
  • Regelmäßig und ausreichend nachcremen: vor allem nach dem Schwimmen, Abtrocknen und bei starkem Schwitzen. Achtung: Die Schutzzeit wird durch das Nachcremen nicht verlängert.

Hinweis Manche Menschen können auf Inhaltsstoffe von Sonnenschutzmitteln (wie beispielsweise Emulgatoren, Duftstoffe oder Konservierungsstoffe) allergisch reagieren. Sprechen Sie darüber mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt. Auch Ihre Apothekerin/Ihr Apotheker informieren Sie über entsprechende Mittel für den Sonnenschutz.

Weitere Infos finden Sie zudem unter Der richtige Sonnenschutz.

Hier erhalten Sie die Informationen zu Sonnenschutz & Sonnenschutzmittel in Gebärdensprache.


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