Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Auf Männerbauch gemalte Sonne © Henry Schmitt

Die Sonne und ihre Wirkung

Jeder Mensch braucht Sonne. Ihre Wärme und ihr Licht lassen die Stimmung steigen. Sie aktiviert Prozesse im Körper, ist beispielsweise für die Bildung von Vitamin D in der Haut wichtig und damit für den Knochenstoffwechsel. Ein Zuviel an UV-Strahlen kann sich jedoch negativ auswirken. Manche Folgen treten rasch auf, zum Beispiel in Form eines Sonnenbrandes. Andere machen sich oft erst Jahre später bemerkbar, etwa durch vorzeitige Hautalterung oder sogar durch eine Hautkrebserkrankung.

Das Sonnenlicht

Ein großer Teil des Sonnenlichts setzt sich aus – für den Menschen unsichtbarer – ultravioletter Strahlung zusammen (UV-Strahlung). Sie besteht aus:

  • langwelliger UVA-Strahlung,
  • kurzwelliger UVB-Strahlung und
  • UVC-Strahlung.

Ozon in hoher Atmosphäre (Ozonschicht) hält UVB-Strahlung teilweise und UVC-Strahlung vollkommen ab. Ein Teil der UVB-Strahlen und die UVA-Strahlen der Sonne erreichen uns jedoch – vor allem, wenn wir uns ungeschützt in der prallen Sonne aufhalten.

Wie intensiv die Sonnenstrahlung ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. von Jahres- und Tageszeit, geografischer Breite u.v.m. An Sonnenschutz sollte generell in jeder Jahreszeit gedacht werden, nicht nur beim Badeurlaub im Sommer. Bedenken Sie, dass UV-Strahlung auch im Schatten oder bei Bewölkung vorhanden ist. Da man UV weder sehen noch spüren kann, wird die UV-Belastung oft unterschätzt. Oft ist man der direkten Sonne ausgesetzt, ohne es zu beachten oder es zu merken.

Ein möglichst aktives Leben auch im Freien (out-door) zu führen, ist u.a. für den Vitamin-D Haushalt wichtig. Allerdings sind Vorsichtsmaßnahmen angebracht, wie entsprechendes Verhalten hinsichtlich UV-Strahlung (z.B. durch Vermeidung von direkter, starker Sonne, Kopfbedeckung, Kleidung etc.).

UVA- und UVB-Strahlen

UVA-Strahlen sind es, die tief in die Haut eindringen und uns zu einer kurz anhaltenden Bräunung verhelfen, indem das schon in tieferen Hautschichten vorhandene Melanin (Pigment) weiter nach außen transportiert wird.

Eine zu hohe „UVA-Dosis“ führt zu trockener Haut und zu einer Schädigung der elastischen Fasern. Vorzeitige Hautalterung mit Faltenbildung ist nur eine der langfristigen Folgen. Zudem ist die UVA-Strahlung an der sogenannten polymorphen Lichtdermatose (die häufigste „Sonnenallergie“) mitbeteiligt. UVA-Licht kann außerdem die Zellen schädigen und dazu beitragen, das Hautkrebsrisiko zu erhöhen.

Durch UVB-Strahlen werden die sogenannten Melanozyten (pigmentbildende Zellen in der Oberhaut) angeregt, den Farbstoff Melanin bis zu einem gewissen Grad vermehrt zu produzieren. Die Haut wird braun und verdickt sich. Diese Vorgänge dienen der Haut als Schutz. Der Zeitraum, in dem die Haut uns vor Schädigungen der UV-Strahlung von selbst schützt, ist die sogenannte Eigenschutzzeit der Haut. Je mehr Melanin vorhanden ist, desto länger ist diese „natürliche Pufferzeit“. 

Sowohl UVB- als auch UVA-Strahlen lösen bei zu langer Sonneneinstrahlung Sonnenbrand aus, der wiederum die Haut schädigt und das Risiko für Hautkrebs erhöht. Weitere Informationen zu Sonnenbrand und Hautkrebs.

Regelmäßige Untersuchung der Haut bei Hautärztin/Hautarzt ist eine wichtige Maßnahme in Bezug auf Hautkrebs – insbesondere bei Personen mit erhöhtem Hautkrebsrisiko. Informationen finden Sie unter Hautvorsorge beim Arzt

Infos zur UV-Strahlung u.a. in Österreich finden Sie auf der Website der ZAMG (Zentralanstalt für
Meteorologie und Geodynamik).

Hier erhalten Sie die Informationen zu Sonnenschutz in Gebärdensprache.

Beratung & Hilfe

Downloads & Broschüren

Tools & Quizzes

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen