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Erschöpfte Frau am Arbeitsplatz © Gernot Krautberger

Was ist Burnout?

Wenn eine lang andauernde Belastung zur Überforderung wird und auch nicht zu vermeiden ist, kann es zum Burnout-Syndrom kommen. Nicht immer muss der Beruf schuld daran sein. Private oder persönliche Belastungen, wie etwa die Pflege eines schwerkranken Angehörigen führen nicht selten zu einem Zustand des Ausgebranntseins.

Definition von Burnout

Unter Burnout versteht man einen andauernden Zustand der totalen körperlichen und emotionalen Erschöpfung. Das Burnout-Syndrom fällt in der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10-Code) in die Rubrik „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ und wird als Ausgebranntsein bezeichnet. Jede/jeder kann betroffen sein. Burnout hat nichts mit persönlichem Versagen zu tun. Oft sind es sehr leistungsbereite und motivierte Menschen, die ausbrennen.

Burnout kann bis hin zur Depression mit Selbstmordgefahr und zum totalen emotionalen, geistigen und körperlichen Zusammenbruch führen.

Die Ursachen von Burnout

Nicht nur äußere Faktoren wie wachsender Druck am Arbeitsplatz machen den Weg frei für ein Burnout-Syndrom. Auch persönliche Verhaltensmuster oder Einstellungen können den Nährboden für das Ausbrennen bereiten. Lang anhaltender Stress, kombiniert mit mangelnder Erholung und nicht ausreichender Stressverarbeitung, erhöht das Risiko, ein Burnout-Syndrom zu entwickeln. Nähere Informationen finden sie unter Stress & Erholung.

Werden Sie nicht zu Ihrem eigenen Feind!

Viele kennen den täglichen Drang, sich zu beweisen. Doch die Frage ist: Muss man das wirklich immer und vor allen Leuten? Aus Angst vor Konflikten immer Ja zu sagen, kann sich ebenfalls als gefährliche Falle entpuppen. Ein ausdrückliches Nein sollte jeder/jedem zugestanden werden. Perfektionistinnen/Perfektionisten setzen sich meist in vielen Lebensbereichen zu hohe Ziele. Doch die Wahrheit ist: Nobody is perfect.

Vor allem Menschen in sozialen bzw. helfenden Tätigkeiten laufen häufig Gefahr, nicht genug auf sich selbst zu achten. Tatsache ist jedoch: Nur wer selbst Kräfte zur Verfügung hat, kann auch helfen.

Wenn Arbeit krank macht

Arbeit kann viel Freude machen, aber auch sehr viel Stress verursachen. Zu den größten Stressfaktoren am Arbeitsplatz gehören unter anderem das „Hamsterrad-Syndrom“ (immer zu viel zu tun haben), Misstrauen, Konkurrenz, fehlendes Feedback und fehlender Handlungsspielraum.

Burnout im Arbeitsbereich macht sich durch drei Kernsymptome bemerkbar:

  • berufliche Ineffektivität (Selbsteinschätzung, „Schaffe ich das noch?“, „Meine Arbeit ist nichts wert“)
  • Erschöpfung als Zeichen individueller Stressreaktion (emotionales „Ausgebranntsein“)
  • Distanzierung und Zynismus (Depersonalisation)

Wie Sie Burnout am Arbeitsplatz vorbeugen können, erfahren Sie unter Gesundes Engagement im Beruf.
Weitere Informationen finden Sie außerdem unter Stress im Berufsleben und unter Wenn die Psyche Hilfe braucht.

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