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Mann hinter Aktenstapel © fotodesign-jegg.de

Phasen und Symptome

Die völlige Burnout-Erschöpfung ist nicht plötzlich von einem Tag auf den anderen da. Burnout ist ein Prozess, der modellhaft in zwölf Stadien beschrieben werden kann (nach Freudenberger und North). Von der Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse über Verhaltensänderungen bis hin zu innerer Leere und Depression.

Diese Entwicklungen laufen ab, ohne dass man sich dessen bewusst ist!

Burnout-Stadien im Überblick

  • Stadium 1: Zwang, sich zu beweisen (aus gesundem Engagement kann übersteigerter Ehrgeiz werden)  bzw. Demotivation (keine Wertschätzung der geleisteten Arbeit etc.)

  • Stadium 2: verstärkter Einsatz (Man versucht, es immer besser zu machen – ungeachtet der eigenen körperlichen/psychischen Möglichkeiten sowie der betrieblichen Rahmenbedingungen.)

  • Stadium 3: Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse (Soziale Kontakte, Ruhe und Entspannung sind nicht mehr so wichtig wie zuvor. Man hat das Gefühl, sich dafür keine Zeit nehmen zu können.)

  • Stadium 4: Verdrängung von Konflikten und Bedürfnissen (es kommt immer häufiger zu Fehlleistungen wie etwa Verspätungen, Verwechslungen etc. und auch zu Konflikten in Partnerschaft und/oder Familie)

  • Stadium 5: Umdeutung von Werten (Man „stumpft" ab: die Beziehungen rücken beispielsweise gegenüber der Arbeit in den Hintergrund; was einem lieb und teuer war, kommt im Leben kaum mehr vor)

  • Stadium 6: verstärkte Verleugnung aufgetretener Probleme (Abschottung von der Umwelt, Zynismus, Aggression, Ungeduld, deutliche körperliche Beschwerden etc.)

  • Stadium 7: sozialer Rückzug (Orientierungs- und Hoffnungslosigkeit, „Dienst nach Vorschrift“, Ersatzbefriedigungen treten in den Vordergrund)

  • Stadium 8: Verhaltensänderungen (werden oft im sozialen Rückzug deutlich, Ersatzbefriedigungen – wie etwa Alkoholkonsum, Shoppen, Essen)

  • Stadium 9: Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit (man fühlt sich nicht mehr als aktiv das eigene Leben steuernd, „es“ steuert einen)

  • Stadium 10: innere Leere (Mutlosigkeit, Angst, Panik, Ersatzbefriedigungen werden exzessiv)

  • Stadium 11: Depression (Erschöpfung, Verzweiflung, Suizidgedanken). 

  • Stadium 12: völlige Burnout-Erschöpfung (emotionaler, körperlicher und geistiger Zusammenbruch)

Erste Burnout-Warnzeichen können die Zunahme von Überstunden, Fehlleistungen, in weiterer Folge häufigere Krankenstände oder Erschöpfung sein. Auch emotional auffällig anderes Verhalten oder körperliche Symptome (wie etwa Kopf-Schmerzen, Schwindel oder vermehrtes Schwitzen) sind möglich. Es ist wichtig, auf sich und die eigenen Bedürfnisse zu achten, um nicht Gefahr zu laufen auszubrennen. Seelische und körperliche Beschwerden sollten in jedem Fall ernst genommen und abgeklärt werden.

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