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Besprechung im Büro © nyul

Gesundes Engagement im Beruf

Unter Arbeitsengagement versteht man einen motivierten, positiven Zustand der Erfüllung. Dieses Engagement zeichnet sich dadurch aus, dass sich jemand voller Vitalität und Hingabe einer Arbeitsaufgabe widmet und darin aufgeht. Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber sind verpflichtet, für Sicherheit und Gesundheitsschutz der Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer zu sorgen. 

Arbeitsengagement fördern

Folgende Faktoren können sich unter anderem fördernd auf das Arbeitsengagement auswirken:

  • Lob durch Vorgesetzte
  • Mitspracherecht und Entscheidungsspielraum
  • Positives Arbeitsumfeld
  • Die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten weiterzuentwickeln
  • Gute Führungsstrategie der Vorgesetzten (Interesse an Mitarbeitern, Hochhaltung von Werten etc.)
  • Faire Lohneinstufung
  • Interessante Tätigkeit

Leistungsdruck am Arbeitsplatz, Zeit- und Konkurrenzdruck, zu wenig Personal, mangelnde Unterstützung durch Kolleginnen/Kollegen und Vorgesetzte, unrealistische Leistungsforderungen und vieles mehr können hingegen zur Entwicklung eines Burnouts beitragen.

Burnout vorbeugen

Burnout ist ein schleichender Prozess. Damit es gar nicht so weit kommt, ist es wichtig, auf sich zu achten und frühzeitige Warnsignale zu erkennen. Das Unternehmen kann hierbei einen entscheidenden Stellenwert einnehmen – und durch betriebliche Gesundheitsvorsorge und -förderung wichtige Vorsorgearbeit leisten. Ein menschlicher Führungsstil und das Ernstnehmen von Veränderungen im Verhalten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind dabei wesentlich.

Weitere Informationen finden Sie unter Was ist Burnout? und unter Phasen und Symptome.

Ein allgemeingültiges Rezept zur Verhinderung von Burnout gibt es nicht. Allerdings können Faktoren wie Mitspracherecht, positives Arbeitsumfeld etc. (siehe Arbeitsengagement) helfen, Burnout zu verhindern. Weitere positive und präventive Einflussfaktoren bei der Arbeit sind z.B.:

  • Gutes Arbeits- und Betriebsklima, gute Zusammenarbeit mit Kolleginnen/Kollegen
  • Angemessene Karriereentwicklung
  • Angemessene Arbeitsbelastung und Verantwortung
  • Vorgesetzte, die als unterstützend wahrgenommen werden
  • Klar abgegrenzte Arbeitsbereiche
  • Tätigkeiten, die als sinnvoll wahrgenommen werden
  • Supervisionsangebote (vor allem bei Berufen mit hoher sozialer und emotionaler Beanspruchung und großer Verantwortung)
  • Stress- und Kompetenztrainings, Führungskräftetrainings, Coachings etc.

Burnout ansprechen

Durch bestimmte – von Arbeitgebern und Führungskräften gesetzte – Schritte kann Burnout abgefangen werden. Auch für Betroffene sind diese Maßnahmen hilfreich:

  • Burnout thematisieren und Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Burnout informieren.
  • Gespräche anbieten (z.B. Mitarbeitergespräche).
  • Medizinischen/psychologischen Rat einholen und Betroffenen Unterstützung anbieten, z.B. durch Arbeitsmedizinerinnen/Arbeitsmediziner und Arbeitspsychologinnen/Arbeitspsychologen ­– diese können laut ArbeitnehmerInnenschutzgesetz bei psychosozialen Belastungen zur Beratung herangezogen werden. Die herangezogenen medizinischen oder psychologischen Expertinnen/Experten haben gegenüber Dritten Schweigepflicht.
  • Unterstützung durch den Betriebsrat einholen. Der Betriebsrat kann eine ideale Schnittstelle zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern sein.
  • Stigmatisierung entgegenwirken: keine Ausgrenzung Betroffener, sondern professioneller Umgang mit dem Thema.
  • Situationen, Strukturen, Organisationsabläufe etc. hinterfragen, Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen vorschlagen und umsetzen und so Entlastung schaffen (z.B. Arbeitspensum prüfen, sozial verträgliche und familienfreundliche Arbeitszeiten einführen) und vieles mehr.
  • Betriebliche Gesundheitsförderung ausbauen.

Hinweis Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber sind verpflichtet, für Sicherheit und Gesundheitsschutz der Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer in Bezug auf alle die Arbeit betreffende Aspekte zu sorgen. Sie haben Ursachen arbeitsbedingter psychischer Fehlbelastungen zu ermitteln (z.B. die Schwierigkeit der Arbeitsaufgabe, Zeitdruck), zu beurteilen und Maßnahmen zur Verbesserung des psychosozialen Arbeitsumfeldes zu treffen.

Weitere Informationen zur betrieblichen Gesundheitsförderung finden Sie
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