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Gestresster Mann im Büro © Kurhan

Burnout abklären

Um Burnout zu diagnostizieren, führt die Ärztin/der Arzt ein Anamnesegespräch, klärt körperliche sowie psychische Symptome ab und schließt mögliche andere Erkrankungen aus. Dafür können verschiedene Untersuchungen notwendig sein. Auch Expertinnen und Experten aus den Bereichen Psychotherapie oder Psychologie können im Rahmen eines Erstkontaktes den Verdacht auf ein Burnout-Syndrom stellen. Eine ärztliche Untersuchung ist jedoch zum Ausschluss anderer Krankheiten notwendig. Wichtig für die Behandlung ist das Berücksichtigen des Umfeldes, der privaten und beruflichen Situation.

Diagnose der Symptome

Völlige körperliche Erschöpfung, Zynismus gegenüber der Arbeit und beeinträchtigtes berufliches Selbstwertgefühl sind einige der wichtigsten Symptome bei einem Burnout-Syndrom. Im Laufe der Entwicklung eines Burnouts können sich jedoch viele verschiedene oft unspezifische Symptome wie beispielsweise Schmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Schlafstörungen zeigen. Nähere Informationen zur Entwicklung eines Burnouts und den einzelnen Burnout-Phasen finden Sie unter Der Weg ins Burnout. Auch der Diagnose von Begleiterkrankungen, z.B. psychologischen Problemen, kommt eine hohe Bedeutung zu.

Ein Burnout wird anhand der Symptome diagnostiziert und steht oft im Zusammenhang mit dem Arbeitsleben. Das Burnout-Syndrom gilt jedoch nicht als Berufskrankheit. Nach der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10-Code) fällt das Burnout-Syndrom in den Bereich „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“. Ist die Patientin/der Patient aufgrund des Burnouts nicht arbeitsfähig, kann ein (längerer) Krankenstand erforderlich sein.

Abhängig von den individuellen Bedürfnissen der Patientin/des Patienten werden verschiedene therapeutische Maßnahmen getroffen – beispielsweise Stressmanagement oder Psychotherapie. Weitere Informationen finden Sie unter Behandlung von Burnout.

Andere Erkrankungen ausschließen

Besondere Bedeutung kommt beim Burnout der Differenzialdiagnose zu – d.h., die Ärztin/der Arzt klärt ab, ob andere psychische, psychosomatische oder körperliche Krankheiten bzw. Störungen vorliegen. Dabei kann es sich beispielsweise um eine schwere Depression, das Chronic-Fatigue-Syndrom (CFS), Anpassungsstörungen,Alkoholmissbrauch oder generalisierte Angststörungen handeln. Auch körperliche Erkrankungen wie Autoimmunerkrankungen (z.B. Hashimoto-Thyreoiditis), Krebserkrankungen oder Mangelsyndrome (z.B. Eisenmangel) werden beachtet.

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