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Schilddrüsenszintigraphie © Alex Tihonov

Schilddrüsenszintigraphie

Bei der Schilddrüsenszintigraphie wird die Funktion der Schilddrüse bzw. bestimmter Areale der Schilddrüse bildlich dargestellt. Früher wurde dazu radioaktives Jod in Form einer Kapsel oral verabreicht. Da die Schilddrüse das einzige Organ des Körpers ist, das Jod für seine Hormonproduktion aufnimmt, wird dieses in den Stoffwechselprozess der Schilddrüse eingeschleust. Mithilfe einer Gammakamera kann ein Funktionsbild aufgezeichnet werden. Wegen der relativ hohen Strahlenbelastung durch radioaktives Jod wird dieses heute meistens durch das künstlich hergestellte IsotopTechnetium ersetzt . . . 

Wann ist eine Schilddrüsenszintigraphie erforderlich?

Die Stoffwechselaktivität in der Schilddrüse ist für die Diagnose von Schilddrüsenfunktionsstörungen wesentlich. Areale mit geringer oder fehlender Aktivität – sogenannte „kalte“ Areale oder Knoten – können ein Hinweis auf Zysten, Verkalkungen, aber auch Schilddrüsenkrebs, sein. Hohe Aktivität in der gesamten Schilddrüse bzw. in abgegrenzten Gebieten der Schilddrüse – sogenannte „heiße“ Areale oder Knoten – können auf eine Überfunktion der Schilddrüse hindeuten. Nach einer Schilddrüsenoperation zeigt die Schilddrüsenszintigraphie die noch funktionstüchtigen restlichen Areale der Schilddrüse.

Welche Vorbereitungen sind notwendig?

In manchen Fällen ist es erforderlich, dass Sie vor der Untersuchung bestimmte Medikamente (vor allem Schilddrüsenmedikamente) absetzen. Ihre Ärztin/Ihr Arzt wird Sie diesbezüglich im Vorhinein informieren. Sie müssen nicht nüchtern zur Untersuchung kommen. 

Hinweis Sollten Sie schwanger sein bzw. ist eine Schwangerschaft nicht mit Sicherheit auszuschließen, oder wenn Sie stillen, teilen Sie dies vor der Untersuchung unbedingt der behandelnden Ärztin/dem Arzt mit. In diesen Fällen wird – außer es liegen schwerwiegende Gründe vor – auf eine Untersuchung mit radioaktiven Substanzen verzichtet, um das ungeborene Kind nicht dem Risiko einer Schädigung durch radioaktive Strahlung auszusetzen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Das Radiopharmakon Technetium wird entweder in eine Vene gespritzt oder in Form einer Lösung getrunken. Nach ca. 20 min wird eine Aufnahme mit der Gammakamera gemacht. Die Untersuchung kann im Sitzen und im Liegen durchgeführt werden. Nach Verabreichung des Radiopharmakons sollten Sie viel Flüssigkeit trinken, damit die radioaktive Substanz rasch über die Nieren ausgeschieden wird.

Welche Nebenwirkungen/Komplikationen können auftreten?

Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei, auch Nebenwirkungen durch das Radiopharmakon treten nicht auf. Aufgrund der geringen Strahlenbelastung ist die Untersuchung mit entsprechend niedrigerer Dosis an radioaktiver Substanz auch bei Kindern möglich.

Wohin kann ich mich wenden?

Eine Schilddrüsenszintigraphie kann in speziellen Instituten bei niedergelassenen Fachärztinnen/Fachärzten für Nuklearmedizin oder in Krankenhäusern mit nuklearmedizinischer Abteilung durchgeführt werden. Eine Überweisung durch Ihre behandelnde Ärztin/Ihren behandelnden Arzt ist erforderlich.

Die Untersuchung selbst nimmt eine Radiologietechnologin/ein Radiologietechnologe unter ärztlicher Aufsicht vor. Erfolgt die Verabreichung des Radiopharmakons über die Blutbahn, wird zunächst ein venöser Zugang durch eine Ärztin/einen Arzt gestochen und dann das Radiopharmakon verabreicht. Nach Erstellung der Bilder folgt die Befundung durch die Fachärztin/den Facharzt für Nuklearmedizin.

  • Fachärztinnen/Fachärzte für Nuklearmedizin in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Arztsuche
  • Krankenhäuser mit nuklearmedizinischer Abteilung in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Spitalsuche

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Für eine Schilddrüsenszintigraphie benötigen Sie eine ärztliche Zuweisung. Diese ist ab dem Ausstellungstag einen Monat gültig. Die Kosten einer Szintigraphie werden von Ihrem Krankenversicherungsträger übernommen.

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