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Frau bei Untersuchung © torwaiphoto
Frau bei Untersuchung © torwaiphoto

PET (Positronen-Emissions-Tomographie)

Bei der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) wird eine radioaktiv markierte Substanz – ein sogenannter Tracer – verabreicht, der sich im Körper verteilt. Anhand dieser Verteilung werden Stoffwechselvorgänge im Körper gemessen. Moderne PET-Untersuchungen werden mit einer Computertomographie oder einer Magnetresonanztomographie kombiniert. Die PET kommt vor allem in der Krebsdiagnostik zum Einsatz.

Wann ist eine PET erforderlich?

Das PET-Verfahren liefert klarere Bilder als andere nuklearmedizinische Verfahren. Es wird in der Forschung angewendet und in Fällen, in denen andere Verfahren keine eindeutige Diagnose ermöglichen.

Die PET wird vor allem in der Krebsdiagnostik, in der Kardiologie (Erkrankungen des Herzens) und der Neurologie (bei Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems) eingesetzt. Anwendungsgebiete sind zum Beispiel Krebs von Bauchspeicheldrüse, Lunge, Nieren, Brust oder Dickdarm, degenerative Hirnerkrankungen wie Morbus Parkinson oder Demenz oder Durchblutungsstörungen nach Schlaganfall und Herzinfarkt. In der Krebsdiagnostik eignet sich die PET sowohl für die primäre Diagnostik des Tumors als auch zur Erfassung von Tochtergeschwülsten (Metastasen). 

Das am Häufigsten verwendete Radiopharmakon ist das FDG, ein radioaktiv markierter Traubenzucker, dessen Verteilung im Körper mithilfe einer PET-Kamera aufgezeichnet werden kann. Dadurch liefert die PET – anders als Mammographie, Ultraschall oder MRT – Informationen über den Stoffwechsel in den Zellen. Da der Zuckerumsatz und somit die FDG-Anreicherung in Krebszellen deutlich höher ist als im umliegenden Gewebe, hebt sich ein Tumor im Falle der Bösartigkeit deutlich vom übrigen Brustgewebe ab. Einige Anwendungsbereiche für die PET sind die Krebsdiagnostik, die Entzündungsdiagnostik und Untersuchungen des Gehirns. 

Welche Vorbereitungen sind notwendig?

Für eine PET-CT-Untersuchung mit FDG müssen Sie sechs bis zwölf Stunden nüchtern sein. Auch Alkohol, Tabak, Koffein oder Medikamente sollten vor der Untersuchung nicht konsumiert werden. Hingegen ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme (Wasser) wichtig. Zuckerhaltige Getränke und Speisen sind zu vermeiden. Bei Diabetikern ist ein möglichst niedriger Blutzuckerspiegel nicht höher als 100-120 anzustreben! Teilen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahmen mit. Körperliche Anstrengungen sind vor der Untersuchung zu vermeiden, besonders jüngere Patientinnen und Patienten dürfen vor der Untersuchung nicht frieren. Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt wird Ihnen detaillierte Anweisungen geben.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Bei einer PET erhält die Patientin oder der Patient eine geringe Menge des Tracers, das ist ein radioaktiv gekennzeichnetes Arzneimittel. Es folgt eine kurze Wartezeit von rund 45 bis 60 Minuten, in der körperliche Anstrengung, Sprechen oder Konsumationen vermieden werden müssen, bevor die Patientin oder der Patient gebeten wird, sich auf eine Liege in den geräumigen Kameraring des PET-Scanners (Untersuchungsgerät) zu legen. Der PET-Scanner enthält mehrere Detektorringe, die die freigesetzte Strahlung aufzeichnen. Die Daten werden aus verschiedenen Perspektiven aufgezeichnet. Während der rund 30- bis 60-minütigen Untersuchung sollte sich die Patientin bzw. der Patient nicht bewegen.

Können Nebenwirkungen auftreten?

Die bei der PET notwendigen Mengen an Radioaktivität sind sehr gering, sodass diese Untersuchung ein praktisch nebenwirkungsfreies Verfahren ist. Stillende Mütter sollten vor der Verabreichung des Tracers noch einmal stillen und die erste Milchportion nach der Untersuchung abpumpen und wegschütten.

Wenn die PET mit einer Computertomographie oder einer Magnetresonanztomographie kombiniert wird und eine Allergie gegen Röntgenkontrastmittel besteht, teilen Sie das unbedingt der Ärztin oder dem Arzt mit. 

Wohin kann ich mich wenden?

Die PET wird in Krankenhäusern mit nuklearmedizinischer Abteilung durchgeführt. Die Untersuchung erfolgt in der Regel ambulant, das heißt, die Patientin oder der Patient kann nach der Untersuchung wieder nach Hause gehen. Eine Überweisung ist erforderlich.

Die Untersuchung selbst nimmt eine Radiologietechnologin/ein Radiologietechnologe vor. Nach Erstellung der Bilder folgt die Befundung durch die Fachärztin oder den Facharzt für Nuklearmedizin.

  • Krankenhäuser (mit nuklearmedizinischer Abteilung) in Ihrer Nähe finden Sie unter Kliniksuche.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Für eine PET-Untersuchung benötigen Sie eine Zuweisung. Diese wird prinzipiell nur von Fachärztinnen/Fachärzten ausgestellt und ist ab dem Ausstellungstag einen Monat lang gültig. Für eine Kostenübernahme durch die Krankenversicherungsträger bedarf es einer chefärztlichen Bewilligung.

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