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Hämorrhoiden: Was kann ich selbst tun?

Bei leichten Beschwerden - oder um eine ärztliche Behandlung zu unterstützen - gibt es verschiedene Möglichkeiten, selbst etwas zu tun. Dazu gehören z.B. eine sorgfältige Analhygiene, Sitzbäder oder Salben. Weiters helfen ballaststoffreiche Ernährung, ausreichendes Trinken und das Vermeiden von Verstopfung, die Beschwerden zu lindern. Auch das Verhalten beim Toilettengang hat Einfluss auf die Beschwerden.

Nicht alle Selbsthilfemaßnahmen sind wissenschaftlich belegt. Während für die Aufnahme von Ballaststoffen oder die Anwendung von Sitzbädern Studien vorliegen, beruhen andere Maßnahmen eher auf persönlicher Erfahrung und dem Empfinden. Dennoch können sie im Einzelfall aber zumindest Linderung verschaffen.

Verhalten beim Toilettengang

Bei vergrößerten Hämorrhoiden kann starkes Pressen die Beschwerden verschlimmern und Schmerzen verursachen. Starkes Pressen lässt sich vermeiden, wenn man

  • einer Verstopfung vorbeugt, denn harter Stuhl führt automatisch zu mehr Pressen
  • auf den eigenen Körper hört und bei Stuhldrang rechtzeitig zur Toilette geht. Wer zu lange wartet bekommt leichter Verstopfung
  • entspannt und ohne Zeitdruck auf die Toilette geht
  • nur zur Toilette geht, wenn man wirklich muss
  • nicht zu lange auf der Toilette sitzen bleibt.

Verstopfung vorbeugen

Um eine Verstopfung und starkes Pressen beim Stuhlgang zu vermeiden, können eine Ernährungsumstellung mit ausreichend Ballaststoffen, ausreichendes Trinken von 1,5 bis 2 Liter pro Tag und regelmäßige Bewegung hilfreich sein. Gute Ballaststofflieferanten sind Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Samen und Nüsse.

Ballaststoffe helfen nachweislich, Blutungen und Symptome von Hämorrhoiden wie Schmerzen oder Juckreiz zu verringern. Bei richtiger Anwendung regen sie die Verdauung an und machen den Stuhl weicher. So muss man weniger pressen, was die Hämorrhoiden entlastet. Wichtig ist, genug Flüssigkeit dazu zu trinken – sonst können Flohsamen das Gegenteil bewirken.

Einfluss der Hygiene

Feuchtigkeit oder Stuhlreste am After können vergrößerte Hämorrhoiden zusätzlich reizen. Deshalb ist es wichtig, den Bereich nach dem Stuhlgang gründlich, aber vorsichtig zu reinigen. Zum Beispiel kann man Toilettenpapier leicht anfeuchten und danach mit trockenem Papier abtupfen. So vermeidet man starkes Reiben, das die Beschwerden verschlimmern kann.

Zu viel Hygiene ist aber auch nicht gut: Feuchttücher oder Waschlotionen enthalten oft Stoffe, die die Haut reizen oder Allergien auslösen können.

Linderung durch Sitzbäder

Zur Linderung von Beschwerden durch Hämorrhoiden können Betroffene auch einfache Hausmittel ausprobieren. Dazu zählen z.B. Sitzbäder mit klarem warmem Wasser. Sie reduzieren Entzündungen und Schwellungen und entspannen die Analschließmuskeln. Studien zeigen, dass feuchte Wärme den Druck im Analkanal senken kann. Sitzbäder können auch Juckreiz und Schmerzen lindern.

Die ideale Dauer liegt bei 10 bis 15 Minuten. Badezusätze wie Schaumbad, Seife oder ähnliches können die empfindliche Haut reizen und sollten vermieden werden.

Linderung durch Salben, Zäpfchen und Analtampons

Zur Linderung von Hämorrhoiden-Beschwerden wie Juckreiz oder wunde Haut, können auch Salben oder Pasten beitragen. Diese enthalten Wirkstoffe wie Zink oder Panthenol sowie pflanzliche Wirkstoffe wie Hamamelis oder Aloe Vera. Diese Produkte sind in Apotheken und Drogeriemärkten erhältlich. Sie können Entzündungen hemmen und die Reparatur der Haut unterstützen. Ob sie tatsächlich helfen, ist wissenschaftlich nicht belegt.

Daneben gibt es Salben, die rezeptpflichtig sind. Produkte mit dem Wirkstoff Lidocain wirken örtlich betäubend, Salben mit Kortison wirken entzündungshemmend. Solche Salben sollten nur kurzfristig eingesetzt werden.

Manche Wirkstoffe gegen Hämorrhoiden-Beschwerden gibt es auch in Form von Zäpfchen oder Analtampons. Dabei handelt es sich um Zäpfchen mit Mullstreifen, das in den After eingeführt wird. Es verbleibt eine Zeit lang im Analkanal und kann ihre Wirkung direkt dort entfalten. Ob Zäpfchen oder Analtampons tatsächlich bei Hämorrhoiden helfen, ist wissenschaftlich nicht belegt. Sie können aber zumindest vorübergehend Schmerzen, Entzündungen und Juckreiz lindern.

 

Hinweis

Bei einem Hämorrhoidalleiden in fortgeschrittenem Stadium ist immer ein Besuch in der Arztpraxis ratsam, um andere schwere Erkrankungen auszuschließen. Das gilt besonders, wenn Sie Blut im Stuhl bzw. starke Beschwerden haben. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Sie über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Behandlung beraten. In vielen Fällen können Hämorrhoidenbeschwerden ohne Operation behandelt werden.

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  • Internisten im Netz (2022): Hämorrhoiden: Vorsorge & Schutz. Online abgerufen im November 2025 unter www.internisten-im-netz.de
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Letzte Aktualisierung: 24. März 2026

Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

Expertenprüfung durch: Dr.in Ingrid Haunold, Ärztin für Allgemeinmedizin, Fachärztin für Allgemeinchirurgie und Viszeralchirurgie, Zusatzfach Allgemeinchirurgie und Viszeralchirurgie (Viszeralchirurgie)

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