Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
 © triocean
© triocean

Händehygiene: Einfach und wirksam

Gute Händehygiene verringert die Anzahl von Keimen erheblich und schützt so vor Krankheiten. Besonders wichtig ist hier gründliches Händewaschen. Reinigen Sie Ihre Hände daher immer wieder regelmäßig über den Tag verteilt mit Wasser. Ganz besonders allerdings vor und nach bestimmten Situationen. Wann und wie Sie Händewaschen richtig machen, zeigen die fünf Schritte für richtig saubere Hände.

Unsere Hände sind in ständigem Kontakt mit verschiedenen Mikroorganismen. Dazu zählen Bakterien, Pilze und auch Viren. Die meisten sind für uns ungefährlich. Diese Mikroorganismen können sich über die Hände gut verteilen, und manche können auch krank machen. Viele Infektionskrankheiten wie z.B. Erkältungen, Grippe, Magen-Darm-Infekte oder COVID-19 werden auch über die Hände von einer Person zu einer anderen übertragen. Um diese Infektionsketten von Krankheitserregern zu unterbrechen, gibt es eine einfache, aber ganz besonders wirksame Methode: gründliches Händewaschen.

Händewaschen – so ist es richtig

Gründliches Händewaschen nimmt etwas Zeit in Anspruch. Doch nur so ist es auch sinnvoll und schützt. Geschwindes Abspülen der Hände entfernt zwar weitgehend sichtbaren Schmutz, Krankheitserreger werden dadurch allerdings nur unzureichend entfernt.

Fünf Schritte für richtig saubere Hände

  1. Nass machen: Halten Sie Ihre Hände unter fließendes Wasser. Die Temperatur hat kaum Einfluss auf den Reinigungseffekt, sie sollte angenehm sein.
  2. Einseifen: Seifen Sie Ihre Hände gut und rundum ein. Handflächen und -rücken, Daumen, Fingerspitzen und -zwischenräume sowie Fingernägel und ggf. unter den Fingernägeln. Verwenden Sie bevorzugt Flüssigseife.
  3. Rubbeln und Zeit lassen: Reiben und rubbeln Sie Ihre Hände gut und lange genug. Die optimale Reinigungsdauer Ihrer Hände beträgt 20 bis 30 Sekunden.
  4. Abspülen: Spülen Sie Ihre Hände nach dem Einseifen unter fließendem Wasser gut ab, alle Seifenreste sollten weg sein. Im öffentlichen Raum empfiehlt es sich, den Wasserhahn ­– wenn möglich – mit dem Ellenbogen oder einem Einweghandtuch zu schließen.
  5. Abtrocknen: Wichtig ist zudem gutes Abtrocken. Keime können sich in feuchter Umgebung gut vermehren. Das Reiben beim Abtrocknen entfernt zusätzlich Keime. Verwenden Sie im öffentlichen Raum bevorzugt Einweghandtücher. Gemeinsam verwendete Handtücher können zusätzlich mit Keimen belastet sein. Zu Hause Handtücher regelmäßig wechseln und mit mindestens 60 Grad waschen.

Hinweis Das Corona-Virus wird, wie alle behüllten Viren, durch Seife zerstört und inaktiv gemacht. Laut AGES ist für gesunde Menschen mit keinerlei Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona-Virus herkömmliche Seife zum Händewaschen völlig ausreichend. Eine Desinfektion der Hände kann im Alltag allerdings in Situationen hilfreich sein, in denen man nicht Händewaschen kann, z.B. unterwegs beim Einkaufen.

Wann soll ich die Hände waschen?

Waschen Sie Ihre Hände nicht nur, wenn sie sichtbar schmutzig sind. Denn Krankheitserreger sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Sichtbar saubere Hände können durchaus Krankheitserreger übertragen und krank machen. Waschen Sie Ihre Hände daher immer wieder regelmäßig über den Tag verteilt. Ganz besonders allerdings vor und nach bestimmten Situationen:

  • Wenn Sie nach Hause kommen oder in der Arbeit angekommen sind bzw. Kinder, wenn sie in der Schule/im Kindergarten eintreffen.
  • Nach dem Besuch der Toilette. Auch wenn Sie einer hilfsbedürftigen Person oder einem Kind beim Toilettengang geholfen haben. Ebenso nach dem Windelwechseln.
  • Nach dem Schnäuzen, Nase putzen, Niesen oder Husten.
  • Vor und nach dem Essen.
  • Vor, während und nach der Zubereitung von Speisen. Insbesondere im Umgang mit rohen tierischen Lebensmitteln wie Fleisch oder Eiern.
  • Nach dem Kontakt mit Abfällen.
  • Nach dem Kontakt mit Tieren oder Tierfutter und deren Ausscheidungen.
  • Vor dem Umgang mit Kosmetika oder Medikamenten.
  • Vor und nach dem Kontakt mit kranken bzw. immungeschwächten Personen.
  • Vor und nach dem Kontakt mit Wunden.

Was kann ich noch für Hygiene tun?

Hände nicht ins Gesicht

Halten Sie ­– insbesondere ungewaschene – Hände aus Ihrem oder anderen Gesicht/ern fern. Über die Schleimhäute von Mund und Nase oder die Bindehaut der Augen können Krankheitserreger eindringen.

Richtig husten und niesen­

Halten Sie beim Husten und Niesen Abstand zu anderen Menschen, z.B. durch Wegdrehen. Halten Sie zudem ein Taschentuch vor den Mund oder husten bzw. niesen Sie in die Armbeuge.

Im Krankheitsfall Abstand halten

Bleiben Sie im Krankheitsfall zu Hause, bis Sie wirklich gesund sind. Verzichten Sie auf enge Körperkontakte wie Umarmen, Küssen etc. Verwenden Sie Gegenstände wie z.B. Handtücher, Geschirr nicht mit anderen gemeinsam. Halten Sie generell Abstand zu anderen Menschen, wenn möglich auch zu Hause, z.B. getrennte Toilette, getrennt schlafen.

Sauberkeit zu Hause

Räume sauber halten. Insbesondere Küche, Badezimmer und Toilette sollten regelmäßig gründlich gereinigt werden. Spezielle Reinigungsmittel mit Desinfektionszusatz sind nicht erforderlich, herkömmliche Haushaltsreiniger sind ausreichend. Putztücher etc. regelmäßig wechseln oder heiß waschen mit mindestens 60 Grad.

Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln

Immer wieder gründlich Hände waschen, insbesondere im Umgang mit rohen tierischen Lebensmitteln. Vermeiden Sie den Kontakt roher tierischer Lebensmittel mit anderen Lebensmitteln und Materialen. Erhitzen Sie Fleisch auf mindestens 70 Grad im Inneren. Rohes Obst und Gemüse immer gut waschen – nicht nur abspülen.

Mehr zur richtigen Hygiene beim Kochen erfahren Sie unter Hygiene in der Küche

Geschirr und Wäsche heiß waschen

Waschen Sie Geschirr und andere Küchenutensilien heiß und mit Spülmittel. Geschirrspüler mit mindestens 60 Grad laufen lassen. Wäsche wie Handtücher, Bettwäsche, aber auch Unterwäsche sollten ebenfalls mit zumindest 60 Grad gewaschen werden. Herkömmliche Wasch- und Reinigungsmittel sind hierbei ausreichend.

Regelmäßig Innenräume lüften

Lüften Sie Innenräume regelmäßig für mehrere Minuten mit weit geöffnetem Fenster.

Wunden bedecken

Versorgen Sie Wunden mit Pflaster oder Verband, und wechseln Sie diese regelmäßig.

Seite drucken RSS-Feed anzeigen Seite teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen