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Schriftzug Syphillis © SecondSide
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Syphilis

Syphilis - auch Lues genannt - ist eine sexuell übertragbare Infektionskrankheit. Sie wird durch das Bakterium Treponema pallidum hervorgerufen. Die Erkrankung kann den gesamten Körper betreffen. Sie wird durch vier klinische Stadien und eine jahrelange symptomfreie Periode (sogenannte Latenzzeit) charakterisiert.

In den meisten Fällen wird Syphilis beim Geschlechtsverkehr übertragen. Eine Ansteckung ist aber auch über Blutkontakte sowie während Schwangerschaft und Geburt möglich und kann dann für das Kind lebensbedrohlich sein.

Eine einmal durchgemachte Syphiliserkrankung schützt nicht vor einer erneuten Infektion.

Wie wird Syphilis übertragen?

Syphilis wird durch direkten Kontakt mit infizierter Schleimhaut übertragen. Das Bakterium Treponema ist sehr empfindlich. Der Krankheitserreger kann nur in feuchtem, körperwarmem Milieu durch den Kontakt mit Schleimhaut übertragen werden. Die Ansteckung mit Syphilis erfolgt daher vorwiegend über sexuelle Kontakte. Das Risiko, sich beim ungeschützten Sexualkontakt bei einer infizierten Person anzustecken, liegt bei 30 Prozent. 

Hinweis Die Übertragung erfolgt über kleinste Schleimhautverletzungen, die in den ersten beiden Stadien der Erkrankung (Frühsyphilis) auftreten. Im dritten Stadium besteht - trotz teils schwerwiegender Krankheitserscheinung - keine Infektiosität mehr. Die Faustregel lautet: Betroffene sind nur während der beiden ersten Krankheitsjahre infektiös.

Eine Ansteckung ist selten auch über den Blutweg möglich, z.B. während der Schwangerschaft von der Mutter über die Plazenta auf das ungeborene Kind. Eine solche Infektion kann zu einer Frühgeburt oder einer Fehlgeburt führen. Auch die sogenannte angeborene Syphilis ist eine mögliche Folge (konnatale Syphilis, Lues connata). Sie geht mit schweren Fehlbildungen des Kindes einher. Eine Übertragung durch Bluttransfusionen kommt heute so gut wie nicht mehr vor. 

Hinweis Eine bereits durchgemachte Syphilis schützt nicht vor neuerlicher Infektion.

Syphilis und HIV

Eine Syphilisinfektion erhöht die Wahrscheinlichkeit, sich mit anderen Geschlechtskrankheiten anzustecken. Dies gilt insbesondere für HIV, denn die Schleimhautgeschwüre, die bei der Syphilis auftreten, sind für HI-Viren besonders durchlässig. Syphilis und HIV treten daher häufig als Begleiterkrankungen auf, wobei sie sich gegenseitig in ihrem Verlauf ungünstig beeinflussen. 

Welche Symptome können auftreten?

Syphilis äußert sich durch eine Vielzahl von klinischen Symptomen und Erscheinungen. Diese können Haut, Schleimhaut, Lymphknoten, Augen, Leber, Milz und Nieren, Knochen und Gelenke sowie Herz und Nervensystem betreffen.

Syphilis kann auch ohne erkennbare Beschwerden verlaufen. Viele dieser asymptomatischen Fälle gehen auf eine zufällige Behandlung aufgrund einer anderen Erkrankung zurück.

Häufige Beschwerden sind:

  • Geschwüre (Ulzera) an der Eintrittspforte (Genitalbereich, Analkanal, Mundhöhle),
  • Ausschläge bzw. krankhafte Hautveränderungen,
  • Hirnhautentzündung (Meningitis),
  • Gefäßerkrankungen (z.B. Aortenaneurysma),
  • neurologische Symptome.

Die Syphilis verläuft zyklisch, d.h. aktive Krankheitsphasen wechseln sich mit beschwerdefreien Phasen ab. Man unterscheidet verschiedene Krankheitsstadien.

Wie verläuft die Syphilis? 

Die Syphilis verläuft in Phasen. Man unterscheidet die 

  • infektiöse Frühsyphilis (Stadium I + II) und die
  • nicht infektiöse Spätsyphilis (Stadium III + Neurosyphilis bzw. ab Ende des zweiten Jahres nach Infektion). 

Frühsyphilis (Stadium I und II)

Stadium I und II werden zusammen als Frühsyphilis bezeichnet. Dies ist der Zeitraum, in dem Betroffene für andere Personen ansteckend sind.

Stadium I (Primäres Stadium)

Die ersten Symptome treten etwa zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung auf (Inkubationszeit). An der Eintrittspforte der Krankheitserreger (je nach Art des Sexualkontaktes, z.B. am Penis, der Vagina, den Schamlippen, im Mund, Rachen oder Enddarmbereich) entwickelt sich eine sogenannte Primärläsion bzw. ein Primäraffekt in Form eines dunkelroten Knötchens (Papel) mit verhärtetem Rand. Daraus entsteht relativ rasch ein meist nicht schmerzhaftes Geschwür mit gelblich belegtem Grund. Dies wird als harter Schanker bezeichnet. Es sondert bei Verletzung oder Zerstörung ein klares Sekret ab, das viele Bakterien enthält und somit sehr infektiös ist. 

Die benachbarten Lymphknoten sind fest, leicht vergrößert und nicht druckempfindlich.

Nach etwa einem Monat verschwinden die Symptome auch ohne Behandlung. Die Erkrankung und damit die Übertragbarkeit bleiben jedoch bestehen!

Hinweis Die Primärsyphilis kann bei rechtzeitiger Diagnose mit einer Antibiotikatherapie geheilt werden, Stadium II und III treten dann nicht auf.

Stadium II (Sekundäres Stadium)

Wenn keine Therapie erfolgt, beginnt nach einer beschwerdefreien Latenzzeit (zweite Inkubationszeit) rund zehn Wochen nach der Ansteckung das Stadium II der Syphilis. Die Bakterien haben sich zu diesem Zeitpunkt über das Blut- und das Lymphsystem im ganzen Körper ausgebreitet und führen über einen Zeitraum von mehreren Monaten zu einem breit gefächerten Beschwerdebild. Dazu zählen:

  • unspezifische Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Muskelschmerzen, Appetitlosigkeit;
  • Lymphknotenschwellungen;
  • fleckige, nicht juckende Ausschläge an Haut und Schleimhäuten; typisch ist ein Auftreten am Rumpf und in den Beugeseiten von Armen und Beinen;
  • charakteristische Hautveränderungen (Papeln) auch an Handflächen und Fußsohlen;
  • weißliche Flecken im Nackenbereich;
  • Knötchen entlang der Stirn-Haar-Grenze, „mottenfraßähnlicher“ kleinfleckiger Haarausfall;
  • breite, flache, nässende, rosa oder graue Papeln (Knötchen) in Hautfalten und in feuchten Hautarealen (z.B. in der Genitalregion, im Bereich um den After, unterhalb der Brüste); diese werden als Condylomata lata bezeichnet und sind extrem infektiös;
  • wechselnde Beteiligung anderer Organsysteme, z.B. Vergrößerung von Leber und Milz, Anämie, Entzündungen der Augen, Knochen, Gelenke und Nieren;
  • neurologische Beschwerden, z.B. Symptome einer Hirnhautentzündung wie Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Hirnnervenschädigung, Taubheit und Sehstörung.

Die Krankheitszeichen können nach einigen Wochen verschwinden, innerhalb der folgenden zwei Jahre aber immer wieder auftreten. Die Beschwerden werden dabei von Mal zu Mal milder. Im Blut sind weiterhin Krankheitserreger nachweisbar, auch die Übertragbarkeit bleibt bestehen. 

Etwa zwei Jahre nach der Infektion tritt die Syphilis in ein symptomfreies Stadium ein (Latenzphase, Lues latens).

Latenzphase (Lues latens)

In der Latenzphase ist die Infektion nur anhand von im Blut vorhandenen Antikörpern gegen den Erreger Treponema pallidum nachweisbar. Es treten keine Beschwerden auf. Eine Syphilis kann lebenslang im Latenzstadium verharren und keine Spätkomplikationen entwickeln. Wenn die Patient:innen in der Latenzphase aus anderen Gründen über einen längeren Zeitraum Antibiotika einnehmen, kann eine latente Syphilis auch abheilen (Zufallsbehandlung).

Bei rund zehn Prozent der unbehandelten Patient:innen stellt sich nach mehreren Jahren die sogenannte Spätsyphilis ein. 

Spätsyphilis (Stadium III und Neurosyphilis)

Stadium III (Tertiäres Stadium)

Zwei bis fünf Jahre nach der Infektion kann es zum dritten Stadium der Erkrankung kommen. Es bilden sich verhärtete, gummiartige Knötchen (Gummen) unter anderem an der Haut, am Gaumen, an den Knochen und an inneren Organen (gummatöse Syphilis). Sie hinterlassen bleibende Schädigungen. Die Gummen entstehen aufgrund von zellulären Immunreaktionen. Sie können vereinzelt oder weit verstreut auftreten und sich in das umliegende Gewebe ausbreiten. Sie heilen langsam und hinterlassen Narben.

Neurosyphilis

Etwa zehn bis 20 Jahre nach der Infektion kann die Syphilis zu Entzündungen des Nervensystems, der Hirnhäute und der Blutgefäße sowie zu fortschreitendem Abbau von Nervengewebe in Gehirn und Rückenmark führen. Man spricht von einer Neurosyphilis.

Der Befall des Rückenmarkes wird als Tabes dorsalis bezeichnet. Dabei kommt es zu einem langsam fortschreitenden Untergang von Nervenbahnen in der Wirbelsäule und in den Nervenwurzeln. Typische Beschwerden sind intensiv stechende, blitzartig einschießende Schmerzen im Rücken und in den Beinen, Gangstörungen, Reflexverlust sowie ausgeprägte Empfindungsstörungen (Hyperästhesie, Parästhesie).

Ein Befall der Hirnhäute und der Blutgefäße wird als syphilitische Meningitis (bzw. meningovaskuläre Neurosyphilis) bezeichnet. Diese kann unter anderem zu Kopfschmerzen, Schwindel, Hirnnervenausfällen, Hör- und Sehverlust führen und geht mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle einher. 

Bei fehlender Behandlung entwickelt sich eine chronisch fortschreitende Gehirnentzündung (progressive Paralyse) mit zahleichen neurologischen und psychiatrischen Auffälligkeiten. Die progressive Paralyse führt unbehandelt nach einigen Jahren zum Tod.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Anamnese und körperliche Untersuchung

Für die Diagnose der Syphilis führt die Ärztin oder der Arzt zunächst eine umfassende Anamnese durch. Er oder sie erfragt, welche Beschwerden bestehen, seit wann, ob ungeschützter Geschlechtsverkehr stattgefunden hat etc.. Zudem wird eine körperliche Untersuchung durchgeführt.

Gewebeuntersuchung

Wenn die typischen Haut- und Schleimhautveränderungen (harter Schanker, Condylomata lata) vorhanden sind, wird die Ärztin oder der Arzt daraus Gewebeproben entnehmen. So können die Bakterien im Labor direkt nachgewiesen werden (histopathologische Untersuchung, Dunkelfeldmikroskopie). Auch eine Untersuchung des Gewebes durch Anfärbung mit speziellen, an Antikörper gekoppelte Farbstoffe (immunhistochemischer Erregernachweis) ist möglich.

Blutuntersuchung

Die Diagnose erfolgt meist letztlich mittels spezieller Blutuntersuchungen. Das Blut wird dabei auf das Vorhandensein verschiedener Antikörper untersucht. Für den Nachweis von speziell gegen Treponemen gerichtete Antikörper werden Ausschluss- und Bestätigungstests eingesetzt. Wenn Ausschluss- und Bestätigungstest positiv sind, gilt eine Syphilisinfektion als gesichert.

Weitere Blutuntersuchungen können notwendig sein, zum Beispiel der Veneral-Disease-Research-Laboratory-Test (VDRL-Test). Er dient zur Beurteilung der Krankheitsaktivität der akuten Syphilis und zur Überwachung des Therapieerfolges. Der VDRL-Test ist aber nicht spezifisch für eine Syphiliserkrankung, da er auch im Rahmen bestimmter Autoimmunerkrankungen (sogenannte Kollagenosen) oder in der Schwangerschaft positiv sein kann. 

Bildgebende Verfahren

Typische mit Syphilis einhergehende Veränderungen der inneren Organe (z.B. Leber- und Milzvergrößerung) können zudem mittels bildgebender Verfahren beurteilt werden.

Diagnostik der Neurosyphilis

Besteht der Verdacht auf einen Befall des zentralen Nervensystems, wird zusätzlich zur Untersuchung des Blutserums eine Untersuchung der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor) durchgeführt. Mittels spezieller Formeln lässt sich das Vorhandensein spezieller Antikörper im ZNS berechnen. Zur Beurteilung der Krankheitsaktivität werden weitere Parameter herangezogen. 

Meldepflicht

Syphilis gehört in Österreich zu den beschränkt meldepflichtigen Erkrankungen. Das heißt, die Ärztin oder der Arzt meldet Personen, die den Anordnungen der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes nicht Folge leisten, der Gesundheitsbehörde.

Wie erfolgt die Behandlung der Syphilis?

Syphilis lässt sich mit Antibiotika gut behandeln. Meist kommt der Wirkstoff Penicillin zum Einsatz, auch während der Schwangerschaft und Stillzeit. Bei einer Penicillinallergie entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt über das weitere Vorgehen, als Alternative kommt vor allem Doxycyclin infrage.

Zudem versucht die Ärztin oder der Arzt bei jeder Syphilisdiagnose, die Sexualpartnerinnen oder Sexualpartner der Patient:innen zu eruieren. Sie müssen untersucht und gegebenenfalls behandelt werden, und zwar innerhalb

  • der letzten drei Monate bei primärer Syphilis und
  • des letzten Jahres bei sekundärer Syphilis.

Hinweis Während der Behandlung muss auf sexuelle Aktivitäten verzichtet werden.

Jarisch-Herxheimer-Reaktion (JHR)

Durch den raschen Zerfall der Erreger können sich innerhalb von sechs bis zwölf Stunden nach Therapiebeginn ein verstärktes Krankheitsgefühl, Fieber, Kopfschmerzen, Schwitzen, Verkrampfungen (Rigor), Beklemmungen oder vorübergehende Verschlechterungen der Hauterscheinungen entwickeln. Diese Reaktion – als Jarisch-Herxheimer-Reaktion bezeichnet – verschwindet oft binnen eines Tages und stellt keine Gefahr dar. Unter Umständen wird sie mit Kortisonpräparaten behandelt. Allerdings sollten allergische Reaktionen auf Penicillin davon unterschieden werden. 

Wie erfolgt die Nachsorge?

Wichtig ist die Durchführung regelmäßiger Kontrolltests nach der Therapie. Diese dienen zur Bestätigung der Ausheilung. Die Blutuntersuchungen zur Kontrolle sollten ein, drei, sechs und zwölf Monate nach der Therapie erfolgen. Kommt es nach sechs Monaten nicht zu einem mindestens vierfachen Titerabfall, ist eventuell eine neuerliche Behandlung erforderlich. Nach einer erfolgreichen Therapie heilen die Beschwerden rasch aus.   

Bei Patient:innen mit einer Neurosyphilis sollte die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor) regelmäßig kontrolliert werden. Sind der Liquorbefund, die Blutuntersuchungen sowie die körperliche Untersuchung nach zwei Jahren unauffällig, ist dies ein Indiz für eine Heilung. 

Angeborene Syphilis (Lues connata)

Die Infektion einer Schwangeren mit Syphilis, die nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, führt zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen des ungeborenen Kindes. Die Syphiliserreger werden über die Plazenta auf das ungeborene Kind übertragen und können viele Organsysteme befallen. Mögliche Folgen sind Fehlgeburt, Frühgeburt, Totgeburt oder schwere Organschädigungen beim Kind.

Die Übertragung von der Mutter auf das ungeborene Kind kann prinzipiell in jedem Schwangerschaftsstadium sowie in jedem Erkrankungsstadium der Mutter erfolgen. Das Risiko ist umso höher, je kürzer die Infektion der Schwangeren zurückliegt.

Man unterscheidet bei der angeborenen Syphilis zwei Phasen der Erkrankung:

Frühe angeborene Syphilis (Lues connata praecox)

Zunächst zeigen die betroffenen Kinder meist keine Symptome, und die Krankheit verläuft unentdeckt. Ab der dritten bis zehnten Lebenswoche treten typische Anzeichen der Erkrankung auf. Dazu zählen:

  • Hautveränderungen, vor allem an Handinnenflächen, Fußsohlen, Gesicht, Gesäß. Sie sind meist blasenförmig, fleckig und erhaben,
  • Lymphknotenschwellungen,
  • Fieber,
  • Blässe,
  • Gelbsucht (Ikterus),
  • Vergrößerung von Leber und Milz,
  • Gedeihstörung, nachlassende Trinkleistung,
  • eitrig-blutiges Nasensekret (dieses enthält Bakterien und ist infektiös!),
  • seltener können auch Hirnhautentzündungen (Meningitis), Hydrozephalus (krankhafte Erweiterung der liquorgefüllten Flüssigkeitsräume des Gehirns), Hirnnervenausfälle, Krampfanfälle, geistige Behinderung, Entzündung von Knochen und Knorpeln oder Lähmungserscheinungen auftreten. 

Späte angeborene Syphilis (Lues connata tarda)

Ab dem zweiten Lebensjahr kann es unbehandelt zu Symptomen an verschiedenen Organen kommen. Von der sogenannten Hutchinson-Trias spricht man bei der Kombination folgender Symptome, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren auftreten:

  • schwere Form der Hornhautentzündung des Auges (interstitielle Keratitis),
  • sogenannte Tonnenzähne (tonnenförmige Fehlbildung der oberen Schneidezähne im bleibenden Gebiss),
  • Innenohrschwerhörigkeit, die bis zur Taubheit führen kann.

Diagnose und Behandlung der angeborenen Syphilis

Die Diagnose der angeborenen Syphilis wird anhand einer körperlichen Untersuchung sowie Blutuntersuchungen von Mutter und Kind gestellt. Auch ein direkter Erregernachweis aus z.B. der Plazenta, der Nabelschnur oder aus Hautveränderungen des Kindes kann durchgeführt werden.

Die Behandlung des Kindes erfolgt mit Penicillin. 

Wie Sie einer Syphilis vorbeugen können

Den sichersten Schutz vor einer Syphilis und den damit einhergehenden gesundheitlichen Schäden bietet konsequente Verhütung mittels Kondom. Dies gilt gleichermaßen für vaginalen, analen und oralen Sex. Die Verwendung eines Kondoms ist insbesondere bei wechselnden Sexualpartnerinnen und Sexualpartnern das Um und Auf.

Eine Ansteckung mit Syphilis lässt sich jedoch auch mit Safer-Sex-Maßnahmen nicht hundertprozentig ausschließen. Sind  z.B. syphilitische Geschwüre im Mundraum vorhanden, kann eine Übertragung auch beim Küssen erfolgen. Auch durch das Berühren von Hautveränderungen ist eine Ansteckung möglich. Geschwüre und nässende Hautstellen am Körper sollten nicht berührt werden. Kommt es zu Berührungen, sollten die Hände umgehend gründlich gewaschen und desinfiziert werden.

Wohin kann ich mich wenden?

Für die Abklärung und Behandlung einer Geschlechtskrankheit können Sie sich an folgende Stellen wenden:

  • Fachärztin oder Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten
  • Fachärztin oder Facharzt für Gynäkologie
  • Fachärztin oder Facharzt für Urologie

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die e-card ist Ihr persönlicher Schlüssel zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von Ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger übernommen. Bei bestimmten Leistungen kann ein Selbstbehalt oder Kostenbeitrag anfallen. Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrem Sozialversicherungsträger. Weitere Informationen finden Sie außerdem unter:

sowie über den Online-Ratgeber Kostenerstattung der Sozialversicherung.  

Hinweis Im Text wird mit dem Doppelpunkt zwischen männlicher und weiblicher Bezeichnung die Geschlechtervielfalt berücksichtigt.


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