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Chlamydien © fotovapl

Genitale Chlamydieninfektionen

Chlamydien können Entzündungen der Harnröhre, des Gebärmutterhalses und der Rektumschleimhaut hervorrufen. Die Erreger (Chlamydia trachomatis) werden beim Geschlechtsverkehr übertragen . . .

Vorbeugung

Da die Übertragung beim Geschlechtsverkehr erfolgt, schützt das konsequente Benutzen von Kondomen. Auch die Sexualpartnerin/der Sexualpartner sollte untersucht und gegebenenfalls behandelt werden. Um eine bakterielle Entzündung des Auges zu verhindern, sollte auf besondere Hygiene geachtet werden.

Hinweis Hygienemaßnahmen können vor vielen Infektionen schützen. Vor allem in tropischen Ländern sollte auf besondere Hygiene geachtet werden (keinesfalls gebrauchte Handtücher, z.B. in Restaurants, verwenden).

Symptome

Die Inkubationszeit beträgt zirka 14 Tage. Mehr als die Hälfte der Betroffenen (70 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer) zeigen keine genitalen Symptome. Infektionen des Rektums und des Rachens verursachen meist keinerlei Beschwerden.

Häufigste Beschwerden bei Frauen:

  • Veränderungen der Farbe, des Geruchs oder der Menge des vaginalen Ausflusses aus der Vagina (Entzündung des Gebärmutterhalses mit eitriger Absonderung),
  • Zwischenblutungen oder stärkere Blutungen während der Menstruation,
  • Blutungen nach dem Verkehr,
  • Brennen beim Harnlassen,
  • Schmerzen oder Unwohlsein im unteren Bauchbereich.

Selten treten eine Entzündung der Rektalschleimhaut, ein Rachenkatarrh, eine reaktive Arthritis (früher als Reiter-Syndrom bezeichnet) oder eine Entzündung der Eileiter mit Bauchschmerzen auf. Eine nicht behandelte Chlamydien-Eileiterentzündung kann chronisch werden und trotz minimaler Symptomatik zu schwerwiegenden Folgen, wie z.B. Unfruchtbarkeit oder Eileiterschwangerschaft, führen. Während des Geburtsvorganges kann es zu einer Infektion des Neugeborenen kommen (Lungen- und/oder Augenentzündung des Neugeborenen).

Häufigste Beschwerden bei Männern:

  • Brennen beim Harnlassen und eitriger Ausfluss (Entzündung der Harnröhre),
  • Schmerzen oder Unwohlsein in den Hoden.

Die Beschwerden sind am frühen Morgen stärker. Folgende Komplikationen sind möglich: Nebenhodenentzündung, Entzündung der Rektalschleimhaut, reaktive Arthritis (früher Reiter-Syndrom) oder Rachenentzündung. Eine chronische Entzündung der Samenwege kann zu Sterilität führen.

Diagnose

Der Nachweis der Erreger erfolgt aus Abstrichen aus der Harnröhre, der Scheide, dem Analkanal oder aus dem Harn. Die Untersuchungen umfassen Immunoassays zum Antigennachweis, kulturelle oder genetische Erregernachweisverfahren und spezifische Nukleinsäurenachweise (z.B. PCR).

Therapie & Nachsorge

Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika. Da eine Infektion oft beschwerdefrei verläuft, ist die Behandlung der Sexualpartnerin/des Sexualpartners von besonderer Bedeutung, um ein erneutes Auftreten (Rezidiv) sowie folgenschwere Komplikationen zu vermeiden.

Hinweis Während der Behandlung muss auf sexuelle Aktivitäten verzichtet werden.

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