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Mann putzt sich die Nase © fizkes
Mann putzt sich die Nase © fizkes

Schnupfen (akute virale Rhinitis)

Bei einem Schnupfen ist die Nasenhaupthöhle (Nasenschleimhaut) entzündet. Die medizinische Bezeichnung für Schnupfen lautet akute (virale) Rhinitis. Ein Schnupfen steht oft in Zusammenhang mit einem grippalen Infekt oder einer Grippe. Auch bei einer Infektion mit bestimmten Coronaviren kann er auftreten.

Eine belegte oder rinnende Nase kann allerdings auch andere Ursachen haben, z.B. eine allergische Reaktion, Schadstoffe, Erkrankungen oder Reaktionen z.B. auf Temperaturunterschiede.

Welche Ursachen hat eine akute virale Rhinitis?

Bei einem Schnupfen ist die Nasenschleimhaut durch eine virale Infektion entzündet. Zu den Erregern zählen z.B. Rhino-, Adeno-, Influenza- und Coronaviren. Diese werden durch Tröpfcheninfektion, etwa beim Niesen, Husten oder Sprechen, übertragen.

Welche Symptome können auftreten?

Eine virale Rhinitis macht sich u.a. bemerkbar durch:

  • Kitzeln in der Nase/im Nasen-Rachen-Raum,
  • Nies-, Husten-, Juckreiz,
  • geschwollene, entzündete Nasenschleimhaut – erschwerte Atmung durch die Nase,
  • rinnende Nase (wässriges, später schleimig-eitriges, letztendlich dickeres Sekret und Trockenheitsgefühl),
  • beeinträchtigtes Riech- und Schmeckvermögen,
  • tränende Augen.

Ein Schnupfen ist unangenehm, vergeht jedoch meist von selbst. Im Normalfall verläuft der Schnupfen ohne Fieber. Es kann jedoch auftreten – z.B. bei Kindern oder im Zuge einer  Grippe (Influenza) oder Coronainfektion. Zusätzlich zur viralen Rhinitis kann es zu einer bakteriellen Infektion kommen (Superinfektion). Die Nasennebenhöhlen können zudem betroffen sein (siehe  Nasennebenhöhlenentzündung).

Hinweis Die Nasenschleimhaut kann – neben einer viralen Infektion – auch aus anderen Gründen entzündet sein, z.B. bei einer allergischen Reaktion (allergische Rhinitis). Symptome wie verstopfte oder rinnende Nase treten z.B. auch bei einer vasomotorischen bzw. hyperreflektorischen Rhinitis auf. Bei dieser reagieren Betroffene u.a. auf Temperaturveränderungen, Staub und Gerüche. Erkrankungen (z.B. Tuberkulose, Sarkoidose), Umweltfaktoren (Innenraum- sowie Außenraumschadstoffe) u.v.m. können ebenfalls zu Symptomen führen. Eine Rhinitis kann bakteriell bedingt sein. Auch eine rezidivierende (wieder auftretende) bakterielle Rhinitis kommt vor.

Wie Sie vorbeugen können

Hygieneregeln (z.B. gründliches Händewaschen, kein Anniesen, kein Anhusten, Vermeiden des direkten Zusammentreffens mit möglicherweise erkälteten Personen) helfen, den Kontakt mit verursachenden Erregern (z.B. Viren) zu vermeiden. Auch der Gebrauch eines Mund-Nasen-Schutzes kann die Ansteckungsgefahr verringern.

Schutzimpfungen gegen bestimmte Stämme der Influenza (Grippe) können vorgenommen werden. Weitere Informationen finden Sie unter Grippe: Vorbeugung und Grippaler Infekt (Erkältung).

Prophylaktisch kann sich eine gesunde Lebensweise (z.B. Sport, ausgewogene Ernährung) positiv auf die Gesundheit auswirken. Eventuelle Saunagänge können prophylaktisch hinsichtlich viraler Rhinitis unterstützend sein. 

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Ärztin/der Arzt erfragt die Krankengeschichte und stellt fest, welche Symptome vorliegen.

Weiters wird eine HNO-Untersuchung (Hals/Nase/Rachen/Ohren) sowie eine körperliche Untersuchung vorgenommen (z.B. Oberkörper, Abhören der Lunge), da die Rhinitis in Zusammenhang mit einer Erkältung oder Grippe stehen kann. Abhängig von der Ursache der Rhinitis werden weitere Untersuchungen und Überweisungen vorgenommen (z.B. zu Fachärztinnen/-ärzten für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Allergietests sowie für die Laboruntersuchung des Nasensekrets etc.).

Wie erfolgt die Behandlung?

Der Schnupfen ist unangenehm, vergeht jedoch oftmals von selbst.

Gegen bestimmte Symptome (verlegte Nase) können abschwellende Nasentropfen bzw. -sprays (orale Schnupfenmittel) verwendet werden. Diese erleichtern kurzfristig die Atmung. Sie sollten jedoch nur in einem kurzen Zeitraum eingesetzt werden. Bei längerer oder chronischer Anwendung können sie das Gegenteil bewirken und als sogenannter Reboundeffekt zu einem Anschwellen der Nasenschleimhäute führen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt bezüglich abschwellender Präparate. Sie/er gibt auch in puncto Anwendung von Hausmitteln Auskunft.

Bei trockener Schleimhaut können visköse Nasentropfen oder Kochsalz- sowie Meersalzsprays eingesetzt werden, die allerdings weniger abschwellend wirken.

Empfohlen werden kann u.U. beispielsweise ausreichendes Trinken (Wasser, Tee), teils körperliche Schonung sowie das Vermeiden von Aufenthalten in trockenen und verrauchten Räumen. Betroffene nehmen auch Dampfinhalationen vor bzw. setzen Hausmittel ein.

Wohin kann ich mich wenden?

Ansprechpersonen sind meist die Hausärztin/der Hausarzt. Je nach Ursache und eventuellen Komplikationen sind Ärztinnen/Ärzte verschiedener Fachrichtungen (z.B. Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde) involviert.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die  e-card ist Ihr persönlicher Schlüssel zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnose- und Therapiemaßnahmen werden von Ihrem zuständigen Sozialversicherungsträger übernommen.

Bei bestimmten Leistungen kann ein Selbstbehalt oder Kostenbeitrag anfallen. Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrem Sozialversicherungsträger. Weitere Informationen finden Sie außerdem unter:


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