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Frau macht krankengymnastische Übungen © lPicture Factory

Lymphödem: Was kann ich selbst tun?

Bei einem Lymphödem kommt es zur Schwellung eines Körperteiles. In frühen Stadien lässt sich noch eine Delle eindrücken, mit zunehmender Flüssigkeitseinlagerung in das Gewebe wird dessen Konsistenz jedoch immer fester. Durch bestimmte Maßnahmen können die Beschwerden gelindert werden. Patientinnen/Patienten mit Lymphödemen in den Beinen werden zusätzliche  Maßnahmen empfohlen . . .

Folgende Maßnahmen können die Beschwerden lindern bzw. das Risiko von Verschlimmerungen oder Komplikationen eines Lymphödems verringern:

  • Entstauungsbehandlungen sowie begleitende krankengymnastische Übungen konsequent und regelmäßig anwenden.
  • Verletzungen vermeiden.
  • Keine reizenden, allergisierenden Kosmetika verwenden.
  • Vorsicht bei kalter Witterung: Frostschäden vermeiden.
  • Gesunde Ernährung, Kochsalz sparsam verwenden.
  • Übergewicht vermeiden.
  • Sauna, Sonnenbad, Solarium, Infrarotbestrahlung und heiße Bäder meiden.
  • Bei einer geplanten Schwangerschaft eine Gefäßspezialistin/einen Gefäßspezialisten konsultieren.

Patientinnen/Patienten mit Lymphödemen in den Beinen werden zusätzlich folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Verordnete Kompressionsverbände/-strümpfe tragen.
  • Langandauerndes und starkes Abknicken der Beine vermeiden, nicht mit übergeschlagenen Beinen sitzen.
  • Neue Schuhe vorsichtig eintragen, keine engen oder hochhackigen Schuhe tragen, außerhalb der Wohnung nicht barfuß gehen.
  • Vorsicht bei der Fußpflege: nicht in den Nagelfalz schneiden.
  • Bei Platt- oder Spreizfüßen orthopädische Einlagen tragen.
  • Nachts das ödematöse Bein hochlagern (Fußende des Bettes hochstellen).
  • Keine knetenden Massagen des ödematösen Beines.
  • Sportarten mit ruckartigen Bewegungen des betroffenen Armes/Beines meiden, z.B. Tennis, Fußball, Rudern, Bergsteigen, Skifahren.
  • Keine Injektionen, keine Akupunkturbehandlung etc. am geschwollenen Bein.
  • Bequeme Unterwäsche mit Bein, keine einschneidenden Slips und keine engen Gürtel.
  • Ärztliche Eingriffe, die am betroffenen Bein zu vermeiden sind: Injektionen, Blut- und Gewebeentnahmen, Akupunktur, anstrengende, schmerzende Krankengymnastik.

Hinweis Bei einer Fußpilzerkrankung, einer bakteriellen Infektion oder einer Entzündung an der betroffenen Gliedmaße sollte sofort eine Ärztin/ein Arzt aufgesucht werden.

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