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Mann bei Lungenfunktionstest © Science RF

COPD: Diagnose

Hinter den Anzeichen einer COPD – wie andauerndem Husten, Auswurf und Atemnot – können verschiedene Erkrankungen stecken. Für Betroffene ist es wesentlich die Symptome unbedingt ärztlich abklären zu lassen. Eine Atemnot kann schwerwiegende Gründe haben und sollte schnellstmöglich untersucht werden. Beschwerden werden von Betroffenen allerdings vor allem anfangs als „Verkühlung“ gehalten, da sie auch jenen einer Bronchitis ähnlich sind, mit momentaner Konditionsschwäche oder Alterserscheinung begründet . . .

Anamnese & körperliche Untersuchung

Die ärztliche Praxis wird daher nicht selten erst zu einem Zeitpunkt aufgesucht, wenn die Beschwerden sich bereits verschlechtert haben. Die Anamnese bezieht nicht nur Beschwerden, sondern Lebensstil und -umfeld (z.B. Arbeitsbedingungen) mit ein. Besonderes Augenmerk wird auf das Abklären von Risikofaktoren gelegt. Die Ärztin/der Arzt spricht Sie auf Rauchverhalten sowie Ihre berufliche Tätigkeit an. Die Erhebung spezifischer Werte (z.B. Lungenfunktionswerte) ist für die Diagnose wesentlich. Auch ev. andere Krankheiten finden Berücksichtigung.

Je nach Ergebnissen der allgemeinen körperlichen Untersuchung und des Lungenfunktionstests werden verschiedene weitere Untersuchungen vorgenommen.

Abklärung mittels Spirometrie

Die Lungenfunktion kann mithilfe eines Lungenfunktionstests gemessen werden. Bei Verdacht auf COPD ist die Spirometrie eine wichtige Untersuchung, die einen besonders bedeutenden Messwert, den FEV1-Wert, liefert. Das Diagnoseverfahren gibt Auskunft über Atemflussbehinderung und Veränderung der Lungenvolumina. Zudem erhält die Ärztin/der Arzt Hinweise zum Schweregrad der Erkrankung. Weitere Informationen finden Sie unter Spirometrie.

Bronchospasmolysetest

Mithilfe eines Lungenfunktionstestes kann außerdem eine Abgrenzung zu anderen Erkrankungen (z.B. Asthma) erfolgen. Wird eine Verengung der Atemwege festgestellt, kann im Anschluss an die Spirometrie ein bronchienerweiterndes Medikament (Bronchodilatatoren, Bronchospasmolytika) inhaliert und die Messung etwas später nochmals wiederholt werden. Dieser Test (Bronchospasymolysetest) gibt dann Aufschluss darüber, inwieweit die Verengung der Bronchien rückgängig gemacht werden kann.

Blutgasanalyse & andere Laborwerte

Vor allem bei bestimmten Indikationen kann die Ärztin/der Arzt eine Blutgasanalyse vornehmen lassen. Für diese wird meist aus dem Ohrläppchen Blut entnommen und anschließend – neben anderen Parametern – der Sauerstoff- und Kohlendioxydgehalt des Blutes bestimmt. Die Blutgasanalyse kann im Ruhezustand oder unter Belastung durchgeführt werden. Sie gibt Auskunft über die Schwere der Erkrankung und akute Verschlechterungen.

Weitere Laboruntersuchungen (z.B. Blutbild, CRP) werden meist ebenfalls durchgeführt. Außerdem kann eine Testung auf α1-Antitrypsin-Mangel erfolgen.

Weitere Untersuchungen

Verschiedene andere Untersuchungen können nach Ermessen der Ärztin/des Arztes angeordnet werden, wie Ganzkörperplethysmographie, Messung der CO-Diffusionskapazität, Röntgen, Belastungstest (beispielsweise Ergometrie), CT, Bronchoskopie.

Wohin kann ich mich wenden?

Erste Ansprechstelle ist oftmals die Hausärztin/der Hausarzt. Diese/dieser klärt Symptome ab und kann Überweisungen in die Wege leiten. Auch Arbeitsmedizinerinnen/-mediziner und Betriebsärztinnen/-ärzte können in die Diagnose involviert sein.

Eine Spirometrie kann bei niedergelassenen Pulmologinnen/Pulmologen, entsprechend ausgebildeten Internistinnen/Internisten, Allgemeinmedizinerinnen/Allgemeinmedizinern oder in Krankenhäusern durchgeführt werden.

Nach Ärztinnen/Ärzten verschiedener Fachrichtungen können Sie unter Services suchen.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten der ärztlichen Abklärung einer COPD werden normalerweise von den Sozialversicherungsträgern übernommen.

Die Kosten einer Spirometrie werden bei Krankheitsverdacht von Ihrem Krankenversicherungsträger übernommen. Eine Zuweisung bzw. Überweisung ist für Untersuchungen im Krankenhaus notwendig; diese ist in der Regel einen Monat ab dem Ausstellungstag gültig.

Über die jeweiligen Bestimmungen informieren Sie sich bitte bei Ihrem Krankenversicherungsträger, den Sie über die Website der Sozialversicherung finden.

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