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Lebensfrohes älteres Paar am Strand © i love images

Einflussfaktoren auf die Psyche

Seelische Gesundheit wird heute vermehrt thematisiert. So nehmen z.B. Burnout oder Depressionen stetig zu. Nicht nur im Bereich der körperlichen, sondern auch der psychischen Gesundheit gibt es präventive und gesundheitsfördernde Maßnahmen. Das Thema Psyche ist allerdings noch immer ein Tabu. Psychische Gesundheit ist allerdings beeinflussbar. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle wie Selbstvertrauen, Lebenssinn oder soziale Bedingungen. Auch Wohlbefinden und Lebensqualität sind wesentlich für unsere seelische Gesundheit.

Definition: Seele, Psyche & Gesundheit

Seele und Psyche werden im deutschen Sprachgebrauch meist gleichbedeutend verwendet und wie folgt erklärt:

  • Psyche: System des menschlichen Wahrnehmens und Denkens
  • Seele: Damit ist heute oft die Gesamtheit der Gefühlsregungen und geistigen Vorgänge beim Menschen gemeint. In diesem Sinn ist „Seele“ weitgehend mit dem Ausdruck „Psyche“ gleichbedeutend.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit als „Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und daher weit mehr als die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen“. Gesund sein bedeutet also nicht nur, dass einem nichts weh tut, sondern dass man sich auch wohlfühlt.

Seelische Gesundheit – ein komplexes System

Seelische Gesundheit äußert sich auch als positives Gefühl, als Wohlbefinden. Außerdem ist sie ein Prozess, der von individuellen Faktoren und von unserer Umwelt abhängt. Sie zeigt sich unter anderem darin, dass man Anforderungen bewältigen und Ressourcen (Fähigkeiten und Einstellungen, die einem die Bewältigung von Belastungen und Konflikten erleichtern) gut nützen kann.

Seelische bzw. psychische Gesundheit wird auch als mentale Gesundheit bezeichnet. Die WHO definiert psychische Gesundheit (mental health) folgendermaßen: „Mental health ermöglicht es Menschen, ihre Fähigkeiten auszuschöpfen und einen Beitrag zu ihrer Gemeinschaft zu leisten.“ Nach dem heute gängigen biopsychosozialen Modell wird die psychische Gesundheit durch ein komplexes System biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren bedingt. Das Wort Psyche soll nicht nur mit Negativem oder Krankheitsbegriffen in Verbindung gebracht werden, sondern steht auch für schöne Augenblicke, die wir dank unserer Wahrnehmung und unserer Gefühle erleben. Es gibt Verfahren zur Messung der seelischen Befindlichkeit, wie z.B. die Skalen zur psychischen Gesundheit (SPG). Ob sich jemand seelisch wohlfühlt oder nicht, ist jedoch eine sehr subjektive Angelegenheit.

Wohlbefinden, Lebensqualität und Selbstwirksamkeit

Es gibt einige Begriffe, die in Zusammenhang mit dem Thema psychische Gesundheit häufig Verwendung finden. Dazu zählen u.a. Wohlbefinden, Lebensqualität und Selbstwirksamkeit.

Subjektives Wohlbefinden lässt sich in vier verschiedene Dimensionen einteilen:

  • Freiheit von subjektiver Belastung („Ich kann nicht klagen“)
  • Freude als positive und kurzfristige Komponente des Wohlbefindens
  • Zufriedenheit
  • Glück als emotionaler Faktor des Wohlbefindens

Lebensqualität umfasst körperliches und psychisches Wohlbefinden, Selbstwertgefühl, Familie und Freundeskreis und unsere Funktionsfähigkeit im Alltag sowie oft auch ein erfüllendes Berufsleben.

Ein wesentlicher Faktor, der zu unserer psychischen Gesundheit beiträgt, ist die sogenannte Selbstwirksamkeit. Sie bedeutet, dass sich ein Mensch frei für eine Handlung entscheiden kann und auch daran glaubt, das Vorhaben gut in die Tat umzusetzen. Man ist also von seinen Fähigkeiten überzeugt. Selbstwirksamkeit bedeutet somit Kontrolle über das eigene Leben und über Ereignisse in der persönlichen Umwelt – „Herr über sein Leben sein“ und sich nicht ausgeliefert und hilflos fühlen.

Psychische Gesundheit ist beeinflussbar

Es gibt viele Einflussfaktoren auf die psychische Gesundheit – sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Die Bewertung dieser Einflüsse – also wie stark sie auf einen Menschen wirken und wie wichtig sie gesehen werden – erfolgt individuell unterschiedlich. Zu diesen Einflussfaktoren zählen unter anderem:

  • Lieben und geliebt werden
  • Selbstvertrauen
  • Sicherheit
  • Lebenssinn
  • Gefühl von Freiheit
  • Soziale Kompetenz
  • Arbeitsbedingungen
  • Umgang mit Problemen und problematischen Situationen
  • Wahrnehmung von körperlichen und seelischen Bedürfnissen und deren Erfüllung
  • Sich der eigenen Gefühle bewusst sein und diese zum Ausdruck bringen
  • Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen
  • Zukunftsgedanken und -visionen
  • Unterscheidung zwischen Fantasie und Realität

Krankheiten, Drogen und andere Faktoren können die psychische Gesundheit massiv beeinträchtigen und zu Erkrankungen führen. Auch bestimmte Medikamente können Einfluss auf die Psyche nehmen.

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