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Familie beim Esstisch © onoky

Familienleben gestalten

Das Familienleben ist äußerst facettenreich und manchmal sehr turbulent. Neben allen freudvollen Momenten des Zusammenseins ist das Leben in einer Familie auch vom Alltag geprägt – und orientiert sich an den Tagesabläufen der Einzelnen sowie ihren Verpflichtungen. Planung, Prioritätensetzung und Abgrenzung der Interessen sind wesentlich und helfen dabei, das Familienleben zu organisieren. Flexibilität ist allerdings mindestens genauso gefragt, wenn es darum geht, alles unter einen Hut zu bringen. Denn der Alltag hält immer wieder Überraschungen bereit . . .

Alle tragen zur Familie bei

Wer holt die Kinder ab? Wer erledigt den Einkauf, wer füllt schnell die Waschmaschine? Und wer hilft den Großeltern im Garten? Familie besteht nicht nur aus einer Person. 

  • Gemeinsam gestalten. Aktives Beitragen am alltäglichen Familienleben kann völlig unterschiedlich sein und entsprechend der individuellen Rahmenbedingungen, dem Alter und den Fähigkeiten verschieden aussehen. Die ganze Familie ist jedoch gefordert und sollte mitmachen, wenn es darum geht, Alltag und Freizeit für alle zumindest annähernd zufrieden stellend zu gestalten. Das führt nicht immer zu Luftsprüngen, ist aber notwendig.
  • Jeder nach seinen Möglichkeiten. Eltern können ihren Kids dem Alter entsprechende Mitgestaltungsmöglichkeiten an der alltäglichen Haushaltsarbeit bieten und so ein Stück Verantwortung „übergeben“. Mithilfe beim Tischdecken, Kochen und beim Aufräumen stellt für Kinder nicht nur Aufwand dar, sondern auch ein Dazulernen. Infos zu den verschiedenen Altersgruppen finden Sie in den ElternTipps des Familienministeriums. Infos zu den unterschiedlichen Entwicklungsphasen der Kinder gibt es auf der Website www.eltern-bildung.at.
  • Miteinander kommunizieren und Gefühle mitteilen. Eine gute Familienbeziehung zu haben, bedeutet, ständig daran zu „arbeiten“. Im Idealfall werden Probleme von außen (wie berufliche Probleme) nicht in der Familie abgeladen bzw. die Familie nicht als Puffer für permanente Überforderung und starke Emotionsausbrüche genutzt, sondern Anliegen und Probleme in adäquater Form besprochen. Auch über Wünsche sollte in der Partnerschaft bzw. Familie geredet werden. Weitere Infos: Kommunikation in der Familie und Konstruktive Konfliktkultur.
  • Balance der Bedürfnisse. Eine gute Beziehung innerhalb der Familie bedeutet, auf die einzelnen Bedürfnisse genauso Rücksicht zu nehmen wie auf die der Familie. Manchmal tut es gut, sich eine kurze Auszeit vom Familienleben zu nehmen. Das gelingt leichter, wenn ein Netzwerk an Familienmitgliedern, Freunden und Verwandten unterstützt. Im Idealfall kann immer wieder Zeit für Entspannung eingeplant werden, können die Pausen vom Alltag genutzt werden, um wieder „Energie zu tanken“.

Weitere Infos zu


Regelmäßigkeiten im Familienleben

Regelmäßigkeiten sind für Kinder besonders wichtig. Sie dienen als Orientierung. Ein regelmäßiger Tagesablauf erleichtert aber auch Eltern die Planung. Ein regelmäßiges gemeinsames Familienleben verbindet. Beispiele für solche regelmäßigen Tätigkeiten sind:

  • Einschlafrituale (z.B. aus einen Buch vorlesen, eine schöne Geschichte erzählen).
  • Das sanfte Wecken am Morgen mit dem Kuscheltier.
  • Abschied vor dem Kindergarten und der Schule.
  • Begrüßung bei der Heimkehr.
  • Gemeinsames Abendessen.
  • Gemeinsam feiern. „Bei uns hat das schon Tradition. An Omas Geburtstag fahren wir …“ Besondere Anlässe werden oft ganz unterschiedlich verbracht: auf „traditionelle“ Weise wie jedes Jahr oder immer durch etwas Neues bereichert. Aber nicht nur Geburtstage, Hochzeitstage oder andere Feiertage wie die Weihnachtsfeiertage können gemeinsam gewürdigt werden, sondern auch bestandene Prüfungen, gewonnene Fußballtourniere etc.
  • Mit der Zeit ändern sich die Bedürfnisse der kleinen und großen Mitglieder der Familie, daher ist es ratsam, diese von Zeit zu Zeit zu überdenken (z.B. Schlafzeiten).

Gemeinsame Aktivitäten

Regelmäßige gemeinsame Unternehmungen stärken den Familienverband. Etwas Schönes, Aufregendes, Neues oder auch Gewohnt-Traditionelles zusammen mit den Kids und/oder der Partnerin/dem Partner zu unternehmen und miteinander Spaß zu haben, ist wichtig. Gemeinsame Unternehmungen können völlig unterschiedlich gestaltet werden. Oft sind sie eine seltene und wertvolle Möglichkeit, Zeit mit der Familie zu verbringen. Denn bei Alltagspflicht und Erziehung wird der Wunsch, mehr mit den Kids sowie der Partnerin/dem Partner zusammenzusein, oft aufgeschoben.

  • Gemeinsame Unternehmungen. Es muss nicht immer etwas Außergewöhnliches sein. Auch gemeinsames Kochen, Frühstück herrichten, gemeinsames Basteln, gemeinsam ins Kino gehen oder einen Film ansehen zählt. Allerdings: Etwas Neues auszuprobieren erweitert den Erfahrungshorizont und kann neue interessante Möglichkeiten für alle bieten.
  • Gemeinsames Spielen. Kinder lernen beim Spielen ­– aber auch Erwachsene lernen dazu. Gemeinsames Spielen verbindet nicht nur, man lernt einander auch besser kennen – unabhängig davon, ob es sich um Brettspiele zwischendurch handelt oder um regelmäßige Spieleabende. Erwachsene können sich auch von der Begeisterungsfähigkeit, Motivation und Fantasie der Kleinen anstecken lassen. Kinder benötigen oftmals nur wenige Anregungen, um aus den Ideen Vielfältiges umzusetzen und zu spielen. Auch alltägliche Aufgaben können spielerisch gestaltet werden. Mehr dazu finden Sie auf der Website www.kindergesundheit-info.de der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
  • Bewegung ins Leben bringen. Familien-Fußballmatch, Volleyballspielen, Skifahren, Radfahren, Schwimmen und Wanderungen etc. Ein gemeinsames Outdoor-Bewegungsprogramm bietet gleich mehrere Vorteile. Es ist gut für Körper und Geist, für die Entwicklung der Kinder und das Kennenlernen der Natur etc.
  • Einmal in kleinerer Gruppe. Kids sollten auch einmal mit einem Elternteil alleine etwas unternehmen, z.B. zu einem Konzert gehen, Museen besuchen, Spaziergänge machen, sportlich aktiv sein  etc.
  • Mitsprache. Ab und zu etwas Besonderes führt meist auch zu besonderer Freude. Aktivitäten dürfen ruhig an den Wünschen der Familienmitglieder – auch der Kinder – orientiert werden.
  • Pausen einplanen. Kinder brauchen bei Aktivitätsprogrammen Erholungsphasen – Erwachsene auch. Achten Sie daher auf ausreichende Gelegenheiten auszuruhen.
  • Mehrere Generationen. Großeltern können eine Stütze für Eltern sein und diesen im Alltag sowie bei der Kinderbetreuung helfen. Für die Kleinen sind sie ein besonders wichtig und die Zeit mit ihnen ein bereichernder Teil ihres Lebens. Kinder können von den Erfahrungen der Großeltern profitieren. Oma und Opa nehmen sich oftmals die Zeit, besondere Dinge mit den Kids zu unternehmen und ihnen zusätzliche Aufmerksamkeit zu schenken.
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