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Elternkarenz und beruflicher Wiedereinstieg

Verschiedene gesetzliche Maßnahmen und finanzielle Beihilfen unterstützen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie von der Geburt des Kindes bis zum Schulalter.

Mutterschutz und Karenz

Mit Beginn und Mitteilung einer Schwangerschaft gelten die Schutzbestimmungen des Mutterschutzgesetzes, insbesondere der Kündigungs- und Entlassungsschutz. Nach dem Ende des Beschäftigungsverbotes (in der Regel acht Wochen nach der Geburt) kann die gesetzliche Karenz in Anspruch genommen werden. Wichtig sind die Meldefristen für eine Karenz.

Die Karenz dauert maximal bis zum Ablauf des zweiten Lebensjahres des Kindes (das ist der Tag vor dem 2. Geburtstag). Sie kann von einem Elternteil alleine in Anspruch genommen oder zwischen den Eltern geteilt werden. Während der Karenzzeit kann unter bestimmten Voraussetzungen Kinderbetreuungsgeld bezogen werden. Um Familien in verschiedenen Lebenssituationen die passenden Angebote für die individuellen Bedürfnisse zu bieten, können Eltern zwischen verschiedenen Modellen auswählen.

Weitere Informationen:

Elternteilzeit

Unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. bei Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten, Arbeitsverhältnis hat mindestens drei Jahre gedauert) haben Eltern einen Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung bis zum vollendeten siebten Lebensjahr des Kindes oder einem späteren Schuleintritt. Bei Betrieben mit höchstens 20 Beschäftigen kann eine Elternteilzeit mit der Arbeitgeberin/mit dem Arbeitgeber vereinbart werden. Die Rahmenbedingungen der Teilzeitbeschäftigung (z.B. Beginn, Dauer und Ausmaß der Arbeitszeit) sind mit dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin abzustimmen.

Weitere Informationen:

Finanzielle Unterstützungen

Die Geburt eines Kindes bringt für die Eltern finanzielle Belastungen mit sich. Zu den finanziellen Unterstützungen der öffentlichen Stellen (z.B. Familienministerium, Finanzministerium, Sozialversicherung, Arbeitsmarktservice) zählen:

  • Gesetzliche Familienbeihilfe,
  • Kinderbetreuungsgeld,
  • Mehrkindzuschlag,
  • Absetzbeträge und steuerliche Erleichterungen für Familien,
  • Zuschuss oder Beihilfe zum Kinderbetreuungsgeld
  • oder die Kinderbetreuungsbeihilfe des AMS für einen kostenpflichtigen Kinderbetreuungsplatz.

Weitere Informationen: help.gv.at.

Beruflicher Wiedereinstieg und Kinderbetreuung

Damit der Wiedereinstieg ins Berufsleben leichter fällt, sollte man während der Karenz ab und zu mit der Chefin/dem Chef oder den Kolleginnen und Kollegen im Betrieb Kontakt halten. Viele Eltern nutzen die Babypause, um sich auf den Wiedereinstieg in den Beruf aktiv vorzubereiten und führen während der Karenz eine berufliche Weiterbildung durch. Auch einer geringfügigen Beschäftigung kann nachgegangen werden. Dabei sind Zuverdienstgrenzen für das Kinderbetreuungsgeld zu beachten.

Wer Kinder hat und zusätzlich beruflich tätig ist, muss oft eine Betreuung für die kleinen Familienmitglieder organisieren. Egal, ob Kindergarten, Tagesmutter, Babysitter, Großeltern, Freundinnen oder Freunde: wichtig ist, rechtzeitig Unterstützung und Hilfe zu organisieren und nicht selbst alles alleine zu erledigen. In Kindergärten und Krippen sichert die frühzeitige Voranmeldung den gewünschten Betreuungsplatz.

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