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Stechmücke © crewcut

Gelbfieber

Das Gelbfiebervirus ist ein Flavivirus. Übertragen wird das Gelbfiebervirus durch Stechmücken, vor allem im tropischen Süd- und Mittelamerika sowie in Afrika südlich der Sahara. Bei mehr als zehn Prozent der Erkrankten verursacht das Gelbfiebervirus ein schweres Krankheitsbild mit Gelbsucht, Blutungen und tödlichem Ausgang. Die Erkrankung ist meldepflichtig.

Erreger: Flavivirus.

Verbreitung: tropische Länder Afrikas und Südamerikas. Insbesonders in Ausbruchssituationen sind auch Touristen gefährdet, wie eine rezente Epidemie in Brasilien gezeigt hat.

Übertragung: tagaktive Stechmücken.

Inkubationszeit: drei bis sechs Tage.

Beschwerdebild:

  • Milde Verlaufsform: hohes Fieber (39° bis 40°C), Kopf- und Muskelschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Nasenbluten. Nach mehreren Tagen beginnt die Genesung.
  • Klassische Verlaufsform: plötzlicher Beginn mit hohem Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Der Puls ist niedrig und Zeichen einer Blutungsneigung (z.B. Nasenbluten) treten auf. Fieberabfall, Verbesserung des Allgemeinzustandes und großes Schlafbedürfnis, oft gefolgt von einem erneuten Fieberanstieg mit neuerlicher Verschlechterung des Zustandsbildes sind Ausdruck einer ungünstigen Verlaufsform. Es kommt zum Auftreten von Gelbsucht, Nierenfunktionsstörungen mit Abnahme der Harnmenge, Blutungsneigung (Bluterbrechen, blutige Stühle, Haut- und Schleimhautblutungen) und von Störungen des Zentralnervensystems. Nach sieben bis zehn Tagen kann die Erkrankung durch Nieren- und Leberversagen mit Delirium und schweren Blutungen tödlich enden.

Achtung! Eine durchgemachte Gelbfiebererkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität.

Diagnose: anhand des Krankheitsbildes, ev. Virusnachweis im Blut.

Therapie: keine ursächliche Behandlung möglich, nur unterstützende Maßnahmen.

Vorbeugung: Schutzimpfung; einige Länder verlangen vor der Einreise eine internationale Bescheinigung über eine Gelbfieberimpfung.

Hinweis Gelbfieberimpfungen dürfen nur an autorisierten Gelbfieberimpfstellen durchgeführt werden. Eine Auflistung entsprechender Stellen finden Sie hier.

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