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Mann im Solarium © didesign
Mann im Solarium © didesign

Gesundheitsrisiken durch Solarien-Bräune

Das „Sonnen“ in Solarien dient unter anderem kosmetischen Zwecken. Es soll der Haut zu einer schönen, permanenten Bräune verhelfen. Die (ständige) Belastung der Haut mit künstlichen UV-Strahlen stellt aber – wie natürliche UV-Strahlen der Sonne auch – ein beträchtliches Risiko für die Haut des Menschen dar. Wenn Sie dieses Risiko dennoch bewusst eingehen wollen, beachten Sie die Vorsichtsmaßnahmen, und vermeiden Sie Überdosierungen.

Begrenzter Vorbräunungseffekt

Das Vorbräunen im Solarium bedeutet nicht, dass damit ein ausreichender Schutz der Haut vor Sonnenschäden durch zu intensive Sonneneinstrahlung im Urlaub erreicht werden kann. Auch bei gebräunter Haut kann es zu Sonnenbränden und Erbgutschäden kommen. Eine alleinige Vorbräunung durch UVA-Strahlen (wie sie oft in Solarien zur Bräunung genutzt wird) erreicht nur einen sehr geringen zusätzlichen Lichtschutz.

Wie Sonnenschäden entstehen 

Bekommt die Haut über ihre Eigenschutzzeit hinaus zu viel Sonne ab, kann dies zur Rötung der Haut bis hin zu Schwellungen, Juckreiz, Schmerz und Brandblasen führen. Dabei können die energiereichen UV-Strahlen eine Schädigung der DNS, das ist die Erbinformation der Zellen, verursachen. Diese Schädigung der Haut ist umso stärker, je länger die UV-Strahlung wirkt bzw. je höher die Dosis ist.

Ein Zuviel an UV-Strahlung führt unter anderem auch zu einer Schädigung des Bindegewebes. Die Haut verliert an Elastizität und altert rascher. Außerdem können auch hell oder dunkel verfärbte Pigmentstörungen auftreten. Weitere Infos finden Sie unter Zu viel Sonne.

Eine weitere durch UV-Strahlen ausgelöste Erkrankung ist die „Sonnenallergie“. Sie ist nicht zu verwechseln mit der auch als Sommerakne bezeichneten Mallorca-Akne. Weitere Infos zu Mallorca-Akne, phototoxischen Reaktionen etc. finden Sie unter Sonnenallergie.

Hautkrebs und Solarien

Sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen können Hautzellen dauerhaft schädigen und begünstigen die Entstehung von Hautkrebs. Belastungen durch UV-Strahlung gelten z.B. als ein Risikofaktor für Basalzellenkarzinom, Plattenepithelkarzinom oder das maligne Melanom. Besonders bei wiederholten Sonnenbränden können die Reparaturmechanismen der Haut versagen und die betroffenen Zellen entarten. Häufige Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erhöhen deutlich das Hautkrebsrisiko.

UV-Bestrahlungsgeräte wurden 2009 von der IARC, der Krebsforschungsagentur der WHO (Weltgesundheitsorganisation), als krebserregend eingestuft. Ein deutlich höheres Krebsrisiko zeigt sich vor allem bei jenen Personen, die vor dem 30. Lebensjahr mit dem Bräunen in Solarien begonnen haben.

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