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Wasserglas und Flasche © Gina Sanders

Wie viel Flüssigkeit braucht der Körper?

Wasser ist lebensnotwendig. Mehr als 50 Prozent des menschlichen Organismus bestehen aus Wasser – bei Säuglingen sind es sogar etwa 70 Prozent. Flüssigkeit wird ständig über die Haut, über den Darm (Stuhl), die Nieren (Urin) sowie beim Atmen ausgeschieden. Deshalb muss Flüssigkeit laufend aufgenommen werden. Erwachsene sollten eine Mindestmenge von 1,5 Liter Wasser aus Getränken pro Tag trinken. Wer zu wenig trinkt, muss mit einer verringerten körperlichen Leistungsfähigkeit rechnen . . .

Wasser hat viele unterschiedliche Funktionen. Es ist in jeder Körperzelle und allen Körperflüssigkeiten enthalten – z.B. im Speichel, im Magensaft, in den Lymphen oder im Blut. Wasser ist unter anderem notwendig, um die Wärmeregulation (Schwitzen) aufrechtzuerhalten. Der Transport von Nährstoffen, Stoffwechselendprodukten und Atemgasen ist auf Wasser angewiesen. Sämtliche chemische Reaktionen im Körper benötigen ebenfalls Wasser.

Flüssigkeitsbedarf pro Tag

Der Bedarf an Wasser ist unterschiedlich und hängt unter anderem vom Energieumsatz, von der Umgebungstemperatur und der Speisenzusammensetzung ab. So spielt z.B. der Anteil an Speisesalz eine Rolle. Je nach Alter sollten Jugendliche und Erwachsene pro Tag zwischen 30 und 40 ml Wasser pro Kilo Körpergewicht aufgenommen werden.

Als Richtlinie dient für gesunde Erwachsene überdies: ca.ml Wasser pro 1 kcal und pro Tag. Bei 2.500 kcal ergibt das 2,5 Liter bei Erwachsenen pro Tag. Erwachsene sollten eine Mindestmenge von 1,5 Liter Wasser aus Getränken pro Tag zu sich nehmen.

Kann man zu viel trinken?

Eine Wasservergiftung (Intoxikation) ist sehr selten, kann aber vorkommen, wenn die Ausscheidungsfähigkeit der Nieren überfordert wird. Als maximale Flüssigkeitsmenge, die ein Erwachsener längerfristig täglich aufnehmen kann, werden ca. zehn Liter angegeben.

Folgesymptome übermäßiger Wasseraufnahme wären unter anderem:

  • Atembeschwerden (Dyspnoe)
  • Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme)
  • Krämpfe, Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma
  • Symptome einer Herzinsuffizienz
  • Beschleunigung des Herzschlages (Tachykardie)

Für eine Wasserüberladung sind meist bestimmte Krankheiten (z.B. Nierenfunktionsstörungen) verantwortlich.

Was passiert bei einem Flüssigkeitsmangel?

Wassermangel führt rasch zu schwerwiegenden Schäden. Die harnpflichtigen Substanzen können vom Organismus schon nach zwei bis vier Tagen nicht mehr ausgeschieden werden. Wird zu wenig Wasser aufgenommen, können beispielsweise Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, verringerte körperliche Leistungsfähigkeit sowie – besonders bei älteren Menschen – Verwirrtheit auftreten. Da sich der Flüssigkeitsmangel auch im Darm bemerkbar macht, ist Verstopfung (Obstipation) eine weitere mögliche Auswirkung. Im schlimmsten Fall kommt es aufgrund von Wassermangel zu Kreislaufversagen.

Der Bedarf ist z.B. bei körperlicher Anstrengung, bei Sport, bei hohen oder sehr niedrigen Temperaturen und bei Fieber, Erbrechen und Durchfall erhöht. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit muss mehr Wasser aufgenommen werden.

Wasserverlust in % des Körpergewichts erkennbare Anzeichen
ab 0,5 Durst
ab 3 Durst, Gewichtsabnahme, verminderte Harnproduktion und Speichelsekretion, Mundtrockenheit
ab 5 verminderte Spannung der Haut, geschwollene Zunge, Schluckbeschwerden, beschleunigter Herzschlag, erhöhte Körpertemperatur, verdicktes Blut
ab 10 starke Einschränkung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, Verwirrung, Muskelkrämpfe, Kreislaufkollaps.

Ohne Flüssigkeitsersatz -> Lebensgefahr!

Quelle: Küpper, C. (2003): Ernährung älterer Menschen, zitiert in der Broschüre DGE-Praxiswissen (2012): Trinken im Alter


Hinweis Wasser ist nicht nur in Getränken enthalten, sondern auch in verschiedenen Nahrungsmitteln – vor allem in Obst und Gemüse.

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