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Ultraschallbilder und Stethoskop © Natalya Lys
Ultraschallbilder und Stethoskop © Natalya Lys

MuKi-Pass-Untersuchungen

Die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen tragen seit ihrem Start im Jahr 1974 entscheidend dazu bei, dass Schwangerschaft und Geburt für Mutter und Baby sicher verlaufen. Das Ziel der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen in der Schwangerschaft ist, gesundheitliche Probleme bei Mutter und Kind so früh wie möglich zu entdecken und zu behandeln.  

Was ist der Mutter-Kind-Pass?

Der Mutter-Kind-Pass dokumentiert wichtige Untersuchungen und Gesundheitsdaten im Verlauf der Schwangerschaft sowie nach der Geburt bis zum fünften Lebensjahr des Kindes. Das Dokument ist eine wichtige Stütze, um alle Vorsorgetermine während der Schwangerschaft und danach im Auge zu behalten. Zudem sind Ärztinnen/Ärzte und Hebammen mithilfe des Mutter-Kind-Passes über wichtige Gesundheitsdaten informiert. Das ist besonders in einem Notfall wichtig. Deshalb sollten schwangere Frauen den Mutter-Kind-Pass immer mitführen.

Mehr zum Thema: Der Mutter-Kind-Pass auf einen Blick

Wie viele Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen gibt es?

Der Mutter-Kind-Pass sieht fünf gynäkologische Untersuchungen während der Schwangerschaft vor. Dabei werden zusätzlich zwei Blutuntersuchungen sowie drei Ultraschalluntersuchungen durchgeführt.

Mehr zum Thema: Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen für Schwangere

Nach der Geburt stehen zehn Untersuchungen des Kindes einschließlich einer orthopädischen, einer Hals-Nasen-Ohren-Untersuchung und zwei Augenuntersuchungen auf dem Programm. Seit November 2012 besteht auch die Möglichkeit, eine Hebammenberatung in der 18. bis 22. Schwangerschaftswoche in Anspruch zu nehmen.

Mehr zum Thema:

Jede schwangere Frau mit Wohnsitz in Österreich hat Anspruch auf einen Mutter-Kind-Pass.

Hinweis Für den vollen Bezug des Kinderbetreuungsgeldes sind fünf Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen der werdenden Mutter und fünf Untersuchungen des Kindes verpflichtend durchzuführen und durch die ärztliche Bestätigung im Mutter-Kind-Pass nachzuweisen.

Mehr zum Thema: Kinderbetreuungsgeld

Was bedeutet Pränataldiagnostik?

Aus medizinischen Gründen können zusätzlich zu den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen weitere Untersuchungen verordnet werden. Dies ist u.a. dann notwendig, wenn der Verdacht auf eine Chromosomenanomalie bzw. eine Fehlbildung vorliegt. Die medizinisch notwendigen Untersuchungen dieser sogenannten Pränataldiagnostik werden von der Sozialversicherung bezahlt.

Einige werdende Eltern wollen auch ohne medizinische Indikation pränataldiagnostische Untersuchungen in Anspruch nehmen, um das Risiko genetischer Erkrankungen oder Fehlbildungen abschätzen zu lassen. Bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf werden sämtliche Untersuchungen, die Frauen zusätzlich zum Mutter-Kind-Pass-Programm durchführen lassen, nicht oder nur teilweise von der Sozialversicherung bezahlt. Informationen über pränataldiagnostische Untersuchungen und ihre Kosten bekommen Sie bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder bei Familienberatungsstellen mit Schwangerenberatung. 

Mehr zum Thema: Pränataldiagnostik

Wohin kann ich mich wenden?

Die Mutter-Kind-Pass-Leistungen beginnen mit der Übergabe des Mutter-Kind-Passes nach der Diagnose einer Schwangerschaft durch eine Ärztin/einen Arzt. Folgende Stellen bieten Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen an:

  • Ärztin/Arzt für Allgemeinmedizin,
  • niedergelassene Fachärztin/niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
  • Fachambulatorien für Gynäkologie und Geburtshilfe der Krankenkassen,
  • Ambulanzen für Gynäkologie und Geburtshilfe in Spitälern sowie
  • Familienberatungsstellen mit Schwerpunkt Schwangerenberatung.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Alle Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen sind kostenlos. Schwangere Frauen, die nicht in Österreich krankenversichert sind, haben nur dann Anspruch auf die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen, wenn sie ihren Lebensmittelpunkt in Österreich nachweisen können. Nicht krankenversicherte Frauen müssen sich daher vor Inanspruchnahme einer Untersuchung von der Gebietskrankenkasse, die für den Wohnort zuständig ist, einen Anspruchsbeleg ausstellen lassen.

Weitere Informationen

Die Begleitbroschüre zum Mutter-Kind-Pass Unser Baby kommt des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen enthält Informationen rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt, die ersten Lebensmonate des Babys, rechtliche Fragen und Anlaufstellen für Beratung.

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