Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Baby hält Finger eines Erwachsenen © Erdmännchen

Frühe Hilfen

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, aber sie sind die Erwachsenen von morgen. Schon in der frühen Kindheit können der Lebensstil geprägt und somit die Weichen für ein gesundes Erwachsenenleben gestellt werden. Das oberste Ziel der Frühen Hilfen ist, die Gesundheit von Kindern bis zum Alter von sechs Jahren zu fördern. Das Konzept der „Frühen Hilfen“ (Early Childhood Interventions) findet bereits seit einiger Zeit in anderen Ländern wie etwa Deutschland erfolgreich Anwendung. Auf Empfehlung der nationalen Kindergesundheitsstrategie wird es auch in Österreich umgesetzt, um u.a. Eltern bei ihren Erziehungs- und Betreuungsaufgaben zu helfen und zu begleiten (z.B. Elternkompetenz stärken). Das seit 2015 bestehende Nationale Zentrum Frühe Hilfen fördert und unterstützt die Umsetzung der Maßnahmen in Österreich . . .

Was Frühe Hilfen leisten können

Eine sichere Bindung ist ein wesentlicher Eckpfeiler der Entwicklungsförderung eines Kindes. Eine positive Eltern-Kind-Beziehung ist ein wichtiger Schutzfaktor für die Gesundheit. Frühe Hilfen dienen unter anderem dazu, Belastungsfaktoren rechtzeitig zu erkennen, die Familien gezielt zu unterstützen und die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken. So bekommen etwa Mütter und Väter in belastenden Lebenslagen dadurch rechtzeitig Hilfestellung. Eines der übergeordneten Ziele ist es, die Entwicklungsmöglichkeiten und Gesundheitschancen von Kindern frühzeitig und nachhaltig zu verbessern.

Was Frühe Hilfen bieten:

  • Förderung von Erziehungs- und Beziehungskompetenz von Eltern (z.B. durch Kurse),

  • Unterstützung für den Alltag (z.B. betreuende Elternberatung zu Hause),

  • individuelle Maßnahmen bereits bevor Krisen oder belastende Situationen für Kinder entstehen,

  • diverse Angebote und Maßnahmen (z.B. Services in Eltern-Kind-Zentren),

  • frühzeitige Förderung und Sicherung des Wohl des Kindes.

Nationales Zentrum für Frühe Hilfen

Mit Anfang 2015 wurde das Nationale Zentrum Frühe Hilfen vom Gesundheitsministerium an der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) eingerichtet. Es wird aus Mitteln der Bundesgesundheitsagentur im Rahmen der Vorsorgestrategie finanziert. Die Aufgaben des Nationalen Zentrums zielen insbesondere darauf ab, die bundesweite Abstimmung und Vernetzung, die Qualitätssicherung der Umsetzung sowie Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit zu fördern und zu unterstützen. Dabei wird unter „Frühen Hilfen" ein Gesamtkonzept von gesundheitsförderlichen Maßnahmen bzw. Intervention in der frühen Kindheit – Schwangerschaft bis Schuleintritt – verstanden. Entwicklungsmöglichkeiten und Gesundheitschancen von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft sollen dadurch frühzeitig sowie nachhaltig verbessert werden. Auch die weitere professionelle Vernetzung (zwischen Ärztinnen/Ärzten, Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeitern etc.)  in diesem Feld wird dadurch begünstigt. Die Website „Frühe Hilfen“ dient als Plattform zu „Frühe Hilfen“ in Österreich und stellt Grundlagen, Projektergebnisse sowie Informationen zu Veranstaltungen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Anlaufstellen zur Verfügung.

Im Mittelpunkt von „Frühe Hilfen" in Österreich stehen Familienbegleiterinnen/Familienbegleiter, die als konkrete Ansprechpersonen für Familien in belastenden Lebenssituationen verfügbar sind. Diese Begleiterinnen/Begleiter helfen, geeignete soziale und gesundheitsbezogene Angebote zu finden und in Anspruch zu nehmen. Das Projekt „Frühe Hilfen" ist Teil der Kindergesundheitsstrategie und wird von der Gesundheit Österreich GmbH in Kooperation mit einer Gruppe von Projektpartnerinnen/Projektpartnern umgesetzt. 

Weitere informative Links

  • Co-Parenting-Kurse der Medizinischen Universität Wien in Kooperation mit der Universität Wien sowie dem Therese Benedek Institut
  • SAFE-Programm (Sichere Ausbildung für Eltern/Ein Trainingsprogramm zur Förderung einer sicheren Bindung zwischen Eltern und Kind): www.safe-programm.de – es werden auch Kurse in Österreich angeboten.
  • Nationales Zentrum für Frühe Hilfen (Deutschland): www.fruehehilfen.de.

Weitere hilfreiche Links und Angebote finden Sie unter Services, Links & Downloads.

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse