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Zwillinge © Franz Pfluegl

Babys erstes Jahr

Sobald der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt, stellen sich viele Fragen. Etwa: Entwickelt sich mein Kind gut? Wie kann ich es in seiner Entwicklung fördern und unterstützen? Im ersten Jahr gibt es für einen Säugling eine Menge zu lernen. Die Eltern staunen oft, wie schnell das Kind sich neue Fähigkeiten aneignet.

Entwicklungsschritte im Mutter-Kind-Pass festgehalten

Ob Sehen, Verhalten, Sprache oder Bewegung – im ersten Lebensjahr machen die Kinder Riesenschritte, wobei jedes Kind sein eigenes Tempo hat.Es gibt zwar sogenannte Meilensteine der Entwicklung, diese sind jedoch in variablen Zeitspannen definiert und als Orientierungspunkte zu sehen. Abweichungen müssen nicht gleich Anlass zur Sorge sein. Durch regelmäßige Untersuchungen im Rahmen des Mutter-Kind-Passes kann die Ärztin/der Arzt Verzögerungen in der Entwicklung sowie Erkrankungen frühzeitig entdecken und wenn notwendig behandeln.

Hinweis Unter Mutter-Kind-Pass finden Sie die einzelnen Untersuchungen genau erklärt und erfahren auch Wesentliches zum Thema Entwicklung.

Das Baby kann schon von Geburt an viel. Babys erstes Jahr im kurzen Überblick – vom ersten Wort bis hin zur motorischen Entwicklung – für die Eltern gibt es einiges zu bestaunen:

Die Welt mit Babys Augen sehen

Bei der Geburt sehen Babys noch unscharf. Das Neugeborene hat eine Vorliebe für Gesichter. Im Abstand von 20 bis 25 cm wird die beste Sehschärfe erreicht. Ab dem Alter von drei bis vier Monaten beginnt die Fähigkeit des räumlichen Sehens. Das Kind fängt an, nach Dingen, die es sieht, zu greifen und den Gegenstand zu betrachten. Mit ca. sieben Monaten kann der Säugling Gegenstände auch außerhalb seiner Reichweite erkennen und gezielt danach fassen. Zudem steigt das Interesse für die Umgebung.

Die ersten Laute

Die Sprachentwicklung eines Kindes verläuft sehr individuell. Babys haben bereits von Geburt an eine Vorliebe für die menschliche Stimme und lauschen genau, wenn Sie mit ihnen sprechen. Der Klang der Stimme kann Zuwendung, Interesse und Nähe vermitteln, aber auch die Stimmung verraten (Aufregung, Ärger etc.). Vom Schreien über das Gurren, spielerisches Erproben der Stimme über Plappern bis hin zu ersten Wörtern – Sprechen lernen ist ein Abenteuer. Die ersten Wörter wie etwa „Mama“ oder „Papa“ sprechen Kinder ca. im Alter von neun bis 13 Monaten. Manche lassen sich aber auch länger Zeit.

Der Umgebung lauschen

Bereits im Mutterleib ist das Ungeborene von Geräuschen umgeben (z.B. Klang der mütterlichen Stimme, Herzschlag). Das Gehör bildet sich während der Schwangerschaft aus und ist beim Neugeborenen voll funktionsfähig. Hören und Sprechen gehören maßgeblich zusammen. Darum ist ein gutes Gehör eine wichtige Voraussetzung für die Sprachentwicklung. Mit modernen Hörhilfen ist es auch schwerhörigen Kindern möglich, sich sprachlich normal zu entwickeln.

Motorische Entwicklung

Ungefähr im Alter von drei Monaten kann das Baby den Kopf in Bauchlage und im Sitzen aufrecht halten. Die weitere motorische Entwicklung verläuft über die eigenständige Körperdrehung und Krabbeln bis hin zum freien Sitzen (meist im Alter zwischen neun und 13 Monaten). Nächste Schritte sind das selbstständige Aufziehen zum Stand und zwischen neun und ca. 18 Monaten das freie Gehen. Nicht jedes Kind durchläuft diese Entwicklungsschritte nacheinander – oft verlaufen die neuen Bewegungsabläufe nebeneinander.

Mit den Händen die Welt „begreifen“

Das Neugeborene verfügt über einen Greifreflex. Die Fähigkeit, etwas willkürlich zu halten und danach zu greifen, wird erst ausgebildet. Gegen Ende des dritten Monats kann ein Gegenstand schon kurz festgehalten werden. Die weitere Entwicklung geht über gezieltes Greifen bis hin zum sogenannten Pinzettengriff (Erfassung kleiner Gegenstände mit den Fingerkuppen von Daumen und Zeigefinger).

Denken und Fühlen

Der Prozess der geistigen Entwicklung eines Kindes ist eng mit anderen Bereichen wie jenen der Bewegung, Sinnesverknüpfung und Sprache verbunden. Babys Gefühle werden oft durch Mimik sichtbar. Mit etwa neun Monaten erkennt das Baby, worauf die Bezugspersonen ängstlich, ärgerlich oder freudig reagieren. Bei Irritationen orientiert sich das Kind an der Bezugsperson und imitiert deren Verhalten.

Weitere Informationen über die kindliche Entwicklung finden Sie in der Broschüre „Das Baby“ (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung).

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