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Bronchoskopie © Grzegorz Kwolek

Bronchoskopie

Die Bronchoskopie ist eine Untersuchung der Atemwege (Luftröhre und Bronchien). Die Durchführung erfolgt mithilfe eines Instruments, das aus einem biegsamen Material (flexible Bronchoskopie) oder einem starren Metallrohr (starre Bronchoskopie) besteht und einen Einblick mittels Glasfaser- oder Kameraoptik gestattet. Damit können krankhafte Veränderungen der Atemwege (Tumoren, Engstellen, Fremdkörper etc.) erkannt und über einen Gerätekanal Instrumente eingebracht werden . . .

Wann ist eine Bronchoskopie notwendig?

Die Bronchoskopie ist einerseits ein diagnostisches Verfahren zur Beurteilung der Innenwand der Luftwege, andererseits kann gleichzeitig auch eine Behandlung durchgeführt werden. In folgenden Fällen ist eine Bronchoskopie zur weiteren Abklärung erforderlich:

  • Beurteilung der Bronchialschleimhaut und Probengewinnung,
  • Diagnostik von Tumoren,
  • Gewinnung von Krankheitserregern (Bakterien, Tuberkulose, Viren, Pilze) durch Spülung,
  •  Entfernung von Fremdkörpern,
  • Stillen von Blutungen sowie
  • Aufdehnung von Engstellen und eventuell Einsetzen von Stents.

Welche Vorbereitungen sind erforderlich?

Die Bronchoskopie findet meist in örtlicher Betäubung, selten in Allgemeinnarkose statt. Die Patientinnen/Patienten müssen am Untersuchungstag nüchtern sein und dürfen mindestens 24 Stunden vorher nicht rauchen. Herausnehmbare Zahnprothesen müssen entfernt werden, um Schäden bzw. die Gefahr des Erstickens an einzelnen Teilen zu vermeiden.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung ist schmerzfrei, da sie entweder in örtlicher Betäubung oder Allgemeinnarkose stattfindet. Die Ärztin/der Arzt führt das Instrument über den Mund oder die Nase in die Luftröhre ein und schiebt es weiter in die Aufzweigungen der Luftröhre – in die Bronchien. Mithilfe einer Optik lässt sich die Innenwand der Lufträume beurteilen. Durch einen Instrumentenkanal können kleine Werkzeuge wie Zangen, Nadeln, Bürsten etc. vorgeschoben werden. Damit sind Gewebeentnahmen (Biopsie) von Lunge, Bronchien und Lymphknoten möglich, ohne den Brustkorb zu öffnen. Auf diesem Weg können auch Fremdkörper entfernt bzw. Blutungen gestillt werden.

Welche Nebenwirkungen/Komplikationen gibt es?

Die Bronchoskopie ist ein risikoarmes Routineverfahren. Wenn sie in Kurznarkose durchgeführt wird, muss mit den allgemeinen Nebenwirkungen und Komplikationen einer Allgemeinnarkose gerechnet werden. Die Fachärztin/der Facharzt für Anästhesie wird Sie gesondert darüber aufklären!

Folgende Nebenwirkungen und Komplikationen können bei einer Bronchoskopie auftreten:

  • Beim Einführen des Bronchoskops kann es zu einem kurzen Stimmbandkrampf (Laryngospasmus) kommen, der sich von selbst wieder löst und nicht behandelt werden muss.
  • Selten kommt es zu einer Schwellung der Stimmbänder mit kurzfristiger Heiserkeit und Atemnot.
  • Selten treten Blutungen durch Entnahme von Gewebeproben oder Entfernung von Fremdkörpern auf.
  • Sehr selten kommt es zu Verletzungen der Luftwege und der Lunge.
  • Sehr seltene Folgen sind Infektionen bis hin zur Lungenentzündung.

Hinweis Nach der Bronchoskopie darf wegen der Gefahr von Schluckstörungen im Rahmen der örtlichen Betäubung mindestens zwei Stunden nichts gegessen und getrunken werden. Zur Überprüfung der Schluckfunktion sollte zunächst nur Wasser getrunken werden!

Durch eine Narkose kann die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt sein. Bei ambulanter Untersuchung bzw. bei einer Entlassung am Untersuchungstag dürfen Sie daher am Straßenverkehr nicht aktiv teilnehmen!

Wo wird eine Bronchoskopie durchgeführt?

Eine Bronchoskopie kann bei niedergelassenen Fachärztinnen/Fachärzten für Pulmologie oder in Krankenhäusern mit pulmologischer Abteilung durchgeführt werden. Eine ärztliche Überweisung ist erforderlich.

  • Fachärztinnen/Fachärzte für Pulmologie in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Arztsuche.
  • Krankenhäuser (mit pulmologischer Abteilung) in Ihrer Nähe finden Sie unter Services: Spitalssuche.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Für eine Bronchoskopie benötigen Sie eine ärztliche Zuweisung. Diese ist ab dem Ausstellungstag einen Monat gültig. Die Kosten einer Bronchoskopie werden von Ihrem Krankenversicherungsträger übernommen.

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