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Leber

Die Leber ist ein zentrales Organ für verschiedene Funktionen des Körpers und erfüllt wichtige Aufgaben in Stoffwechsel, Blutkreislauf und Verdauung. Die vielseitigen Funktionen der Leber werden von den Leberzellen wahrgenommen. Verschiedene Infektionskrankheiten, aber auch Missbrauch von Alkohol, Drogen oder Medikamenten können die Leber schädigen. Hier erfahren Sie mehr über die Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von infektiösen und toxischen Leberkrankheiten . . .

Leber: Aufbau & Funktion

Die Leber (altgriech. Hepar) ist mit rund 1.500 g das größte Stoffwechselorgan des menschlichen Körpers. Die gesunde Leber besitzt eine weich-elastische Konsistenz, eine dunkel-rostbraune Farbe und eine leicht spiegelnde Oberfläche. Die aus einem rechten und einem linken Lappen bestehende Leber liegt unterhalb des Zwerchfells und füllt den rechten Oberbauch vollständig aus. Sie hat eine enge Lagebeziehung zu anderen Organen wie Magen, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm sowie rechte Niere und Nebenniere . . .

Hepatitis (Leberentzündung): Was ist das?

Hepatitis ist der medizinische Fachbegriff für eine Leberentzündung. Dabei handelt es sich um eine Abwehrreaktion des körpereigenen Immunsystems. Die Einteilung der Hepatitiserkrankungen kann nach der Ursache erfolgen. Man unterscheidet zwischen einem chronischen oder akuten Verlauf . . .

Hepatitis A

Hepatitis-A-Viren (HAV) verursachen eine akute diffuse Entzündung des Lebergewebes. Die Hepatitis A ist zwar eine ernstzunehmende Erkrankung, verläuft aber im Allgemeinen recht harmlos. Sie heilt vollständig aus und hinterlässt eine lebenslange Immunität. Bei der Hepatitis A sind keine chronischen Verläufe bekannt. Die Ansteckungszeit ist im Vergleich zu anderen Virushepatitiden mit ca. zwei bis vier Wochen kurz. Infizierte Reisende können nach der Rückkehr in ihre Heimat andere Personen anstecken und somit lokale Ausbrüche verursachen . . .

Hepatitis B: Übertragung & Vorbeugung

Die Hepatitis B ist eine meldepflichtige Viruserkrankung, die mit einer meist schweren Leberentzündung einhergeht. Man unterscheidet verschiedene Hepatitis-B-Virus-Genotypen (A–J), die eine geografisch unterschiedliche Verteilung aufweisen und für den Krankheitsverlauf sowie die Therapiewahl mitentscheidend sind . . .

Hepatitis B: Diagnose & Therapie

Klinisch lässt sich eine akute Hepatitis B nicht von anderen akuten Leberentzündungen (ausgelöst durch Hepatitis-A-, -C-, -D- und -E-Viren) oder einer Autoimmunhepatitis unterscheiden. Die Mehrzahl der Erkrankten hat keine Symptome. Verläufe mit Gelbsucht treten nur in ca. 30 Prozent der Fälle auf. Die Hepatitis B (Inkubationszeit vier bis 26 Wochen) beginnt – ähnlich der Hepatitis A – häufig mit Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Appetitlosigkeit. In weiterer Folge kommt es zur Gelbfärbung von Augen und Haut (Ikterus, die sogenannte Gelbsucht). Neben der Dunkelfärbung des Harns tritt eine Hellfärbung des Stuhls auf. Zusätzlich kann es zu Juckreiz, Gelenksschmerzen und Ausschlag kommen . . .

Hepatitis C: Übertragung & Vorbeugung

Hepatitis C ist eine meldepflichtige, infektiöse Viruserkrankung der Leber, von der weltweit schätzungsweise rund 170 Millionen Menschen betroffen sind. Seit der Entdeckung des Virus im Jahr 1989 ist es zu einer enormen Wissenszunahme bezüglich Übertragung, Diagnostik und Vorsorge der Hepatitis-C-Virusinfektion gekommen. Auch in der Therapie konnten in den letzten Jahren entscheidende Fortschritte erzielt werden. In Österreich wird eine Virusträgeranzahl von ca. 80.000 Personen angenommen . . .

Hepatitis C: Diagnose & Verlauf

Eine akute Hepatitis C kann sich fünf bis 150 Tage nach einer Infektion entwickeln. Bei 55 bis 80 Prozent der Betroffenen kann das Immunsystem das Virus nicht eliminieren und es entwickelt sich eine chronische Hepatitis-C-Infektion. Der Verlauf der Hepatitis-C-Infektion ist sehr unterschiedlich . . .

Hepatitis C: Therapie & Nachsorge

Grundsätzlich wird HCV-RNA positiven Patientinnen/Patienten eine Therapie empfohlen, wenn das Hepatitis-C-Virus länger als sechs Monate im Blut nachweisbar ist. In den letzten Jahren wurden Medikamente mit völlig neuartigen Wirkprinzipien entwickelt. Sie greifen direkt an unterschiedlichen Punkten des Vermehrungszyklus des Hepatitis-C-Virus ein und werden daher als direkt antivirale Substanzen (DAAs) bezeichnet . . .

Hepatitis C: Psychische Auswirkungen

Falsche und irreführende Informationen tragen zur Verunsicherung der Bevölkerung und der Betroffenen bei. Die Darstellung als unheilbare Infektionserkrankung und eine Verbindung mit HIV und Drogenmissbrauch erschweren eine vernünftige Aufklärungsarbeit. Die Tatsache, dass Hepatitis C eine infektiöse Erkrankung ist, auch wenn deren Übertragung nur von Blut zu Blut stattfindet, verstärkt für Betroffene die Gefahr stigmatisiert zu werden. Selbsthilfegruppen sind eine wichtige Ansprechstelle . . .

Hepatitis D

Bei der Delta-Hepatitis verursachen Hepatitis-D-Viren (HDV) eine im ganzen Organ verbreitete (diffuse) Entzündung des Lebergewebes. HDV ist ein defektes RNA-Virus, das mit Vorliebe an Leberzellen andockt und das auf die Helferfunktion des Hepatitis-B-Virus angewiesen ist. Nur bei einer Hepatitis-B-positiven Person sind Hepatitis-D-Viren infektiös und vermehrungsfähig . . .

Hepatitis E

Die Hepatitis E ist eine akute, für gewöhnlich selbst heilende Leberentzündung und meldepflichtig. In den letzten Jahren wurde auch über chronische Verlaufsformen (besonders bei Patientinnen/Patienten nach Organtransplantation) berichtet. Die Hepatitis E ist in den Tropen und Subtropen verbreitet (Südostasien, indischer Subkontinent und Mittelamerika) . . .

Hepatitis F und G

Die mit Abstand häufigsten Ursachen einer Lebererkrankung viralen Ursprungs sind die Hepatitis-A- bis Hepatitis-E-Viren. Dennoch lassen sich nicht alle viralen Hepatitiden auf diese Viren zurückführen. Weitere Hepatitisviren werden wissenschaftlich genauer erforscht . . .

Leberzirrhose

Eine Leberzirrhose ist das Endstadium einer Leberschädigung. Sie beginnt zunächst mit einer fortschreitenden Bindegewebsvermehrung (Fibrose), aus der sich im Verlauf der Erkrankung größere Zirrhoseknoten (Durchmesser: drei Millimeter bis fünf Zentimeter) bilden. Dieser Prozess kann bis zur kompletten Zerstörung der Leber führen. Die Geschwindigkeit und Ausprägung dieser Entwicklung können individuell verschieden sein . . .

Portale Hypertension (Pfortaderhochdruck)

Die Pfortader (Vena portae) ist das Gefäß, welches das venöse Blut der Bauchorgane (Magen, Dünndarm, Teilen des Dickdarms, Pankreas, Milz) zur Leber leitet. Dort werden die Nährstoffe verstoffwechselt (Energiestoffwechsel). Aus der Leber wird das Blut über die untere Hohlvene dem rechten Herzen zugeführt . . .

Hepatische Enzephalopathie

Die hepatische Enzephalopathie (HE) ist eine potenziell reversible (rückbildungsfähige) Funktionsstörung des Gehirns, die durch eine unzureichende Entgiftungsfunktion der Leber entsteht. Diese ist unter anderem die Folge eines akuten Leberversagens oder einer chronischen Lebererkrankung (z.B. einer Leberzirrhose). Dadurch kommt es zu steigenden Konzentrationen verschiedener v.a. neurotoxischer, das heißt die Nerven schädigender Substanzen (v.a. Ammoniak, Mercaptane, Gamma-Aminobuttersäure, kurzkettige Fettsäuren und aromatische Aminosäuren) im Körper. Dies kann zu verschiedenen Ausprägungen von Bewusstseinsstörungen führen . . .

Alkoholische Leberkrankheit

Übermäßiger Alkoholkonsum über einen längeren Zeitraum führt zu einem breiten Spektrum an Leberschädigungen, die von der Fettleber (Steatosis hepatis) über das Zwischenstadium der „alkoholischen Hepatitis“ bis hin zu Leberzirrhose und lebensbedrohlichem Leberkoma reichen . . .

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