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Mann zündet sich Zigarette an © 5second

Speiseröhrenkrebs: Risikofaktoren & Symptome

Die Ursachen für die Entstehung von Speiseröhrenkrebs sind bisher nicht eindeutig geklärt. Generell negativ wirken sich chronische Reize auf die Speiseröhrenschleimhaut aus. Es entsteht dabei eine andauernde Entzündung, und daraus können sich Tumore in der Schleimhaut bilden. Das häufigste Warnsignal bei Speiseröhrenkrebs sind Schluckbeschwerden . . .

Risikofaktoren

Bestimmte Faktoren erhöhen das Erkrankungsrisiko. Dazu gehören u.a.:

  • Rauchen,
  • Erhöhter Alkoholkonsum,
  • unausgewogene Ernährung mit geringem Anteil an Obst und Gemüse,
  • chronisches Sodbrennen,
  • häufiger Rückfluss von Magen- und Gallensäuren aus dem Magen in die Speiseröhre (Reflux) mit und ohne Sodbrennen.

Chronischer Säurerückfluss fördert die Entstehung des sogenannten Barrett-Ösophagus. Darunter versteht man den Umbau der ursprünglichen Speiseröhrenschleimhaut in eine drüsige Schleimhaut, die jener im Magen ähnelt. Diese Veränderung kann eine Krebsvorstufe darstellen.  

Aber auch andere Faktoren wie häufiger Genuss von heißen Speisen und Getränken, Übergewicht und Adipositas, Viren (z.B. Papillomviren), Verätzungen der Speiseröhre und Achalasie (seltene gutartige Erkrankung der Speiseröhre, die mit Schluckstörung einhergeht), können das Risiko eventuell erhöhen.

Hinweis Einige Risikofaktoren sind durch den Lebensstil beeinflussbar, dadurch kann das Erkrankungsrisiko gesenkt werden.

Formen 

Je nachdem, in welchem Gewebe der Tumor seinen Ursprung nimmt, werden zwei Hauptformen unterschieden:

  • Plattenepithelkarzinome: Sie entwickeln sich in der ursprünglichen Speiseröhrenschleimhaut und können entlang der gesamten Speiseröhre, auch im Halsbereich, auftreten. Meist liegen sie im oberen und mittleren Drittel der Speiseröhre.
  • Adenokarzinome: Sie entwickeln sich aus den drüsigen Schleimhautzellen, die nach Umwandlung in einen Barrett-Ösophagus die Speiseröhrenschleimhaut bilden. Sie sind vor allem im unteren Drittel der Speiseröhre und im Übergang zum Magen zu finden.

Symptome

Häufigstes Warnsignal bei Speiseröhrenkrebs sind Beschwerden beim Schlucken. Sie sind auf eine tumorbedingte Verengung der Speiseröhre zurückzuführen. Schluckbeschwerden treten anfangs nur bei der Aufnahme fester Nahrung auf, später stellen sie sich auch bei weicher und flüssiger Nahrung ein.

Weitere mögliche Beschwerden sind u.a.:

  • ungewöhnliches Würgen beim Schlucken von Speisen,
  • schmerzhafte Krämpfe der Speiseröhre,
  • Sodbrennen und häufiges „Aufstoßen“ (Reflux),
  • Gewichtsverlust, Schmerzen und Heiserkeit (als Spätsymptome). 

Diagnose

Nach einer ausführlichen Anamnese erfolgen eine körperliche Untersuchung und die Spiegelung von Speiseröhre und Magen (Ösophago-Gastroskopie) mit (Biopsie). Wird tatsächlich ein Tumor festgestellt, werden weitere Untersuchungen erforderlich. Dabei geht es darum festzustellen, wie weit sich der Tumor ausgebreitet hat, ob Lymphknoten befallen sind oder ob sich Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Körperregionen oder Organen gebildet haben. Notwendige Untersuchungen zur Abklärung von Speiseröhrenkrebs sind:

Die Untersuchungen dienen dazu, das im jeweiligen Fall beste Behandlungskonzept festzulegen.

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