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HIV/AIDS: Verlaufskontrollen

In Abhängigkeit von der aktuellen immunologischen, virologischen und klinischen Situation werden im Abstand von ein bis sechs Monaten ambulante Kontrollen in einem Behandlungszentrum durchgeführt. Zu den speziellen Verlaufskontrollen zählen Blutabnahmen mit der Bestimmung von Immunstatus und Viruslast („viral load“ – Zahl der HI-Viren in einem Milliliter Blut).

Zusätzlich werden regelmäßig Blutbild, Leberwerte, Nierenwerte, Entzündungswerte und Stoffwechselparameter sowie je nach Erfordernis Harnuntersuchungen, Lungenröntgen und Blutgasanalyse durchgeführt. Verlaufskontrollen erfolgen bei Bedarf sehr engmaschig. Auch eine stationäre Aufnahme ist möglich, aber sehr selten erforderlich.

Weitere Informationen finden Sie in der Laborwerte-Tabelle unter HIV/AIDS.

Hinweis

Bei akuten Beschwerden sollte rasch eine erfahrene Ärztin/ein erfahrener Arzt aufgesucht werden.

Früherkennung von Koinfektionen und Begleiterkrankungen

Im Zuge regelmäßiger Kontrollen werden folgende Untersuchungen vorgenommen, um frühzeitig Koinfektionen und Begleiterkrankungen feststellen und behandeln zu können. Dabei sind die Untersuchungsintervalle abhängig vom Risikoverhalten.

  • Screening auf sexuell übertragbare Erkrankungen (Syphilis, Gonokokken, Chlamydien) mittels Serologie und Abstrichen,
  • Virushepatitis A,B,C mittels serologischer Tests,
  • Tuberkulose: Anamnese und/oder Bluttest,
  • Serostatus und Impfstatus von anderen Infektionskrankheiten wie Varizella-Zoster-Virus, Masern, Mumps, Röteln, Toxoplasma, Cytomegalovirus und HPV,
  • Bestimmung des HIV-Status von Partner*innen, Schutz der Partner*innen (Beratung über Safer Sex, Schutz durch Therapie sowie PrEP oder PEP),
  • bei Frauen Abklärung von Schwangerschaft, Kinderwunsch/Verhütung sowie gynäkologische Untersuchung und Früherkennungsuntersuchungen, bei Männern Abklärung Prostata-Früherkennungsuntersuchung
  • Abklärung von Komorbiditäten mittels Laborunteruntersuchungen,
  • Messungen des Body-Mass-Index und von Werten des Fett- und Zuckerstoffwechsels
  • ggf augenärztliche Untersuchung,
  • Untersuchung auf neurologische und psychiatrische Erkrankungen wie kognitive Störungen oder Depression,
  • Blutdruck, EKG, ggf. Echokardiographie, kardiovaskuläre Prognosescores, ggf. Röntgen-Thorax,
  • Bestimmung von Leberwerten und ggf. Abdomen Sonographie,
  • Bestimmung der Nierenfunktionsparameter und Urinstatus,
  • Bestimmung von Parametern des Knochenstoffwechsels und Vitamin,
  • ggf. Früherkennungsuntersuchungen auf Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes sowie auf anale Dysplasien inkl. Zytologie.
     

  • AIDSinfo (2017): Guidelines for the Prevention and Treatment of Opportunistic Infections in HIV-Infected Adults and Adolescents - Geographic Opportunistic Infections of Specific Consideration – Malaria. Online unter: www.aidsinfo.nih.gov (Zugriff: April 2018)
  • AGES: HIV-Surveillance in Österreich. 37th Report of the Austrian HIV Cohort Study. Online unter: www.ages.at (Zugriff: November 2020)
  • Deutsche AIDS-Gesellschaft: Deutsch-Österreichische Leitlinie zur medikamentösen Postexpositionsprophylaxe nach HIV-Exposition (2018). Online unter: www.awmf.org
  • Bundesministerium für Soziales, gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz: Statistiken und Fallzahlen. Epidemiologie übertragbarer Krankheiten in Österreich. Online unter: www.sozialministerium.at (Zugriff: November 2020)
  • Centers for Disease Control and Prevention (2018): HIV/AIDS. Online unter: www.cdc.gov (Zugriff: April 2018)
  • Cochrane Collaboration (2017): Micronutrient supplements for non-pregnant adults with HIV infection. Online unter: www.cochrane.org (Zugriff: April 2018)
  • Cochrane Collaboration (2018): Antidepressant drugs for treatment of depression in people living with HIV. Online unter: www.cochrane.org (Zugriff: April 2018)
  • Cochrane Collaboration (2018): Does group therapy improve well-being in people living with HIV? Online unter: www.cochrane.org (Zugriff: April 2018)
  • Deutsche AIDS-Gesellschaft e.V. (2018): Deutsch-Österreichische Leitlinien zur HIV-Präexpositionsprophylaxe. Online unter: www.daig.net (Zugriff: November 2020)
  • Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (2018): Reisende mit Vorerkrankungen. Online unter: www.dtg.org (Zugriff: April 2018)
  • Dynamed Plus (2018): Overview of HIV infection. Online unter: www.dynamed.com (Zugriff: April 2018)
  • EUR-Lex (2018): DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS DER KOMMISSION vom 8. August 2012 zur Änderung der Entscheidung 2002/253/EG zur Festlegung von Falldefinitionen für die Meldung übertragbarer Krankheiten an das Gemeinschaftsnetz gemäß der Entscheidung Nr. 2119/98/EG des Europäischen Parlaments und des Rates. Online unter: www.eur-lex.europa.eu (Zugriff: April 2018)
  • European Center for Disease Prevention and Control (2017): HIV/AIDS surveillance in Europe - 2016 data. Online unter: www.ecdc.europa.eu (Zugriff: Mai 2018)
  • European Center for Disease Prevention and Control: Pre-Exposure Prophylaxis (PrEP). Online unter: www.ecdc.europa.eu
  • Löscher, T., Buchard G.-D. (2010): Tropenmedizin. Stuttgart: Thieme Verlag. Online unter: www.who.int (Zugriff: Mai 2018)
  • Österreichische AIDS-Gesellschaft (2017): Statement der Österreichischen AIDS Gesellschaft zum Einsatz von TDF/FTC (Truvada®) als präexpositionelle Prophylaxe (PrEP). Online unter: www.aidsgesellschaft.info (Zugriff: Mai 2018)
  • Robert-Koch-Institut (2015): Talaromyces marneffei- (syn. Penicillium marneffei-) Mykose. Online unter: www.rki.de (Zugriff: April 2018)
  • The Global Database on HIV related travel restrictions (2018). Online unter: www.hivtravel.org (Zugriff: April 2018)
  • UNAIDS – Region Eastern Europe and Central Asia (2018): Data. Online unter: www.unaids.org (Zugriff: April 2018)
  • UNAIDS (2017): UNAIDS Data 2017.Online unter: www.unaids.org (Zugriff: April 2018)
  • UpToDate (2017): Administration of pre-exposure prophylaxis against HIV infection. Online unter: www.uptodate.com (Zugriff: Mai 2018)
  • UpToDate (2018): Patient evaluation and selection for HIV pre-exposure prophylaxis. Online unter: www.uptodate.com (Zugriff: Mai 2018)
  • WHO (2015): Guideline on when to start antiretroviral therapy and on pre-exposure prophylaxis for HIV. Online unter: www.who.int (Zugriff: Mai 2018)
  • WHO (2016): Consolidated guidelines on the use of antiretoviral drugs for treating and preventing HIV infection – Recommendations for a Public Health approach. 2. Auflage.
  • WHO (2017): Preventing HIV during pregnancy and breastfeeding in the context of PREP. Online unter: www.who.int (Zugriff: Mai 2018)
  • WHO (2018): Fact sheet HIV/AIDS. Online unter: www.who.int (Zugriff: April 2018)
  • WHO (2018): Fact sheet Zika virus. Online unter: www.who.int (Zugriff: April 2018)
  • Zangerle, R. et al. (2019): HIV/AIDS in Austria - 34th Report of the Austrian HIV Cohort Study. Online unter: www.ages.at (Zugriff: November 2020)

Letzte Aktualisierung: 30. November 2021

Erstellt durch: Redaktion Gesundheitsportal

Expertenprüfung durch: Priv.-Doz. Univ.Prof. (SFPU) Dr. Alexander Zoufaly, Facharzt für Innere Medizin und Infektiologie, Facharzt für Innere Medizin

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