Gesundheitsportal
Inhaltsbereich
Blutdruckmessgerät und EKG Aufzeichnung © Gina Sanders

Bluthochdruck (Hypertonie): Diagnose

Bluthochdruck wird meist im Rahmen von anderen Erkrankungen oder unspezifischen Symptomen entdeckt. Wichtig bei der Diagnosestellung ist die Unterscheidung von primärem und sekundärem Bluthochdruck. Zusätzlich sind die Einschätzung des Schweregrades, bereits bestehende Organschäden, Begleiterkrankungen sowie Risikofaktoren des Herz-Kreislauf-Systems für den weiteren Verlauf bzw. die Therapiewahl entscheidend . . .

Das ärztliche Gespräch

Meistens wird Bluthochdruck im Rahmen von anderen Erkrankungen oder unspezifischen Symptomen entdeckt. Die Ärztin/der Arzt wird in einem Gespräch bestimmte Daten erheben. Dazu zählen:

  • Sind erhöhte Blutdruckwerte bekannt?
  • Gibt es unspezifische Symptome wie z.B. Luftnot, Kopfschmerzen, Ohrensausen usw.?
  • Werden regelmäßig Medikamente eingenommen?
  • Wie hoch ist der Kaffee-, Nikotin-, Alkohol- oder ev. Drogenkonsum
  • Gibt es Begleiterkrankungen wie z.B. Schlafapnoe?
  • Ist eine Bluthochdruck-, Herz-Kreislauf- oder Nierenerkrankung in der Familie bekannt?

Blutdruckmessung und körperliche Untersuchung

Durch die Ärztin/den Arzt wird der aktuelle Blutdruck festgestellt. Zusätzlich sollte der Blutdruck auch regelmäßig zu Hause gemessen werden, um dessen Verlauf – besonders auch in Ruhe – besser beurteilen zu können. Dabei hilft ein Blutdrucktagebuch. Manchmal ist eine 24-Stunden-Beobachtung des Blutdrucks notwendig. Dabei wird mit einem kleinen Computer, der am Körper getragen wird, regelmäßig der Blutdruck gemessen und aufgezeichnet. Bei der körperlichen Untersuchung sucht die Ärztin/der Arzt nach Hinweisen auf mögliche Ursachen sowie auf Folgeschäden.

Was bei der Blutdruckmessung zu Hause zu beachten ist:

  • Die Messung sollte im Sitzen – nach einer Wartezeit von einigen Minuten – erfolgen.
  • Die Messung sollte möglichst entspannt (bequemen Sessel verwenden) und ohne zu sprechen erfolgen.
  • Den Arm mit der Blutdruckmanschette nicht bewegen.
  • Immer zwei Messungen im Abstand von einer Minute durchführen oder bei großen Unterschieden eventuell ein drittes Mal messen. Der Durchschnittswert der Messungen zählt.
  • Bei alten Menschen können gelegentlich auch Messungen im Stehen sinnvoll sein, insbesondere wenn beim Aufstehen Schwindelzustände oder Fallneigung bekannt sind.

Diese und mehr Tipps zum richtig Blutdruckmessen finden Sie auf der Website der
Österreichischen Gesellschaft für Hypertensiologie.

Weitere Untersuchungen

In einer Laboruntersuchung des Blutes werden blutdruckrelevante Werte bestimmt.

Folgende Parameter zählen zur Basisdiagnostik:

In manchen Fällen werden z.B. noch zusätzlich Hormone bestimmt: Schilddrüsenhormone (TSH, fT3, fT4), Renin, Cortisol, Aldosteron, Katecholamine etc.

Die Harnuntersuchung (Eiweiß, Zucker, Blut) hilft ebenfalls, Nierenschäden zu bestimmen.
Zusätzlich können weitere Untersuchungen angeordnet werden, z.B. EKG, Ultraschall des Herzens, der Nierengefäße, der Halsgefäße, der Schilddrüse und der großen Bauch- und Beinarterien, CT oder MRT.

Wohin kann ich mich wenden?

Zur Abklärung Ihrer Blutdruckwerte können Sie sich an folgende Stellen wenden:

  • Ärztin/Arzt für Allgemeinmedizin,
  • Fachärztin/Facharzt für Innere Medizin.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Alle notwendigen und zweckmäßigen Diagnosemaßnahmen werden von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt bzw. das Ambulatorium direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB, VAEB).

Sie können allerdings auch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) oder ein Privatambulatorium in Anspruch nehmen. Nähere Informationen finden Sie unter Kosten und Selbstbehalte.  

Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse