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Symbolfoto Ablagerung und Verengung einer Arterie © MAN AT MOUSE

Schaufensterkrankheit: Ursachen & Vorbeugung

Als Hauptursache der Schaufensterkrankheit (periphere arterielle Verschlusskrankheit, PAVK) gilt die Arteriosklerose. Das Risiko dafür kann durch eine Reihe von Vorbeugemaßnahmen deutlich gesenkt werden. Die eingeschränkte Durchblutung führt zu einem Mangel an Sauerstoff und Nährstoffen im Versorgungsgebiet einer betroffenen Arterie. Zu spürbaren Beschwerden kommt es meist erst, wenn eine Arterie zu 90 Prozent verschlossen ist . . .

Die PAVK kann alle Arterien betreffen und geht häufig mit anderen Krankheiten einher, v.a. auch Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße und der hirnversorgenden Gefäße (Halsschlagader). Dadurch ist das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall stark erhöht.

Risikofaktoren: Genetik, Alter & Lebensstil

Die Wahrscheinlichkeit, an Arteriosklerose und in weiterer Folge an einer PAVK zu erkranken, wird durch eine Reihe von Risikofaktoren deutlich gesteigert. Dazu zählen neben genetischer Veranlagung und zunehmendem Alter v.a. Rauchen, Bewegungsmangel, einseitige Ernährung, Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte.

So können Sie Ihr Risiko senken:

  • Nichtrauchen – Rauchinhaltsstoffe sind Gift für die Gefäße.
  • Regelmäßige Bewegung – täglich mindestens 20 Minuten. Mehr unter Bewegung.
  • Ausgewogene Ernährung – sparen Sie v.a. bei tierischen Fetten. Mehr unter Ernährung.
  • Übergewicht vermeiden bzw. reduzieren. Mehr unter Ernährung & Übergewicht.
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr – 1,5 bis 2 Liter pro Tag. (z.B. Wasser, ungesüßte Kräuter- bzw. Früchtetees)
  • Mäßiger Alkoholkonsum – ein Glas Rotwein pro Tag hat möglicherweise einen Schutzeffekt auf die Gefäße. Mehr bewirkt jedoch das Gegenteil. Mehr unter Alkohol.
  • Stress vermeiden bzw. auf ausreichenden Stressabbau achten –
    ausreichendes Maß an Schlaf und Entspannung (z.B. mindestens ein 3-wöchiger Urlaub pro Jahr, regelmäßige Bewegung). Mehr unter Stress & Erholung.
  • Korrekte Einstellung des Blutzuckers, um Gefäßschäden zu vermeiden. Diabetikerinnen/Diabetiker haben ein drei- bis fünffach erhöhtes PAVK-Risiko. Mehr unter Diabetes.
  • Normalisierung des Bluthochdrucks. Günstig wirken v.a. gesunde, maßvolle Ernährung und regelmäßige Bewegung. Sollte dies nicht reichen, kann Ihnen Ihre Ärztin/Ihr Arzt blutdrucksenkende Medikamente verordnen. Mehr unter Bluthochdruck.
  • Erhöhte Cholesterinwerte senken. Wesentlich dazu beitragen kann eine ausgewogene Ernährung. Sollte dies nicht reichen, kann Ihnen Ihre Ärztin/Ihr Arzt wirksame Medikamente verschreiben.
  • Regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen bzw. Blutdruck, Blutzucker- und Cholesterinspiegel etc. kontrollieren lassen. Mehr unter Vorsorgeuntersuchung.

Beschwerden definieren Stadium

Die PAVK entwickelt sich allmählich, kann lange Zeit unbemerkt bleiben und vielfach erst im höheren Lebensalter Beschwerden hervorrufen. Sie wird in Abhängigkeit vom Schweregrad in vier Stadien eingeteilt:

  • Stadium I: Es treten noch keine Beschwerden auf.
  • Stadium II: Infolge verminderter Durchblutung treten Muskelschmerzen im betroffenen Bein auf. Sie beeinträchtigen das Gehvermögen und zwingen zu regelmäßigen Pausen, was diesem Krankheitsstadium den Namen „Claudicatio intermittens“ (unterbrochenes Hinken) oder „Schaufensterkrankheit“ gegeben hat. Darüber hinaus kann auch die Schrittgeschwindigkeit vermindert sein. Die Schmerzen bessern sich in Ruhe nach wenigen Minuten rasch.
  • Stadium III: Die Schmerzen stellen sich auch in Ruhe ein, besonders nachts im Liegen.
  • Stadium IV: Selbst kleinste Verletzungen heilen nur noch schlecht, Wundinfektionen können auftreten. Im schlimmsten Fall kann eine Amputation notwendig werden.
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