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Dermatologe untersucht Patienten © JPC-PROD

Psoriasis: Diagnose

Eine frühzeitige Diagnose und die gezielte Behandlung können  dazu beitragen, den weiteren Krankheitsverlauf und die Lebensqualität zu verbessern sowie Komplikationen zu verhindern. Eine Psoriasisarthritis zeigt sich meist erst Jahre nach den ersten psoriatischen Hautveränderungen. Deshalb sollte bei Patientinnen/Patienten mit Schuppenflechte ein besonderes Augenmerk auf Beschwerden des Bewegungsapparates gelegt werden . . .

Erste Anzeichen ernst nehmen

Es ist wichtig, bei anhaltenden Symptomen wie Rötungen der Haut, Schuppenbildung sowie Juckreiz etc. eine Ärztin/einen Arzt für Allgemeinmedizin oder eine Fachärztin/einen Facharzt für Dermatologie aufzusuchen. Bei Auftreten von Gelenksbeschwerden und gesicherter Diagnose einer Psoriasisarthritis sollte eine abgestimmte Diagnostik und Behandlung durch die Fachärztin/den Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Rheumatologie und durch die Dermatologin/den Dermatologen erfolgen.

Diagnose

Eine genaue Untersuchung der betroffenen Hautareale liefert meist die Diagnose. Nur in Ausnahmefällen ist eine Hautprobe (Biopsie) erforderlich. Dazu wird ein kleines Stückchen Haut entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Die Ärztin/der Arzt schätzt den Schweregrad der Erkrankung ein und erstellt gemeinsam mit der Patientin/dem Patienten einen Behandlungsplan.

Bestimmung des Schweregrades

Die Schwere der körperlichen Symptome einer Psoriasis vulgaris wird mittels spezieller Parameter festgestellt. Eine einfache Angabe zum Prozentsatz der erkrankten Körperoberfläche ist die „Body Surface Area“ (BSA). In klinischen Studien wird häufig der „Psoriasis Area and Severity Index“ (PASI) bestimmt. Dieser Index berücksichtigt die Ausdehnung der Erkrankung, die Rötung sowie die Dicke der Plaques und die Schuppung. Die krankheitsbezogene Lebensqualität wird mit dem Dermatologischen Lebensqualitäts-Fragebogen (DLQI) ermittelt.

In Europa gilt folgende Definition:

  • Leichte Psoriasis: BSA ≤10 (maximal zehn Prozent der Körperoberfläche sind betroffen) und PASI ≤10 und DLQI ≤10.
  • Mittelschwere bis schwere Psoriasis: BSA >10 oder PASI >10 und DLQI >10.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten die im Rahmen der Diagnosestellung entstehen, werden von den Sozialversicherungsträgern übernommen. Über die jeweiligen Bestimmungen informieren Sie sich bei Ihrem Krankenversicherungsträger, den Sie über die Website der Sozialversicherung finden.

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