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Ältere Frau spricht mit Ärztin © corbis_infinite

Anämie bei chronischer Erkrankung

Eine Anämie kann aus verschiedenen Gründen auftreten – unter anderem bei bestimmten Erkrankungen, die länger andauern (mehr als vier Wochen). Ein wesentlicher Pfeiler der Therapie ist dann die Behandlung der Grunderkrankung. Bei einer Anämie – auch Blutarmut genannt – kommt es zur Verringerung der Konzentration des roten Blutfarbstoffes im Blut. Diesen Blutfarbstoff bezeichnet man auch als Hämoglobin. Die Zahl der roten Blutkörperchen ist verringert beziehungsweise die Fähigkeit dieser Blutkörperchen, Sauerstoff zu transportieren, eingeschränkt . . . 

Anämie bei chronischer Erkrankung – was ist das?

Eine Anämie tritt z.B. auf bei:

Die Zusammenhänge sind noch nicht bei allen Erkrankungen vollständig geklärt. Bei bestimmten Erkrankungen können jedoch – durch Entzündungsprozesse – Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen vermehrt absterben. Die Überlebensdauer der roten Blutkörperchen kann verkürzt sein.

Je nach Schwere der Erkrankung sowie deren Dauer kann die Anämie unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Zusätzlich zur Grunderkrankung können Blutverlust, Mangelernährung sowie bestimmte Therapien (Chemotherapie, Bestrahlung etc.) zu einer schwereren Form der Anämie führen.

Diagnose einer Anämie bei chronischer Erkrankung

Ein Arzt-Patienten-Gespräch sowie verschiedene Untersuchungen werden zur Diagnose durchgeführt. Bestimmte Symptome z.B. Schwäche, Müdigkeit, Leistungsminderung, Herzrasen, Blässe der Schleimhaut etc. können auf eine Anämie hindeuten. Die Ärztin/der Arzt eruiert die Ursachen der Anämie. In manchen Fällen ist die Grunderkrankung bereits bekannt.

Körperliche Untersuchungen werden vorgenommen, Laborwerte erhoben, z.B. Blutbild, CRP, BSG. Je nach Grunderkrankung bzw. zur Abklärung einer möglichen Erkrankung können weitere Untersuchungen notwendig sein – z.B. unter Umständen eine Knochenmarkuntersuchung.

Therapie einer Anämie bei chronischer Erkrankung

Im Zug der Therapie wird in erster Linie die Grunderkrankung behandelt. Dadurch kann auch die Anämie verbessert werden. Bei einigen Patientinnen/Patienten kann ein Erythrozytenkonzentrat und u.U. Erythropoietin (ein in der Niere gebildetes Hormon, das biotechnologisch hergestellt eingesetzt wird) verabreicht werden. Liegt zusätzlich zeitgleich ein Eisenmangel vor, kann Eisen gegeben werden.

Wohin kann ich mich wenden?

Ansprechpersonen sind unter anderem Hausärztin/Hausarzt. Je nach Grundkrankheit sind Ärztinnen/Ärzte weiterer Fachrichtungen (z.B. für Innere Medizin) involviert.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten von Diagnose und Therapie werden normalerweise vom zuständigen Krankenversicherungsträger übernommen. Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB, VAEB). Sie können auch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) oder ein Privatambulatorium in Anspruch nehmen. Nähere Informationen finden Sie unter Arztbesuch: Kosten und Selbstbehalte.

Informationen zu Kosten bei einem Spitalsaufenthalt finden Sie unter Was kostet der Spitalsaufenthalt?

Informationen zur Kostenabdeckung bei Betreuung durch Diätologinnen/Diätologen finden Sie unter Gesundheitsberufe.

Informationen zur Rezeptgebühr finden Sie unter Das Rezept.

Über die jeweiligen Bestimmungen informieren Sie sich bitte bei Ihrem Krankenversicherungsträger, den Sie über die Website der Sozialversicherung finden.

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