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Arbeiter im Bergbau © agnormark

Silikose

Zu einer Silikose kommt es durch Einatmen von anorganischen Stäuben (meist Quarzstaub) oder Staubgemischen (Mischstaubsilikose). Betroffen sind bzw. waren früher vor allem Arbeiter in Bergbau, Industrie (z.B. Metallhütten) und Gewerbe (Steinmetz). Heute sind Neuerkrankungen hierzulande sehr selten, da es entsprechende Schutzmaßnahmen gibt. Eine Silikose kann sich allerdings später zeigen und auf frühere Zeiten zurückzuführen sein.

Durch das Einatmen kommt es zu Ablagerungen, entzündlichen Prozessen und Veränderungen der Lunge und Bindegewebsneubildungen (Lungenfibrose). Bei der chronischen Form der Silikose treten meist lange keine Symptome auf. Im Lauf der Zeit kommt es zu trockenem Husten und erschwerter Atmung. Es zeigt sich ein Atemgeräusch beim Abhören der Lunge (Giemen). Im späten Stadium führt die Silikose zum Versagen des Atmens. Bei einer akuten Silikose verschlechtert sich die erschwerte Atmung schnell. Sie führt relativ rasch zu Lungenversagen.

Eine COPD kann zusätzlich vorliegen. Das Risiko von Lungenkrebs ist bei Silikose erhöht. Auch kann es durch die Schädigungen der Lunge zu Infektionen (z.B. Tuberkulose),  Emphysem, Cor pulmonale  etc. kommen.

Silikose – Diagnose

Neben der Erhebung der Krankengeschichte bei einem Arzt-Patienten-Gespräch (inkl. Beruf) sowie einer körperlichen Untersuchung (z.B. Abhören, Abklopfen) werden weitere Untersuchungen durchgeführt, unter anderem:

Silikose – Therapie

Hinsichtlich der Fibrosierung gibt es keine Möglichkeit, diese therapeutisch zu beeinflussen. Bei einer akuten Silikose kann therapeutisch eine BAL vorgenommen werden. Zudem kann eine Sauerstofflangzeittherapie erfolgen. Eventuelle Komplikationen werden behandelt (z.B. Tuberkulose). Auch eine ev. COPD wird in die Therapie miteinbezogen.

Weitere Informationen zur Therapie von

Wohin kann ich mich wenden?

Ansprechpersonen sind die Lungenfachärztin/der Lungenfacharzt. Untersuchungen von Arbeitnehmern, die mit Asbest arbeiten, nehmen spezialisierte Ärztinnen/Ärzte vor. Eine Liste finden Sie unter Arbeitsinspektion.gv.at.

Sie können sich bei Fragen auch an die Betriebsärztin/den Betriebsarzt wenden.

Die Abklärung findet in Lungenabteilungen von Krankenhäusern oder arbeitsmedizinischen Einrichtungen statt.

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten für Diagnose und Behandlung werden im Regelfall vom zuständigen Krankenversicherungsträger übernommen.

Grundsätzlich rechnet Ihre Ärztin/Ihr Arzt direkt mit Ihrem Krankenversicherungsträger ab. Bei bestimmten Krankenversicherungsträgern kann jedoch ein Selbstbehalt für Sie anfallen (BVA, SVA, SVB, VAEB). Sie können auch eine Wahlärztin/einen Wahlarzt (d.h. Ärztin/Arzt ohne Kassenvertrag) oder ein Privatambulatorium in Anspruch nehmen. Nähere Informationen finden Sie unter Arztbesuch: Kosten und Selbstbehalte.

Nähere Informationen zu Kosten bei einem Spitalsaufenthalt finden Sie unter Was kostet der Spitalsaufenthalt?

Für bestimmte Untersuchungen (z.B. Röntgen, CT, Biopsie) benötigen Sie eine Überweisung/Zuweisung der behandelnden Ärztin/des behandelnden Arztes. Diese ist in der Regel ab dem Ausstellungstag einen Monat gültig. Für eine Kostenübernahme einer CT-Untersuchung durch die Krankenversicherungsträger bedarf es einer chefärztlichen Bewilligung innerhalb dieses Zeitraums. Bestimmte Formen der Sauerstofftherapie (Sauerstoffkonzentrator und Flüssigsauerstoff) sind ebenfalls bewilligungspflichtig.

Berufskrankheiten und deren Folgen sind über die Unfallversicherung als Teil der gesetzlichen Sozialversicherung abgedeckt. Ihre Leistungen umfassen die Behandlung und berufliche Rehabilitation sowie finanzielle Unterstützungen. Weitere Informationen erhalten Sie unter AUVA

Beratung & Hilfe

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