Gesundheitsportal
Inhaltsbereich

Krankenhausaufenthalt

Krankenschwester mit Patientin © Syda Productions

Spitäler versorgen Patientinnen und Patienten, wenn diese akut oder chronisch erkrankt sind und spezielle medizinische Betreuung brauchen. Spitalsambulanzen sind für die Notversorgung rund um die Uhr zuständig. Vor einem geplanten Spitalsaufenthalt gibt es viele Fragen. Je besser Sie sich vorab informieren und vorbereiten, umso reibungsloser ist der Ablauf. Die folgenden Seiten können Ihnen dabei helfen, Ihren Krankenhausaufenthalt und die Zeit nach der Entlassung möglichst gut zu planen . . .

Gut vorbereitet ins Krankenhaus

Stellt Ihre Ärztin/Ihr Arzt fest, dass ein Krankenhausaufenthalt notwendig ist, passiert üblicherweise Folgendes: Ihre Ärztin/Ihr Arzt stellt einen Aufnahme- oder Einweisungsschein aus, der wichtige Informationen für die Behandlung im Spital enthält. In der Arztpraxis werden Sie auch weitgehend über Ihre Krankheit und deren Behandlung informiert. Geschieht dies nicht, scheuen Sie sich nicht, danach zu fragen.
Hilfreich ist es vor diesem Gespräch, alle Fragen aufzuschreiben und Punkt für Punkt mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt durchzugehen. Auch bei der Auswahl des Spitals kann Sie Ihre Ärztin/Ihr Arzt sicher unterstützen. Achtung: Nicht jedes Krankenhaus führt jeden Eingriff durch . . .

Der Transport ins Krankenhaus

Häufig werden Patientinnen und Patienten von Angehörigen oder Bekannten ins Spital gebracht und begleitet. Kann aufgrund des Gesundheitszustandes kein eigenes Auto oder öffentliches Verkehrsmittel benützt werden, gibt es Alternativen: Taxi oder Rettung. Allgemeine Voraussetzung für die Übernahme der Transportkosten durch die Sozialversicherung ist die Gehunfähigkeit der Patientin/des Patienten in dem Sinne, dass diese/dieser kein öffentliches Verkehrsmittel, auch nicht mit einer Begleitperson, benutzen kann . . .

Was kostet der Spitalsaufenthalt?

Die Sozialversicherung und das jeweilige Bundesland übernehmen die medizinischen Kosten, die während Ihres stationären Aufenthalts anfallen. Je nach Bundesland beträgt der Anteil der Sozialversicherung an den Spitalskosten etwa 40 bis 50 Prozent. Neben den medizinischen Ausgaben entstehen für den Spitalsträger (Land, Bund, Gemeinde oder Orden) auch Kosten für die Verpflegung. Sozialversicherte Patientinnen/Patienten der allgemeinen Gebührenklasse müssen pro Pflegetag dafür einen Kostenbeitrag leisten . . .

Das System „Krankenhaus“

In Österreich gibt es 275 Krankenanstalten für stationäre oder tagesklinische Behandlungen. Mehr als die Hälfte davon gehört Gebietskörperschaften wie z.B. dem Bund, den Bundesländern, Gemeinden, Krankenkassen. Die Übrigen werden von privaten Betreibern geführt. Alle Arten von Krankenanstalten können sowohl von Gebietskörperschaften als auch von konfessionellen Einrichtungen oder privaten Betreibern geführt werden. „Konfessionelle“ Spitäler müssen nicht zwangsläufig gemeinnützig sein . . .

Welche Abteilungen hat ein Krankenhaus?

Ein Krankenhaus hat verschiedene Fachabteilungen. In ganz Österreich existieren derzeit insgesamt 25 medizinische Fachrichtungen, in denen Patientinnen und Patienten stationär behandelt werden, wobei nicht jedes Krankenhaus alle Fachrichtungen anbietet. Innerhalb der Fachrichtungen kann es weitere Spezialisierungen geben. Im Folgenden wird ein Überblick über die Angebote an Fachabteilungen geboten . . .

Wer arbeitet in einem Krankenhaus?

Um sich im System „Krankenhaus“ besser orientieren zu können, kann es hilfreich sein, zu wissen, wie ein Spital organisiert ist. Neben dem medizinischen Personal arbeiten in einem Spital zahlreiche weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die operative Leitung eines Krankenhauses obliegt der sogenannten kollegialen Führung, die direkt dem Rechtsträger oder dessen Bevollmächtigten (z.B. Geschäftsführer bei privaten Krankenanstalten) untersteht . . .

Der Aufenthalt im Spital

Steht ein geplanter Krankenhausaufenthalt an, so tauchen im Vorfeld oft schon einige Fragen auf: Was soll in die Tasche gepackt werden und welche Dinge werden mir vor Ort im Spital zur Verfügung gestellt? Welche Unterlagen und Befunde brauche ich mit? Eine Checkliste kann Sie bei der Vorbereitung auf den Krankenhausaufenthalt unterstützen . . .

Notfall: Wenn keine Zeit für Vorbereitungen bleibt

Medizinische Notfälle werden von Rettungssanitäterinnen bzw. -sanitätern und von Notärztinnen/Notärzten versorgt. Zu den medizinischen Notfällen gehören lebensbedrohliche Zustände wie z.B. Bewusstlosigkeit, akute Atemnot, Vergiftungen oder die massive Verschlechterung einer bestehenden Krankheit. Sie erreichen die Rettung unter der Euro-Notruf-Telefonnummer 112. Wie die Zeit bis zum Eintreffen des Notfallteams genützt wird, ist oft entscheidend dafür, wie die Betroffenen den Notfall überstehen. Die Rettungsleitstelle wird Sie bei Erste-Hilfe-Maßnahmen per Telefon anleiten . . .

Kinder im Krankenhaus

Selbst viele Erwachsene überkommt ein mulmiges Gefühl beim Betreten eines Spitals. Für Kinder ist ein Krankenhausaufenthalt ungleich schwieriger: Die neue Umgebung verunsichert, das Essen schmeckt anders als zu Hause, jeden Tag sind neue Gesichter am Bett, manchmal stehen auch unangenehme Untersuchungen und Therapien auf dem Programm. Zudem ist die Sprache der Ärztinnen und Ärzte für Kinder manchmal schwer verständlich. Unterstützung können in dieser Zeit vor allem die Eltern geben, die – je nach Möglichkeit – rund um die Uhr bei ihrem kranken Kind bleiben sollten . . .

Sicher im Krankenhaus

Wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung im Spital ist eine offene, vertrauensvolle Kommunikation zwischen Patientinnen/Patienten und den behandelnden Ärztinnen/Ärzten sowie dem betreuenden Gesundheitspersonal. Denn je besser Patientinnen und Patienten informiert sind, desto besser und sicherer können sie im Krankenhaus versorgt werden. Sich als Patientin/Patient aktiv am Behandlungsgeschehen zu beteiligen, kann wesentlich dazu beitragen, unerwünschte Ereignisse im Spital zu vermeiden . . .

Gesundheitsfördernde Krankenhäuser

In Spitälern steht eine qualitativ hochwertige medizinische Behandlung und Pflege im Mittelpunkt. Ein Spitalsaufenthalt stellt auch eine Chance dar, die Patientinnen/Patienten und ihre Angehörigen zu einem gesunden Lebensstil zu motivieren. Spitäler sind ein idealer Ort, um Gesundheitsförderung in die Tat umzusetzen. In gesundheitsfördernden Krankenhäusern wird besonders Wert darauf gelegt, Patientinnen/Patienten zu informieren und zu beraten, wie sie durch einen gesunden Lebensstil ihr Gesundheitsrisiko senken und langfristig gesünder leben können . . .

Hygiene im Krankenhaus

Spitalsaufenthalte sind manchmal unumgänglich. Sie sind jedoch auch mit einem gewissen Infektionsrisiko verbunden. Einerseits haben viele Patientinnen/Patienten ein geschwächtes Immunsystem, andererseits sind sie im Krankenhaus mit einem teilweise deutlich anderen Keimspektrum konfrontiert als in ihrem Alltagsleben bzw. in einer Arztpraxis. Daraus ergibt sich eine insgesamt erhöhte Anfälligkeit gegenüber nosokomiale Infektionen. Eine der wichtigsten Vorbeugemaßnahmen ist konsequente Händehygiene – sowohl durch das Krankenhauspersonal als auch durch Patientinnen/Patienten und Besucherinnen/Besucher . . .

Der Entlassungstag

Ist eine stationäre Behandlung abgeschlossen, wird Ihre Spitalsärztin/Ihr Spitalsarzt mit Ihnen ein abschließendes Gespräch führen und den Entlassungstermin bekannt geben. Am Tag der Entlassung erhalten Sie entweder einen vorläufigen oder bereits den endgültigen Patientenbrief für Ihre Ärztin/Ihren Arzt mit den wichtigsten Informationen zu Ihrem Aufenthalt. Auf Wunsch erhalten Sie vom Krankenhaus zusätzlich eine Aufenthaltsbestätigung. Ist nach dem Krankenhausaufenthalt eine kurzzeitige oder längerfristige Pflege notwendig, erhalten Sie vom Pflegeteam einen pflegerischen Entlassungsbrief . . .

Rehabilitations- und Kuraufenthalt

Nach einem Krankenhausaufenthalt kann mitunter ein Rehabilitations- oder Kuraufenthalt notwendig sein. Dafür ist ein Antrag beim zuständigen Sozialversicherungsträger erforderlich. Steht bei der Rehabilitation die „Reparatur“ im Vordergrund, geht es bei einer Kur vor allem um Vorbeugung. Im Folgenden erfahren Sie, wodurch sich Rehabilitation und Kur im Detail unterscheiden . . .

Der Spitalskompass

Der Spitalskompass ist ein Online-Tool der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG). Hier finden Sie Informationen zum Leistungsangebot der österreichischen Krankenhäuser. Dieser Service hilft bei der Suche nach dem für Sie am besten geeigneten Spital in Ihrer Nähe. Im Spitalskompass können Sie nach einzelnen Krankheitsbildern, medizinischen Leistungen und Fachbereichen suchen. Sie erfahren, in welchen Krankenhäusern bestimmte Operationen und Therapien angeboten bzw. wie häufig diese durchgeführt werden . . .

Patientenanwaltschaft

Im Patient-Arzt-Verhältnis können vielfältige Konflikte und Meinungsverschiedenheiten entstehen. In solchen Situationen sind die Patientinnen/Patienten oftmals in einer schwächeren Position, da sie einem einflussreichen Expertensystem gegenüberstehen. Um hier einen Ausgleich zu schaffen, wurden in jedem Bundesland Patientenanwaltschaften als Serviceeinrichtungen eingerichtet. Patientenanwaltschaften sind völlig eigenständige Institutionen der verschiedenen Länder. Sie helfen Ihnen bei der Vertretung Ihrer Rechte als Patientin/Patient im Gesundheits- und Spitalsbereich . . .

Nosokomiale Infektionen: Was ist das?

Laut Schätzungen des ECDC (European Center of Diseases Control) erkranken jedes Jahr über vier Millionen Patientinnen/Patienten an einer nosokomialen Infektion. Der überwiegende Teil ist nicht auf einen Mangel an Hygiene zurückzuführen. Expertinnen/Experten schätzen allerdings, dass sich zwanzig bis dreißig Prozent dieser Infektionen durch intensive Hygiene- und Kontrollmaßnahmen verhindern ließen. In einer in den Jahren 2011/2012 europaweit durchgeführten Studie, an der auch österreichische Krankenanstalten beteiligt waren, zeigte sich, dass in Akutkrankenhäusern bei einem von 18 Patientinnen/Patienten eine Krankenhausinfektion auftritt. Nosokomiale Infektionen gehören somit zu den häufigsten Komplikationen eines Krankenhausaufenthaltes . . .

Nosokomiale Infektionen: Vorbeugung und Maßnahmen

Hygiene in Krankenanstalten kommt verständlicherweise eine besondere Bedeutung bei der Prävention von nosokomialen Infektionen zu. Kontrollen und regelmäßige Schulungen – nicht nur des medizinischen Personals, sondern auch aller mit Patientenbetreuung befassten Berufsgruppen – sind wesentlich. Hygieneteams kümmern sich um die Koordination und Einhaltung von vorbeugenden Maßnahmen. Eine Schlüsselrolle in den Hygieneteams kommt Fachärztinnen/Fachärzten für Hygiene und Mikrobiologie zu . . .

Mein Wegweiser


Drucken RSS-Feed Teilen Feedback
Zum Seitenanfang springen Transparente Grafik zwecks Webanalyse