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ARGE Selbsthilfe Österreich

Die ARGE Selbsthilfe Österreich ist ein bundesweiter Zusammenschluss der unterschiedlichen Formen der Selbsthilfe im Gesundheits- und Sozialbereich in Österreich.

Zu den Mitgliedern des unabhängigen, gemeinnützigen Vereins zählen (Stand Oktober 2016):

  • 11 themenübergreifende Selbsthilfe-Dachverbände und -Kontaktstellen sowie Selbsthilfe-Unterstützungseinrichtungen in den Bundesländern. Diese vertreten insgesamt rund 1.700 regionale Selbsthilfeorganisationen.
  • 40 themenbezogene, bundesweit tätige Selbsthilfe-Organisationen.

Gemeinsam vertreten sie rund 1700 Selbsthilfegruppen.

Aufgaben der ARGE Selbsthilfe

Zu den wichtigsten Aufgaben der ARGE Selbsthilfe Österreich gehört es, die Anliegen und Interessen der Selbsthilfeorganisationen zu sammeln, zu bündeln und auf Bundesebene (z.B. in Gremien) zu vertreten. Die ARGE Selbsthilfe Österreich ist damit ein wichtiges Sprachrohr für die Bedürfnisse und Interessen von Selbsthilfegruppen auf Bundesebene.  

Für Entscheidungsträger ist die ARGE Selbsthilfe Österreich ein kompetenter Ansprechpartner für selbsthilferelevante Fragen und Sichtweisen von Patientinnen/Patienten, Angehörigen und Betroffenen. Finanziert wird die ARGE Selbsthilfe Österreich aus Mitteln des Bundes (Fonds Gesundes Österreich, Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz), des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger und der Pharmig.

Mehr Informationen über die ARGE Selbsthilfe Österreich und Kontakte zu den Ansprechpartnerinnen und -partnern in den Bundesländern finden Sie hier: www.selbsthilfe-oesterreich.at

Selbsthilfegruppen in Österreich

Die steigende Zahl an Selbsthilfegruppen und -organisationen (derzeit ca. 1.700 in Österreich) zeigt: Für immer mehr chronisch kranke und behinderte Menschen ist die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ein Weg, um das Leben mit der Krankheit so gut wie möglich zu bewältigen. Dadurch erlangen sie trotz ihrer schwierigen Situation wieder mehr Lebensqualität. Die Diagnose einer schwerwiegenden Gesundheitsstörung ist für viele Menschen ein Schock. Die Betroffenen und auch die Angehörigen müssen das Leben mit der Krankheit erst in einem langen und oft schmerzhaften Prozess erlernen. Dieser Lernprozess kann durch die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe positiv beeinflusst werden. An die Stelle von Resignation, Verleugnung und gesellschaftlicher Isolation, die als zusätzliche Krankheitsrisikofaktoren wirken, tritt Aktivität, das Sprechen über Ängste und Belastungen, Enttabuisierung von Krankheiten und selbstbestimmter Umgang mit einer schwierigen Situation, Krankheit oder Behinderung. Der Stellenwert von Selbsthilfegruppen – gerade wenn es um die individuelle Krankheitsbewältigung geht – ist hoch und durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt.

Die in Selbsthilfegruppen erbrachten Leistungen erfüllen wichtige Funktionen auf der Ebene unmittelbarer psychosozialer Hilfestellungen, der alltäglichen Lebensbewältigung und der eigenen Interessenvertretung. Selbsthilfegruppen nehmen Aufgaben wahr, welche die professionellen Angebote der medizinischen Versorgung in vielfältiger und wirksamer Weise ergänzen. Grundlage dafür ist dabei das aus Krankheit oder Behinderung gewonnene Erfahrungswissen der Betroffenen bzw. deren Angehörigen.

zuletzt aktualisiert 08.10.2015
Erstellt ARGE Selbsthilfe Österreich
Freigegeben durch Redaktion GesundheitsportalErstellt ARGE Selbsthilfe Österreich
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