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Mann im mittleren Alter blickt in die Ferne © Mitmachfoto

Midlife Crisis als Chance

Sie sind ungefähr zwischen 40 und 50? Dann könnte es sein, dass Sie früher oder später in eine Phase des Lebensumbruchs kommen. Viele Menschen stellen rund um die Lebensmitte ihr Leben infrage, ziehen eine Bilanz ihrer bisherigen Jahre. Dies birgt Herausforderungen und Chancen in sich . . .

Unzufriedenheit als Motor für Veränderung

Mit zunehmendem Alter scheinen sich manche Wünsche und Lebensträume nicht mehr zu erfüllen bzw. wird an ihnen gezweifelt. Vielleicht wurden nicht alle bis dahin gesteckten Ziele erreicht. Auch gehen viele Partnerschaften zu Bruch, zudem sitzt mitunter ein noch nicht verwirklichter Kinderwunsch im Nacken. Bei anderen werden die Kinder langsam flügge. Die ersten körperlichen Alterserscheinungen machen sich bemerkbar, die eigene Endlichkeit wird bewusster. Auch die nahenden Wechseljahre bei der Frau oder der mit zunehmendem Alter oft sinkende Testosteronspiegel beim Mann bringen so manche Herausforderung mit sich. Diese und andere Faktoren können so zusetzen, dass Frau/Mann in eine Midlife Crisis gerät. In dieser oft tiefen Sinnkrise fragt man sich, was das Leben denn künftig noch zu bieten hat, was man noch erleben möchte.

Auch in anderen Lebensphasen kann es zu Krisen kommen, meist im Kontext mit (einschneidenden) Lebensveränderungen. Sie sind auch eine Möglichkeit, das Leben für sich neu zu entdecken und nach den eigenen Vorstellungen zu verändern. Unzufriedenheit ist zwar unangenehm, sie kann aber ein Motor für wichtige Veränderungen sein und führt nicht zwangsläufig zu einer Krise.

Kennzeichen einer Midlife Crisis

Folgende Zeichen können auf eine Krise in der Lebensmitte hinweisen:

  • Vermehrtes Grübeln über das eigene Leben,

  • Stimmungsschwankungen,

  • gesteigerte Reizbarkeit,

  • starke Sehnsucht nach „alten“ Zeiten, in denen man noch jung war sowie

  • Zweifel an der Frage nach dem eigenen Lebenssinn,

  • Verhaltensmuster einer zweiten „Pubertät“ z.B. rebellieren, wieder vermehrt Partys feiern etc.

Die Midlife Crisis ist keine Krankheit und kein unausweichliches Schicksal. Nicht jeder Mensch durchlebt sie und nicht jede Krise im mittleren Alter ist eine Midlife Crisis. Eine schwere Krise kann sich jedoch mitunter zu einer Depression entwickeln und manchmal nicht unerheblichen Leidensdruck erzeugen.

Veränderungen abwägen

Das Verlangen nach neuen Erfahrungen und die Angst, etwas zu versäumen, kann beispielsweise auch dazu führen, dass der sichere Job oder die langjährige Partnerschaft zu unüberlegt aufgegeben werden. Das Leben in der Gegenwart und im Augenblick ist wichtig. Dennoch lohnt es sich, zu hinterfragen, wie die langfristige Perspektive ist. Nicht jeder Jobwechsel bringt die langersehnte Abwechslung und Erfüllung. Nach einem Partnerwechsel (etwa zu einer jüngeren Partnerin/einem jüngeren Partner) stellt sich auch früher oder später eine gewisse Routine ein. Manche Risiken lohnen sich, manche nicht. Dies gilt es abzuwägen.

Midlife Crisis bewältigen

Die Lebensmitte kann ein bewusster Abschied von jungen Erwachsenenjahren sowie von vergangenen Lebensabschnitten sein. Auch wenn Älterwerden nicht immer einfach und erfreulich ist: Es hat auch Vorteile. Zu diesen zählen etwa Steigerung der Selbstsicherheit sowie vermehrte Gelassenheit. Auch ist es oft nicht mehr so wichtig, anderen zu gefallen. Manches im Leben wurde schon erreicht bzw. erkämpft. Zudem helfen bisherige Lebenserfahrungen bei der Bewältigung von Herausforderungen. Gesellschaftliche Veränderungen bringen mit sich, dass es heutzutage etwas leichter ist, sich beruflich oder privat in der Lebensmitte zu verändern.

Was kann ich tun?

Folgende Fragen können dabei helfen, die zweite Lebenshälfte möglichst bewusst und aktiv zu gestalten:

  • Was ist im Leben bisher gut gelungen?

  • Was hat mir durch Krisen geholfen?

  • Wofür bin ich dankbar?

  • Welche Ziele habe ich mittel- und langfristig? Wie kann ich diese erreichen? Definieren Sie Teilschritte.

  • Welche Wünsche möchte ich mir erfüllen? Wie kann ich das bewerkstelligen?

  • Wer unterstützt mich bei meiner Sinnsuche?

Um eine Midlife Crisis gut zu durchstehen, hilft es, darüber zu sprechen. Zum Beispiel im Freundeskreis, mit der Partnerin/dem Partner oder bei größerem Leidensdruck mit einer professionellen Anlaufstelle (z.B. klinische Psychologin/klinischer Psychologe, Psychotherapeutin/Psychotherapeut). Nach Bewältigung der Krise steigt die Lebenszufriedenheit wieder an und das Leben wird aus einer anderen Perspektive betrachtet.

Auf Seele & Körper achten

Folgende Links helfen Ihnen dabei gut auf sich zu achten, um Krisen und Herausforderungen leichter begegnen zu können:

Auch ausgewogene Ernährung, Bewegung und Gesundheitsvorsorge unterstützen Sie dabei, ein gesundes Leben zu führen und Ihr Wohlbefinden zu steigern.

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