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Gesunder Pausenimbiss © photocrew

Die gesündere Pause

Die ersten Unterrichtsstunden am Vormittag sind geschafft, schon kündigt sich der kleine Hunger an! Da Kinder im Gegensatz zu Erwachsenen längere Zeitspannen zwischen den Mahlzeiten nicht so gut überbrücken können, sind für sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt besonders wichtig – die Vormittagsjause vom Schulbuffet kann hierfür einen wichtigen Beitrag liefern. Das Schulbuffet sorgt als beliebter Treffpunkt für Abwechslung vom Sitzen und bietet eine gute Gelegenheit, sich die Beine zu vertreten . . .

Fett- und Zuckerfalle Schulbuffet

Das ideale Angebot des Schulbuffets wären kleine Imbisse, Snacks und Getränke, die einen wichtigen Beitrag zur Nährstoffversorgung der Schülerinnen und Schüler liefern und die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit im Unterricht fördern. Nicht jedes Schulbuffet wird diesen Ansprüchen einer gesundheitsförderlichen Kinder- und Jugendernährung gerecht. Viele Buffets haben in ihrem Sortiment deutlich zu viel an Süßigkeiten, Knabbereien, Weißmehlprodukten, fetten Wurstwaren und zuckerhaltigen Getränken! Gesundheitsförderliche Produkte, wie z.B. Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und fettarme Milchprodukte, die Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sind, werden dadurch in den Hintergrund gedrängt. Als gesundheitsförderliche Alternativen eignen sich z.B. ein Pausenbrot mit Schinken, Käse, Gurken, Joghurt mit Früchten, Müsli mit Obst oder ein Stück Biskuitroulade.

Mit der Initiative „Unser Schulbuffet“ unterstützt das Gesundheitsministerium Buffetbetriebe dabei, das Warenangebot am Schulbuffet Schritt für Schritt gesünder zu gestalten. Die Initiative reiht sich als weitere Maßnahme in den Nationalen Aktionsplan Ernährung (NAP.e) ein und wurde von der Bundesgesundheitsagentur bis Ende 2014 finanziert. Es ist gelungen, die Initiative „Unser Schulbuffet“ durch Kooperationen mit geeigneten Partnern in einigen Bundesländern weiterzuführen.

Weitere Infos auf der Website Unser Schulbuffet.

Die gesündere Alternative

Ein gesundheitsförderliches Speisen- und Getränkeangebot an Schulbuffets sollte die wichtigsten Komponenten einer ausgewogenen Ernährung beinhalten und auf die besonderen Bedürfnisse des Lernens eingehen.  

Die Leitlinie Schulbuffet und die Österreichische Ernährungspyramide mit ihrer einfachen bildlichen Darstellung bieten dabei eine gute und praxistaugliche Orientierungshilfe für mehr Abwechslung am Schulbuffet. Sie basieren auf den aktuellsten ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen.

Poster und Folder der Ernährungspyramide können beim Gesundheitsministerium kostenlos bezogen werden (Bestellen unter: 0810/818164).

Das gesundheitsförderliche Schulbuffet

  • Gute Durststiller: Un- bzw. wenig gesüßte Getränke wie Wasser, Tees und verdünnte Fruchtsäfte sind die besten Durststiller. Ausreichend Flüssigkeit beugt Müdigkeit und Kopfschmerzen vor. Weitere Informationen finden Sie unter Richtig trinken in der Schule.

  • Kohlenhydratlieferant Getreide: Getreideprodukte sättigen lange und versorgen Körper und Gehirn kontinuierlich mit Energie. Zur Jause vom Schulbuffet eignen sich z.B. Brot, Weckerl, Müsli und zuckerarme Mehlspeisen. Produkte mit hohem Schrot- und Kornanteil enthalten mehr Mineral- und Ballaststoffe und Vitamine. Weißmehlprodukte sollten die Ausnahme sein bzw. mit einem gesundheitsförderlichen Belag aufgewertet werden (z.B. Nüsse, Samen, Gemüsedekoration).

  • Buntes für Obst- und Gemüsetiger: Obst und Gemüse sind die ideale leichte Zwischenmahlzeit in der Schule – auch Kinder und Jugendliche sollten täglich fünf Portionen Obst und Gemüse essen. Die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe unterstützen die Leistungsfähigkeit in der Schule. Das gesündere Schulbuffet bietet neben frischem Gemüse und Obst, auch Brot und Weckerl mit Gemüsefüllung und vegetarische Snacks wie z.B. Gemüselaibchen an. An vielen Schulen liefert das Schulobst einen wichtigen Beitrag zur Versorgung.

  • Milchbart macht Schule: Milch und Milchprodukte enthalten wertvolle Inhaltsstoffe wie Kalzium und Eiweiß. Buttermilch, Joghurt & Co. sind eine leichte, bekömmliche Zwischenmahlzeit in der Schule. Produkten mit niedrigem Fett- und Zuckergehalt den Vorzug geben. An vielen Schulen liefert die Schulmilch einen wichtigen Beitrag zur Versorgung.

  • Gesunder Brot- und Weckerlbelag: Aufstriche und andere Beläge sollten möglichst fettarm sein. Nicht empfehlenswert sind z.B. Margarineaufstriche, fette Würste wie Salami, Extra-, Kant- oder Wienerwurst. Das gesündere Schulbuffet bietet vielmehr z.B. fettarme Topfenaufstriche mit Gemüse oder fettarmen Schinken.

  • Alternative Süßigkeiten: Natürlich darf am Schulbuffet Süßes nicht fehlen – alternative Süßigkeiten wie Trockenfrüchte, Studentenfutter, Frucht- oder Müsliriegel ohne bzw. mit wenig Zucker sind gefragt. Diese gesünderen Naschereien stillen das Verlangen nach Süßem – gleichzeitig werden Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe getankt!

  • Rücksicht auf Allergien & Co.: Gibt es an der Schule mehrere Schülerinnen/Schüler mit Nahrungsmittelallergien bzw. -unverträglichkeiten, sollte das Angebot am Schulbuffet idealerweise auch für sie etwas bereitstellen, wie z.B. milch-, laktose- bzw. glutenfreie Produkte. Alternativen bei Laktoseintoleranz und Milcheiweißallergie sind Produkte auf Soja- bzw. Getreidebasis.

  • Religiöse Hintergründe berücksichtigen: Das Schulbuffet sollte auch auf die Bedürfnisse von Kindern/Jugendlichen mit unterschiedlichem religiösen Hintergrund Rücksicht nehmen und Produkte anbieten, die nicht vom Schwein gewonnen werden.

  • Ökologische Aspekte: Das Schulbuffet hat Vorbildwirkung und sollte ökologische Aspekte berücksichtigen. Bei der Auswahl ist regionalen sowie saisonalen Waren der Vorzug zu geben. Der Verpackungsabfall sollte reduziert werden. Weitere Informationen finden Sie im Saisonkalender für Obst und Gemüse.

  • Förderung der Esskultur: Eine optisch ansprechende Aufbereitung des Nahrungsangebots, z.B. durch Dekoration, Garnieren von Brötchen etc. und das Zurverfügungstellen von Essecken mit Sitzgelegenheit, z.B. in den Klassen oder Aufenthaltsräumen, fördert die Ess- und Ernährungskultur.

Hinweis Kann die Jause gemeinsam in der Klasse in angenehmer Atmosphäre gegessen werden, wird das Gemeinschaftsgefühl gefördert und ein wichtiger Beitrag zu Gesundheitsbildung geliefert.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Beratung & Hilfe

Die gute Wahl – ein neues Projekt für Schulbuffets (BMGF)

Nationaler Aktionsplan Ernährung (BMGF)

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