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Dengue Virus © Dr_Kateryna

Dengue-Fieber

Zu den am weitesten verbreiteten und am häufigsten übertragenen fieberhaften Infektionen gehört das Denguefieber. Es ist eine infektiöse Tropenerkrankung, die durch Arboviren der Gattung Flavivirus hervorgerufen wird. Als Überträger dienen Mücken.

Erreger: Flavivirus, mehrere Virustypen

Verbreitung: Mittlerer bis Ferner Osten, Australien, Ozeanien, Afrika, Süd- und Mittelamerika, vereinzelt Südstaaten der USA. Dengue wird in vielen tropischen und subtropischen Teilen der Welt zu einem wachsenden Problem mit stark steigenden Fallzahlen. Dadurch erhöht sich auch das Risiko für Reisende.

Übertragung: tag- und nachtaktive Stechmücken

Inkubationszeit: zwei bis sieben Tage

Beschwerdebild:

  • klassisches Dengue-Fieber: beginnt abrupt mit hohem Fieber, Muskel-, Kopf-, Augen- und Rückenschmerzen. Zusätzlich bestehen oft Bauchschmerzen, Erbrechen und ängstlich depressive Verstimmungen. Nach ein bis zwei Tagen tritt häufig ein masernähnlicher Hautausschlag auf, der nach ein bis zwei Tagen wieder verschwindet. Im Regelfall klingt die Symptomatik nach fünf bis sieben Tagen ab, in manchen Fällen kommt es nach erster Abfieberung erneut zu Fieber, verbunden mit extremen Muskel- und Gelenkschmerzen und neuerlichem Hautausschlag. Danach erholt sich die Patientin/der Patient, ohne Restschäden davonzutragen.
  • Dengue-hämorrhagisches Fieber (DHF) und Dengue-Schock-Syndrom (DSS): typische Zweiterkrankungen mit einem anderen Dengue-Virustyp. Nach einer Erstinfektion entwickelt der Organismus eine solide Immunität gegen den auslösenden Virustyp. Diese Abwehrstoffe sind zwar kreuzreagierend (das heißt, sie können an Oberflächenmolekülen des Virus binden), aber nicht kreuzprotektiv, das heißt, sie sind nicht in der Lage, andere Dengue-Virustypen im Fall einer zweiten Infektion zu eliminieren. Es kann aber durch die mit Antikörpern maskierten Viren zu einem erleichterten Eindringen von Dengue-Viren in die Wirtszellen und dadurch zu einem massiven Krankheitsverlauf kommen. Der schwerere Krankheitsverlauf geht mit Blutungsneigung, Gefäßschäden und akutem Kreislaufversagen einher. Dies kann zu einem tödlichen Ausgang führen.

Hinweis Reisende, die eine Dengue-Infektion überstanden haben, sollten nicht in Länder reisen, in denen andere Dengue-Virustypen vorkommen, um eine zweite Infektion mit schwerem Verlauf und erhöhtem Sterberisiko zu vermeiden.

Therapie (symptomatisch): Fiebersenkung, Schmerzlinderung, Überwachung der Patientin/des Patienten. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht.

Hinweis Während der akuten Krankheitsphase einer Dengue-Infektion dürfen zur Fiebersenkung nie Salicylate (wie z.B. Aspirin®) verwendet werden: Diese können einer eventuellen Blutungsneigung Vorschub leisten und den Krankheitsverlauf dadurch negativ beeinflussen.

Vorbeugung: Konsequenter Mückenschutz (Insektenschutz). Es gibt derzeit keine Impfstoffe.

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