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Dengue Virus © Dr_Kateryna

Dengue-Fieber

Zu den am weitesten verbreiteten und am häufigsten übertragenen fieberhaften Infektionen gehört das Dengue-Fieber. Es ist eine infektiöse Tropenerkrankung, die durch Arboviren der Gattung Flavivirus hervorgerufen wird. Als Überträger dienen Stechmücken.

Erreger: Flavivirus, mehrere Virustypen.

Verbreitung: Mittlerer bis Ferner Osten, Australien, Ozeanien, Afrika, Süd- und Mittelamerika, vereinzelt Südstaaten der USA. Dengue wird in vielen tropischen und subtropischen Teilen der Welt zu einem wachsenden Problem mit stark steigenden Fallzahlen. Dadurch erhöht sich auch das Risiko für Reisende. In Österreich wurden im Jahr 2017 85 Fälle des Dengue-Virus registriert.

Übertragung: tag- und nachtaktive Stechmücken (u.a.Tigermücke); diese halten sich bevorzugt in Siedlungsgebieten auf. 

Inkubationszeit: zwei bis sieben Tage.

Beschwerdebild: in 80% der Fälle asymptomatisch oder sehr milde fieberhafte Erkrankung. Typische Verläufe:

  • klassisches Dengue-Fieber: beginnt abrupt mit hohem Fieber, Muskel-, Kopf-, Augen- und Rückenschmerzen. Zusätzlich bestehen oft Bauchschmerzen, Erbrechen und ängstlich depressive Verstimmungen. Nach ein bis zwei Tagen tritt häufig ein masernähnlicher Hautausschlag auf, der nach ein bis zwei Tagen wieder verschwindet. Im Regelfall klingt die Symptomatik nach fünf bis sieben Tagen ab, in manchen Fällen kommt es nach erster Abfieberung erneut zu Fieber, verbunden mit extremen Muskel- und Gelenkschmerzen und neuerlichem Hautausschlag. Danach erholt sich die Patientin/der Patient vollständig wieder.
  • Dengue-hämorrhagisches Fieber (DHF) und Dengue-Schock-Syndrom (DSS): typische Zweiterkrankungen mit einem anderen Dengue-Virustyp. Nach einer Erstinfektion entwickelt der Organismus Antikörper und damit eine Immunität gegen den auslösenden Virustyp. Kommt es jedoch zu einer zweiten Infektion mit einem anderen Virustyp, können die Antikörper diesen nicht bekämpfen. Im Gegenteil: sie führen zu einer Art Fehlreaktion des Immunsystems und damit zu einem massiven Krankheitsverlauf. Dieser geht mit Blutungsneigung, Gefäßschäden und akutem Kreislaufversagen einher und kann einen tödlichen Ausgang nehmen.

Hinweis Reisende, die schon einmal eine Dengue-Infektion überstanden haben, sollten vor Reiseantritt in Dengue-endemische Gebiete unbedingt mit einem Reisemediziner Kontakt aufnehmen, da bei Zweitinfektionen ein schwereres Krankheitsbild resultieren kann.

Therapie (symptomatisch): Fiebersenkung, Schmerzlinderung, Überwachung der Patientin/des Patienten. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht.

Hinweis Während der akuten Krankheitsphase einer Dengue-Infektion dürfen zur Fiebersenkung nie Salicylate (wie z.B. Aspirin®) verwendet werden: Diese können eine eventuelle Blutungsneigung verstärken und den Krankheitsverlauf dadurch negativ beeinflussen.

Vorbeugung: Konsequenter Mückenschutz (Insektenschutz). Es gibt derzeit keine Impfstoffe für Reisende im Handel.

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