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Schwangerschaftstest © puhhha
Schwangerschaftstest © puhhha

Schwangerschaft: Diagnose

Das Ausbleiben der Menstruation, Übelkeit am Morgen oder ein Ziehen in den Brüsten sind mögliche Anzeichen für eine Schwangerschaft. Viele Frauen wollen sobald wie möglich wissen, ob sie tatsächlich ein Baby erwarten. Ein Schwangerschaftstest liefert einen zuverlässigen Hinweis. Durch eine Ultraschalluntersuchung bei der Gynäkologin/dem Gynäkologen kann das Vorliegen einer Schwangerschaft bestätigt werden.

Wie funktioniert ein Schwangerschaftstest?

Schwangerschaftstests, wie sie rezeptfrei in Apotheken, Drogerien und Drogeriemärkten erhältlich sind, messen, ob das sogenannte Schwangerschaftshormon hCG (humanes Choriongonadotropin) im Urin vorhanden ist. Hat eine Befruchtung stattgefunden, beginnt der neu entstandene Organismus bereits nach wenigen Tagen, das Hormon hCG zu produzieren. Es sorgt dafür, dass die Schwangerschaft erhalten bleibt und Embryo und Plazenta sich korrekt entwickeln können. Mehr zum Thema: Eine Schwangerschaft beginnt

Die hCG-Konzentration steigt bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels kontinuierlich an, in den ersten Wochen verdoppelt sie sich alle zwei bis drei Tage. Sobald sie hoch genug ist, kann sie im Urin nachgewiesen werden. Dies ist mit normalen Schwangerschaftstests etwa zwei Tage nach Ausbleiben der Menstruation der Fall.  

Die Durchführung eines Schwangerschaftstests dauert wenige Minuten. Meist muss der Teststreifen einige Sekunden in Urin getaucht werden, nach einer kurzen Wartezeit von rund zwei Minuten ist das Ergebnis sichtbar. Die genaue Anwendung und Interpretation des Ergebnisses muss der jeweiligen Packungsbeilage entnommen werden. Die Zuverlässigkeit der Schwangerschaftstests ist in der Regel hoch, sie hängt unter anderem von der Genauigkeit des Tests und von der richtigen Anwendung ab.

Zudem sind sogenannte Frühtests erhältlich, mit denen eine Schwangerschaft bereits vor der zu erwartenden nächsten Menstruationsblutung erkannt werden soll. Je früher der Test durchgeführt wird, umso niedriger ist jedoch der hCG-Wert im Urin und umso schwieriger ist eine zuverlässige Messung. Das Ergebnis eines Frühtests sollte daher in jedem Fall nach etwa einer Woche wiederholt werden.

Ein positiver Schwangerschaftstest alleine reicht nicht aus, um eine Schwangerschaft sicher zu bestätigen. Dazu ist immer eine ärztliche Untersuchung erforderlich.

Hinweis Auch bei einer Eileiterschwangerschaft fällt der Schwangerschaftstest positiv aus. Zudem können die Einnahme bestimmter Medikamente oder einige Krankheiten ein falsch positives Ergebnis verursachen.

Auch ein negativer Schwangerschaftstest sollte ärztlich kontrolliert werden, wenn die Frau Anzeichen einer Schwangerschaft bemerkt.

Wie wird eine Schwangerschaft bestätigt?

Eine Schwangerschaft wird durch eine Ärztin oder einen Arzt diagnostiziert. Am Beginn des Arztbesuchs steht die Anamnese. Dabei fragt die Ärztin/der Arzt nach möglichen körperlichen Anzeichen für eine Schwangerschaft, dem Datum der letzten Regelblutung, dem möglichen Datum der Befruchtung und eventuellen allgemeinen Beschwerden.

Zur Abklärung einer Schwangerschaft kann von der Ärztin oder vom Arzt ein hormoneller Schwangerschaftstest mittels Harn- oder Blutprobe verordnet werden. Mittels Bluttest ist der Nachweis einer Schwangerschaft früher als mittels Urintest möglich, er kann schon vor der zu erwartenden Menstruationsblutung (ab dem sechsten bis neunten Tag nach der Befruchtung) eine sichere Aussage liefern.

Zudem wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. In den ersten Schwangerschaftswochen erfolgt diese durch die Scheide (transvaginal). Die Fruchthöhle und die Schwangerschaftsanlage in der Gebärmutter sind ab der vierten bis fünften Schwangerschaftswoche im Ultraschall erkennbar. Ab der sechsten Schwangerschaftswoche kann die Ärztin/der Arzt den Herzschlag des Embryos im Ultraschall erkennen.

Ist die Schwangerschaft gesichert, wird die Ärztin/der Arzt innerhalb der ersten zwölf Wochen einen Mutter-Kind-Pass aushändigen. Damit können wichtige Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen werden. Die Ärztin/der Arzt wird eventuell einen Termin für die erste Mutter-Kind-Pass-Untersuchung vorschlagen.

Die ärztliche Diagnose hat arbeitsrechtliche und sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen. Sie ist eine Voraussetzung für den Mutterschutz und den damit verbundenen Kündigungs- und Entlassungsschutz sowie die Auszahlung des Wochengeldes.  

Wohin kann ich mich wenden?

Für die Diagnose einer Schwangerschaft wenden Sie sich an folgende Stellen. Hier finden Sie außerdem persönliche Beratung, Betreuung und weitere Hilfe rund um das Thema Schwangerschaft:

  • niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte für Gynäkologie und Geburtshilfe,
  • Ambulatorien für Gynäkologie und Geburtshilfe der Krankenkassen,
  • Ärztinnen und Ärzte in Familienberatungsstellen mit Schwerpunkt Schwangerenberatung,
  • niedergelassene Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin (Hausärzte).

Wie erfolgt die Abdeckung der Kosten?

Die Kosten der Diagnose einer Schwangerschaft und der dafür notwendigen Leistungen übernimmt Ihre Krankenversicherung, wenn die Leistungen von einer/einem niedergelassenen Vertragsärztin/Vertragsarzt oder von einem Fachambulatorium eines öffentlichen Spitals erbracht wurden. Personen ohne in Österreich gültige Krankenversicherung können sich auch kostenlos an eine Familienberatungsstelle wenden.

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